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Jean-Pierre Kratzer übernimmt überraschend Suisse Trot-Präsidium (7.Januar 2006) Dass jemand von einem Präsidentenamt zurücktritt und sich Jahre später wieder für denselben Posten wählen lässt, ist eher ungewöhnlich. Jean-Pierre Kratzer hat es getan und liess sich von der 63. Generalversammlung von Suisse Trot in Bern noch einmal an die Spitze des Trab-Dachverbandes Suisse Trot wählen. Damit ist der grosse starke Mann im Schweizer Rennsport Präsident des Schweizer Pferderennsport-Verbandes (SPV), des Verbandes der Rennvereine (VRV), des Institut Equestre National Avenches (IENA), der ADEC und neu auch wieder von Suisse Trot. Mehr folgt. Luzern veranstaltet im 2006 nur einen Renntag (24. Dezember 05) Was schon seit einiger Zeit hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde, ist jetzt leider Tatsache. Der Verein Pferderennen Luzern wird im 2006 nur einen Renntag (denjenigen am 3. September) durchführen. Die Crew rund um Präsident Jürg Schneider bekundete nach zwei Jahren Pause (Schwingfest im 2004) dieses Jahr trotz viel Engagement (u.a. Herausgabe einer Spezial-Zeitung, die in sämtliche Haushalte im Einzugsgebiet ging) Mühe bei Sponsoren sowie Zuschauern die gewünschte Resonanz zu erzielen (hinzu kam das grosse Pech mit dem Riesen-Unwetter und Überschwemmungen, wodurch viele Zuschauer aus der Region zu Hause blieben). Jetzt hat der Verein Pfererennen Luzern für 2006 frühzeitig die Konsequenzen gezogen und seinen zweiten Renntag abgesagt und für andere Vereine freigegeben. Wie das Programm 2006 dann definitiv aussehen wird, ist derzeit Gegenstand von Diskussionen. Der Rennverein Zürich (RVZ) hat sich ein Vorrecht für den nun freigewordenen 28. August gesichert. Der Vorstand RVZ wird an seiner Vorstandsitzung vom 12. Januar darüber entscheiden, ob Dielsdorf seinen Renntag vom 8. Oktober 2006 eventuell auf den 28. August vorziehen wird (damit hätte Dielsdorf einen Doppelrenntag mit dem 21./28. August). Allerdings müssten damit auch die Sponsoren, die für den 8. Oktober akquiriert worden sind, einverstanden sein. Old Cat für den Moment wieder Derby-Sieger - SPV-Niederlage vor Bez-Gericht (24. 12.05) Die unendliche Geschicht, Teil 3: Old Cat, der am 16. Juni 2002 in Frauenfeld das Derby gewonnen hatte, bekam vor dem Bezirksgericht in Yverdon (Tribunal d'Arrondissement de la Broye et du Nord Vaudois) am 21. Dezember den Sieg wieder zugesprochen. Das Gericht hob die Doping-Disqualifikation auf, sprachPaul Zöllig das Preisgeld von 48'000 Franken (zuzüglich Zinsen von 5%(!) seit dem 16.Juni 2002) zu, verurteilte den Schweizer Pferderennsport-Verband (SPV) zur Zahlung von 18'368.40 (plus 5 % Zins) an die Kläger Kurt Schafflützel und Paul Zöllig und zur Bezahlung der Gerichtskosten. Das Gericht argumentierte im Wesentlichen, dass es wegen der enormen Entwicklung im Bereich der technischen Analyse schlicht nicht mehr angeht, allein auf die technische Nachweisbarkeit von Fremdsubstanzen abzustellen und die Frage der künstlichen Leistungsbeeinflussung zu ignorieren. Denn heute sind Top-Labors in der Lage, selbst völlig wirkungslose Geringstmengen im Bereich von einem Femtogramm (= 0, 000 000 000 000 001 Gramm) nachzuweisen. Gewisse Substanzen - z.B. Isoxsuprine - lassen sich deshalb heute auch noch rund 3 Monate nach der therapeutischen Behandlung nachweisen. In solchen Fällen erfolgt dann regelmässig eine Disqualifikation, obschon der entsprechende Wirkstoff längst keinen Einfluss mehr auf die Leistung des Athleten hat. Weil das Dopingreglement im Schweizer Pferderennsport (und im Pferdesport international) eine so genannte Nulltoleranz (man fühlt sich ans Eishockey erinnert...) kennt, genügt schon der Nachweis einer kleinsten Spur zur unweigerlichen Disqualifikation. Die FEI , der internationale Pferdesport-Verband ist daran, gewisse technische Schwellenwerte für die Labors auszuarbeiten - ist sich der Probleme der technisch immer genaueren Messmethoden also bewusst. Für den vorliegenden Fall kommt das allerdings zu spät. Der Schweizer Pferderennsport-Verband hat 10 Tage (faktisch bis Anfang 2006) Zeit, sich einen Weiterzug ans Kantonsgericht zu überlegen. Dies ist gemäss SPV-Präsident Jean-Pierre Kratzer bereits geschehen. Kratzer sieht die gemäss Zöllig-Anwalt Dr. Ulf Walz "vernichtende Niederlage" weit weniger dramatisch: "Da ist noch längst nichts entschieden. Es gibt noch zwei Runden, in denen wir uns gute Chancen ausrechnen zu gewinnen. Der Vorstand SPV hat beschlossen, den Entscheid weiterzuziehen, notfalls bis vor Bundesgericht." Dies war also der 3. Streich (nach Vorstand SPV und Sportgericht SPV). Der 4. (Kantonsgericht) folgt "sogleich". Der 5. und sicherlich dann letzte (Bundesgericht) ist auch schon in Sicht. Man wähnt sich in einem Boxkampf auf fünf Runden, bei dem keiner der beiden Boxer vorzeitig k.o. gehen wird und alle auf die (Punkt-)Richter schauen. Fazit: Wie die Richter weiter entscheiden werden, ist wie meist nicht mit Sicherheit vorauszusagen. Ganz sicher ist aber, dass die Verlierer-Partei einige Kosten zu tragen hat. Kosten die weit grösser sein werden als das Preisgeld von 48'000 Franken, um welches unter Anderem gestritten wird. Allein die Anwaltskosten von Paul Zöllig und Kurt Schafflützel betragen bisher rund 30'000 Franken. Hinzu kommen Gerichtskosten und Prozess-Entschädigungen. Im Falle einer Niederlage des SPV würden die Kosten letztlich von den Aktiv-Mitgliedern getragen (in welcher Form bliebe noch zu diskutieren, wie Jean-Pierre Kratzer auf Anfrage erklärte). Doch es geht in diesem Fall um weit mehr als um Geld. Es geht darum, ob die derzeit im internationalen (!) Pferdesport geltenden Doping-Reglemente in dieser Form rechtlich akzeptabel sind oder eben nicht. Wir bleiben dran. Denn spannend wird dies alleweil. Auch wenn mit einem definitiven (Bundesgerichts-?)Entscheid wohl erst in ein paar Jahren zu rechnen ist. Am Samstag 10. Dezember fanden in Pfäffikon SZ die Galopp-GVs statt (10.12.05) (FOTOS von Jürg Schranz weiter unten...) Seit der Einführung des Einheitsverbandes Galopp Schweiz kommt den anderen Galopp-Gruppierungen/Interessevertretungen zwar nicht mehr die Bedeutung zu wie vorher. Doch sie leben noch immer, jedenfalls scheinen dies die Generalversammlungen zu bestätigen. Vor der GV von Galopp Schweiz (siehe Bericht weiter unten) fanden zeitgleich die GVs des Clubs der Rennpferde-Besitzer (CRB) und des Schweizer Rennreiter-Verbandes (SRV) statt. Hier die wichtisten Punkte aus den Generalversammlungen im Hotel Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ: CRB: CRB-Präsident Jakob Broger betonte die Aufgabe des CRB. Broger wörtlich: "Der CRB ist der Verband, der die Interessen der Besitzer vertritt. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe sind wir unabhängig und niemand anderem Rechenschaft schuldig als unserer GV." Anders als bisher, wo die Arbeit vor allem im Hintergrund erfolgt sei, wolle man künftig vermehrt nach dem Motto "Tue Gutes und sprich darüber" agieren. So dass die Öffentlichkeit auch mitbekomme, was der CRB überhaupt leiste. Sicher keine schlechte Idee. Neu in den Vorstand-CRB gewählt wurde Heidi Wüthrich, seit 1990 (Mit-)Besitzerin verschiedener Rennpferde wie Harishon, Spherical oder jetzt aktuell Barny's Barnato. Hauptdiskussionspunkt an der CRB-Versammlung war ein Vorstoss mit dem Ziel, die Spesen der Rennreiter einheitlich zu regeln (wie hier auf stallallegra.ch schon vor einem Monat thematisiert: Link zum Artikel). "Wir wollen ganz bestimmt nicht die Reiter vergraulen. Aber das Prozedere vereinheitlichen und vereinfachen", sagte Broger. Weil die Eingabefrist für einen Antrag zu Handen der GV Galopp Schweiz jedoch schon abgelaufen war, konnte dieses Thema nur diskutiert und nicht offiziell angepackt werden. Broger setzte gegenüber Galopp Schweiz jedoch deutliche Signale: "Es müsste doch möglich sein, dies auch ohne GV-Beschluss anzupacken. Galopp Schweiz hat jetzt bis zur grünen Saison Zeit. Sollte in dieser Richtung nichts geschehen, werden wir für die nächste GV einen entsprechenden Antrag stellen - und dieser wird angenommen, garantiert!" Wir bleiben dran. SRV: Beim SRV stand die nur spärlich besuchte Versammlung (neben dem Vorstand fand es lediglich rund ein Dutzend Aktivmitglieder für nötig, an der GV teilzunehmen - zudem 5 Gäste mit einem (!) Rennvereinspräsidenten und einem Pressevertreter - dem hier schreibenden...). Dies zeugt von wenig Respekt gegenüber dem SRV-Vorstand, der sich wahrlich Mühe gibt, seinen Mitgliedern etwas zu bieten, ihre Interessen zu vertreten und den Nachwuchs zu fördern. Eine so couragiert kämpfende "Gewerkschaft der Rennreiter" (wie Yves von Ballmoos den SRV bezeichnete) hätte unserer Meinung nach mehr Unterstützung verdient. Schade drum. Nach sieben Jahren SRV-Präsidium trat der im Oktober frisch gebackene Vater Yves von Ballmoos von seinem Amt zurück. In der Würdigung wurde insbesondere auf seine Taten im Bereich des Sanitätswesens, der Neu-Positionierung nach der Schaffung des Galopp-Einheitsverbandes sowie die deutliche Erhöhung der Anzahl Rennen für Amateure verwiesen. Als Nachfolger für den scheidenden Präsidenten wählte die GV Bruno Siegrist, den langjährigen Luzerner Rennvereins-Präsidenten. Er hätte nie gedacht, dass jemand mit seinem Jahrgang (1935) für ein solches Amt überhaupt in Frage käme, erklärte Siegrist in seiner Antrittsrede. Zumal er über keine klassische Rennreiter-Karriere verfüge. Als Kavallerie-Offizier bestritt er "immerhin ein paar Cross-Country-Rennen, Skikjörings sowie Point-to-Point-Rennen in England. "Ich sehe mich nicht nur als Repräsentationsfigur", betonte Siegrist, "wer mich kennt, weiss, dass ich auch etwas bewegen möchte, wenn ich so ein Amt annehme." So darf man denn gespannt sein. Ebenfalls seinen Rücktritt gab Bruno Aeschlimann, der sich 10 Jahre bravourös für den SRV-Nachwuchs eingesetzt hatte. Der stets auf grosses Echo stossende Schnuppertag, der in diesem Jahr mit 28 Teilnehmern eine neue Rekord-Marke erreichte, war zum Beispiel eine seiner vielen Ideen. Neu in den Vorstand gewählt wurden die Championne Sarah Leutwiler sowie Andreas Schärer. Der SRV schloss das Jahr mit einem kleinen Gewinn von 246.35 Franken. Finanz-Chef Andi Lanter freute sich über die grosse Kosten-Disziplin im SRV. Galopp Schweiz: Galopp-Schweiz-Präsident Anton Kräuliger führte anschliessend trotz starkem Husten und den Nachwirkungen einer Zahnoperation durch seine GV. In seinem Jahresbericht (unter dem Motto: "Lichtblicke und Schatten") ging Kräuliger u.a. auf die Entwicklung der Anzahl Rennen sowie Renndotationen im Bereicht Galopp der letzten 10 Jahre ein. In diesem Zeitraum fand eine deutliche Verschiebung von der Deutschschweiz (ohne Schneerennen) in die Romandie (logischerweise nach Avenches) statt. Wurden 1996 noch 77 Prozent aller Galopprennen in der Deutschschweiz gelaufen, waren es im 2005 nur noch 53 %. Ähnlich sieht das Bild bei den Dotationen aus: 84.4 % der Galopp-Preisgelder wurden 1996 noch auf Deutschschweizer Bahnen verteilt, 2005 waren es noch 60%. Kräuliger betonte die überlebenswichtige Funktion des IENA, dem oft zu unrecht "ungeliebten Kind", wie er es bezeichnete. Kräuliger rief zudem eindringlich dazu auf, dieser Trendwende entgegenzutreten. "Ich glaube, eine Trendumkehr wäre grundsätzlich möglich, wenn alle zusammen, die betroffenen Rennvereine, die Aktivverbände sowie zugeordnete Organisationen gemeinsam alle Kräfte mobilisieren und bündeln würden, um dies zu ändern", sagte der Präsident wörtlich. Die GV fasste folgende Beschlüsse: 1) Passivmitglieder bezahlen neu wie die Aktiven 200 Franken (bisher 50.-), in diesem Betrag inbegriffen ist neu ein Ausweis mit Berechtigung zum Rennplatz-Eintritt (falls gewünscht). 2) Die Gebühren wurden so belassen (Ziel war eigentlich, diese zu senken. Doch die weniger weit als erhofft fortgeschrittene Gesundung der Finanzen liess dies gemäss Vorstand noch nicht zu). 3) Auch die Besitzer- und Züchterprämien werden so belassen, obschon eine Erhöhung angekündigt worden war (dies weil die Inländer zum Schluss der Saison nochmals zugeschlagen haben - wir erinnern z.B. an Forsythia, Forstreet etc - und der Inhalt des Zuchtfonds gegenüber Anfang Jahr deswegen von 100'000 auf rund 70'000 zurückgeganden ist. stallallegra.ch hatte an dieser Stelle eine Erhöhung der Prämien als eine Möglichkeit zur Ankurbelung der Inländer-Zucht vorgeschlagen. Anton Kräuliger verwiess dann auch auf unsere Internet-Seite, die er namentlich erwähnte. LINK zum Artikel). Finanzchef Peter Scotton konnte berichten, dass die Altlasten liquitidätsmässig zwar ausgestanden sind, dass aber Galopp Schweiz wegen der Nachsteuer-Geschichte nach wie vor überschuldet ist, aktuell mit 131'600 Franken. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 137'000 Franken ab, 17'000 höher als budgetiert. Damit ist Galopp Schweiz auf dem Weg der Gesundung. Was damit unter der Federführung von Präsident Kräuliger und Finanzchef Scotton geleistet wird, verdient Anerkennung. Für 2006 ist ein Gewinn von 90'000 Franken budgetiert. In zwei Jahren, so hofft Scotton, verfügt Galopp Schweiz wieder über ein ausgewiesenes Vereinsvermögen. Derzeit besteht dies lediglich in stillen Reserven (insbesondere auf der Beteiligung an IENA, welches zu 20 % Galopp CH gehört und dessen Eigenkapital mit rund 14 Millionen ausgewiesen wird). Die Finanzierung des Projektes Avenches ist noch nicht abgeschlossen (Von Ursprünglich 1 Million fehlen jetzt noch 130'300 Franken). Daher muss die Finanzierungsaktion via die Besitzer (70 Franken pro Jahr und Pferd - 100 Franken pro Besitzer) noch 2 Jahre weiterlaufen. Die vom CRB angesprochene Forderung, die Rennreiter-Spesen einheitlich zu regeln, steiss bei Anton Kräuliger auf keine offenen Ohren. Schliesslich sei das der frei Markt, der da spiele. Als seinerzeit Shoemaker in Dielsdorf geritten sei, habe der auch seine Gage verlangt. (Doch mit Verlaub, die Jockeys die Sonntag für Sonntag in die Schweiz kommen, haben bei weitem nicht jene Klasse...). So dürfen wir auch hier gespannt sein... Erklärungen von Jean-Pierre Kratzer: Nahezu schon "traditionsgemäss" wurde SPV-Präsident Jean-Pierre Kratzer auf die Einführung zur PMU-Wette in der Deutschschweiz angesprochen. Sowie auf das Thema "Eiseneinfänge bei den Hindernissen in Avenches". Und "JPK" reagierte ziemlich "dünnhäutig". Er fragte zunächst in die Runde, ob alle mitbekommen hätten, welch wichtige Dinge in den letzten Monaten im Bereich Wett-Business in Europa passiert seien. Wenn alle Bescheid wüssten, sagte Kratzer, müsse er es ja nicht nochmal wiederholen. Schliesslich erklärte er dann doch noch, was er damit meinte. Nämlich die Vereinbarung zwischen PMU und Ladbroke (einem starken Bookmaker). PMU verkauft demnach Renn-Bilder an Ladbroke und erhält dafür 3% der Ladbroke-Wettumsätze in diesen Rennen (wie auch beim Président in Avenches so üblich). Für die betroffenen Länder, in denen die PMU nicht selbst aktiv wird, sondern mit Ladbrooke kooperiert, hat dies gemäss Kratzer dramatische Folgen: Denn es gebe in diesen Ländern keine Ausschüttung mehr in den Rennsport. Und genau deshalb sei es so enorm wichtig, die Zusammenarbeit mit Frankreich weiter zu forcieren. Denn wer - wie die Schweiz (vorläufig via PMUR) - mit der PMU France in einer sogenannten "masse commune" spielt, erhält weit bessere Konditionen. Kratzer verwies auf die über 40 Millionen (!) Franken PMU-Gelder, die in den letzten 14 Jahren in den Schweizer Rennsport geflossen sind. Zur Ausdehnung der PMU in die Deutschschweiz nannte Kratzer drei positive Punkte: 1) Jörg Schild, der Basler Regierungsrat, der das Dossier PMU "unter sich hatte", ist bekanntlich als Swiss Olympic-Präsident gewählt worden. Da ist eine Neubeurteilung zu erwarten. 2) Es gibt ein neues Projekt, sämtliche Sportwetten zusammenzuführen, was Kratzer als "gute Nachricht" bezeichnete. 3) Das Bundesgericht hat eine Klage gegen die Sportwetten "sport-tipp" aus dem Departement Blocher kürzlich abgewiesen. Dies dürfte den anderen Sportwetten Auftrieb geben. Weiter nahm Kratzer Stellung zum SPV-Communiqué bezüglich Rennbahn-Projekt in der Deutschschweiz (wie hier vermeldet: LINK zum Artikel). In den nächsten 2 bis 3 Monaten müsse in dieser Hinsicht ein Grundsatzentscheid fallen. Sonst passiere nichts und dies wäre schlimm. Man solle nicht nochmal den gleichen Fehler machen wie damals, als es um den Entscheid pro/contra Avenches ging. Für Diskussionen sorgten zudem Kratzers Worte zu den Eisen-Einfängen in Avenches. Er habe engen Kontakt zu France Galop und führe derzeit Gespräche mit dem Verantwortlichen für Rennbahnen und Hindernisse in Frankreich. Mit diesem will Kratzer in Zusammenarbeit mit den Rennvereinen sämtliche Schweizer Rennbahnen begutachten und schauen, was es zu verbessern gebe. Denn es gebe wohl auf allen Rennbahnen Dinge, die nicht mehr so seien, wie sie sein sollten. In diesem Bereich arbeite er mit Profis zusammen. Punkt. (Diese Aussage dürfte der Rennbahn-Kommission definitiv nicht gefallen haben. Doch auch Trainer Miro Weiss fühlte sich betroffen und sagte später bei den Ehrungen im Rahmen der Champions-Night, nachdem er seine anderen Trainerkollegen von der Bühne "geschickt" hatte, in seiner "Champion-Rede" wörtlich: "Ich bin kein Schnuri. Und auch kein Profi, sondern Amateur wie Jean-Pierre Kratzer gesagt hat. Trotzdem möchte ich jetzt etwas sagen..." Und er begann seine Dankesrede für seine Besitzer und Reiter, sowie seinen verstorbenen Vater Adolf Weiss, dank dem er überhaupt erst auf dieser Bühne stehe.). Fotos von Jürg Schranz
Suisse Trot-Präsident Fredy Moder tritt zurück (7. Dezember 05) Der Präsident von Suisse Trot, Fredy Moder, tritt auf die GV von Anfang Januar hin von seinem Amt zurück. Moder blickt 20 Jahre Trab-Vorstands-Tätigkeit (davon 9 Jahre als Präsident und 10 als Vize-Präsident) zurück. "Ich habe das jetzt sehr lange gemacht", meinte Moder, der aktuell auch noch Vize-Präsident des europäischen Dachverbandes UET ist. Spekulationen um einen Nachfolger sind im Gang. "Doch ich kann beim besten Willen noch nichts sagen", so der scheidende Präsident, "denn es ist noch gar nichts entschieden. Meine persönlichen Bemühungen, einen Nachfolger zu finden, sind allesamt gescheitert." Der Vorstand von Suisse Trot trifft sich vor Weihnachten zu einer Sitzung, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Da der Suisse Trot-Vorstand bekanntlich jeweils als eine "Liste" gewählt wird, kann die GV keinen neuen Präsidenten wählen - sondern lediglich dem Vorschlag des Vorstandes beipflichten und die Vorstands-Liste wählen. Hier die offizielle Mitteilung aus dem aktuellen Rennkalender (deutsch/français):
Kommt jetzt Bewegung ins Projekt "Rennbahn-Ausbau in der Deutsch-Schweiz"? (7. Dez 05) Nachdem in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren viel über eine neue, moderne Rennbahn auf einem bestehenden Gelände in der Deutschschweiz (realistischerweise kommen Dielsdorf in erster Priorität sowie Frauenfeld in zweiter in Frage) diskutiert worden ist, kommt jetzt offenbar Bewegung in die ganze Sache. Ziel ist die Ausbau eine der beiden Rennbahnen, so dass zum einen rund 15 Renntage organisiert werden können, zum anderen soll aber auch eine Trab-Sandbahn in der Deutschschweiz Tatsache werden. Voraussetzung ist und bleibt aber, dass die ebenfalls schon seit Jahren angekündigte Einführung der PMU in die Deutschschweiz in nicht allzu ferner Zukunft eingeführt wird. Denn ohne diese Geldquelle ist ein solches Projekt in der derzeitigen Situation utopisch. Hier die SPV-Mitteilung aus dem aktuellen Rennkalender (deutsch/français):
Noch mehr Urteile des Sportgerichts (7. Dezember 05) Nach dem "Cross-Urteil", dank welchem Jürg Langmeier den Sieg im kleinen Cross mit Malicka Madrick zurück bekam, hat das Sportgericht noch weitere Urteile gesprochen. - Stark umstritten war das Urteil bei Bafira (Stall Black Point), für welche Trainerin Carmen Bocskai für ein Rennen in Dielsdorf ein falsches Gewicht ausgerechnet hatte. Diese Tatsache war unbestritten. Der Rekurs richtete sich gegen die Form, in welcher der Protest eingereicht wurde. Mehrere zum Protest legitimierte Personen hatten gemeinsam einen Protest-Brief unterzeichnet. Gemäss Paragraph 181 des Schweizer Galopp-Renn- und Zuchtreglements sind Kollektiv-Proteste jedoch unzulässig (genauer Wortlaut: "...Ein Protest kann nur von einer Einzelperson eingelegt werden. Kollektivproteste sind unzulässig). Das Sportgericht kam nun nach heftiger Diskussion zum Schluss, dass ein von mehreren Personen unterzeichneter Brief kein Kollektiv-Protest sein soll. "Das war stark umstritten innerhalb des Gremiums", erklärte Sportgerichts-Präsident Hans-Peter Sorg, der sich von seinem vor rund 3 Monaten in Frankreich erlittenen Herzinfarkt glücklicherweise gut erholt hat, gegenüber stallallegra.ch lakonisch. So blieb die Disqualifikation von Bafira bestehen, Rapid Star behält den Sieg. Weil der Entscheid so umstritten war, wurde die Gebühr auf das Minimum von 500 Franken gesetzt (im Gegensatz zu den anderen Rekursen...) - Zu reden gab auch der Protest von Werner Meier (Stall Drei W, Trainerin Karin Suter-Weber) gegen die Nichtstart-Verfügung von Alpha Mail für ein Rennen in Frauenfeld wegen Nichtvorliegens des Veterinärzeugnisses. Der Rekurrent erhielt recht und bekommt das Nenngeld zurückerstattet. Problematisch waren hier zwei unterschiedliche Reglemente (Galopp und SPV). Im einen war das ganze vage geregelt, im anderen hätte ohne vorliegendes Veterinär-Zeugnis die Nennung gar nicht angenommen werden dürfen. Dies war aber geschehen. Alpha Mail fungierte auf der Startliste - erst am Freitag Nachmittag kam vom SPV (gemäss Hans-Peter Sorg möglicherweise die falsche Instanz für eine solche Verfügung) die Mitteilung, Alpha Mail sei nicht startberechtigt. Dies verstosse gegen Treu und Glauben, so Sorg, weshalb Galopp Schweiz das Nenngeld zurückvergüten müsse. Galopp Schweiz hat für die Schneerennen bereits reagiert und in den "Allgemeinen Bestimmungen für die Galopprennen in der Schweiz 2006" den Passus "Pferde mit ausstehenden Veterinärzeugnissen können nicht als Starter angegeben werden" eingebaut. - Abgewiesen wurde der Rekurs des SCALA Racing Clubs (Ruedi Buser) betreffend Disqualifikation von Polarstern (Hindernisrennen in Avenches). Näheres dazu folgt.
DIE Mega Einladung: Song Writer könnte nach Dubai - Besitzer sagt nein (30. Nov. 05) Was für eine Ehre für den Schweizer Pferderennsport! Song Writer ist nach seinen starken Leistungen auf deutscher Gruppen-Ebene für das lukrative Dubai International Racing Carnival (19. Januar bis 19.März 2006) im Vorfeld des Dubai World Cups (Samstag 25. März) eingeladen worden! Rennen auf der Distanz (2400 Meter) von Song Writer mit Dotationen von 110'000 Dollar aufwärts - sämtliche Kosten für den Aufenthalt (Reise, Pension und so weiter für Pferd, Trainer, Besitzer, Groom etc.!!) von den Scheichs übernommen! Eine grosse Anerkennung auch für die Dielsdorfer Trainerin Carmen Bocskai, die denn auch sofort bereit gewesen wäre, mit ihrem Crack den Dubai-Trip in Angriff zu nehmen. Besitzer Paul Baumgartner fand jedoch keinen Gefallen an der Idee. "Ich habe zum Wohl des Pferdes entschieden", erklärte Paul Baumgartner gegenüber stallallegra.ch, "ich hatte einfach Angst, dass Song Writer dieser Aufenthalt nicht gut tun würde." Auch wenn er wisse, dass dies eine absolut einmalige Chance sei, habe er sein Pferd lieber auf hiesigen Bahnen im Einsatz. "Ich bin kein Grossbesitzer und habe einfach Freude, wenn ich Song Writer laufen sehe." Verständlich einerseits, schade aber andrerseits. Denn ob so eine Gelegenheit für den hiesigen Rennsport wieder einmal kommt, muss bezweifelt werden. Und Song Writer kann sich die ersehnte (deutsche) Deckhengstmarke (95 Kilo, derzeit steht er bei 91.5 - wenn man weiss, dass sein Vater Monsun 60'000 EUR Decktaxe kostet und die Mutter von Song Writer als Jährling über eine Million gekostet hatte...) nur erreichen, wenn er gegen Cracks läuft. Genau solche Gegner hätte er in Dubai vorgefunden.
Stall Landihof bekommt den Maienfelder Cross-Sieg mit Malicka Madrick zurück (22.Nov. 05) Am 16. Oktober kam Jürg Langmeier in Maienfeld im kleinen Cross mit Malicka Madrick als erster ins Ziel. Nach Visionierung des Rennfilms wurde er jedoch wegen "Einschlagens einer falschen Bahn" (offizieller Vermerk im Rennprotokoll) disqualifiziert. Er hatte offenbar ein als Fanion dienendes Bäumchen im Schlussbogen nicht richtig passiert. So erbte Kingsire (Philipp Schärer) den Sieg. Zwischenzeitlich, wie sich jetzt herausgestellt hat. Denn das Sportgericht gab dem Rekurs von Jürg Langmeier recht. Dieser hatte geltend gemacht, dass auf dem offiziellen Parcours-Plan dieses Fanion nicht korrekt eingezeichnet war. "Nach dem Rennen und der Disqualifikation bin ich in die Garderobe, habe mir dort einen solchen Plan besorgt und bin damit nochmals zur die Rennleitung", schildert Jürg Langmeier, "dort habe ich mir vom Rennleitungspräsidenten bestätigen lassen, dass es sich dabei um den offiziellen Plan handelte". Dies hat bei der Verhandlung nun als Beweis offenbar überzeugt. Das Sportgericht fällte den Entscheid einstimmig (!). Somit heisst das Klassement nun: 1. Malicka Madrick (Langmeier), 2. Kingsire (Philipp Schärer), 3. Tomboy (Tomek), 4. Germanski (Kousek), 5. Milli Vanilly (Andreas Schärer), 6. Sharg (Hurt). Alle Wetter, die auf die grosse Favoritin (2.20) gesetzt hatten, wird es "freuen"...
Winter-Einbruch freut die Schneerennen-Organisatoren... (17.Nov. 05) Wir Temporär-Unterländer haben wenig Freude an den kalten Temperaturen, die uns zwingen, den Wintermantel sowie andere Utensilien (wie Schal, Wollmütze und Handschuhe) definitiv aus dem Schrank zu holen. Doch die Organisatoren in St.Moritz und vor allem in Arosa, wo der See noch früher gefroren sein muss, frohlocken. Die Temperaturen sind brav auf schöne Niveaus gesunken (bis Minus 13 an beiden Orten). So sieht die Prognose für Arosa aus - und so diejenige für St.Moritz (bitte anklicken)
Ideal-Entourage legt Rekurs gegen Zurückversetzung ein (16.Nov. 05) Wie unten (12.Nov) schon bemerkt, hat Monika Bürgisser Rekurs eingelegt gegen die Versetzung von Ideal (vom 1. auf den 3. Platz). Also noch immer nicht "o.k." für Lucky Punch. Lucky Punch "o.k." statt "k.o.": Sieg bestätigt (12.Nov. 05) Im letzten swissturf titelte Journalistin Silvia Lusti bezüglich des Sieges von Lucky Punch am Basler Renntag: "Lucky Punch wahrscheinlich Sieger im Inländer-Pokal". Dies weil gegen Lucky Punch eine Untersuchung eingeleitet wurde, weil er möglicherweise nicht korrekt im Ausgangskreis gewesen war (wo die Traber nach dem Rennen zwingend hin müssen, wenn sie im Klassement bleiben wollen). Lucky Punch "k.o." oder "o.k."? so lautete die Frage. Die Untersuchung hat jetzt gemäss Besitzer, Fahrer und Trainer Alfred Fehr ergeben, dass alles o.k. war! (Anmerkung: Ausser es gibt noch ein Protest der Ideal-Entourage...) "Lohn"-Diskussion: Wieviel darf ein Gast-Jockey auf hiesigen Bahnen kosten? (10.Nov. 05) Dass Jockeys einen harten, nicht immer einfachen Job ausüben, ist unbestritten. Ebenso, dass sie für ihre Arbeit angemessen entschädigt werden sollen. So weit, so gut. Doch wieviel ist angemessen? Für Schweizer Rennreiter ist alles klar geregelt. Es gibt Reitgeld (Profis: Flach 80.-, Hindernis 100.-) sowie 7 % vom Gewinn und zum Teil Spesen (individuell). Bei den Gast-Jockeys, die vor allem aus Frankreich Sonntag für Sonntag hier reiten, gibt es (noch) keine solchen Regelungen. Und so ist das Ganze aus Sicht der Besitzer in den letzten Jahren ausgeartet... Die "French Connection", wie wir diese Jockeys hier mal nennen wollen, verlangen (und erhalten) zunächst 1200 Franken pauschal als Reisespesen (Flug, Taxi). Dann das Reitgeld von 80 Franken, die 7 % aus dem Gewinn (über das Konto bei Galopp CH) und zudem nochmals 3 % aus dem Gewinn in bar. Besonders störend bei dieser Rechnung: Die 1200 Franken für Reisespesen sind zu hoch. Vor Jahren als die Flugpreise noch weit höher waren, mag diese Summe gerechtfertigt gewesen sein. Doch inzwischen sind die Flüge nicht mehr so teuer. Für rund 300-500 Franken ist ein Flug aus Frankreich in die Schweiz je nach Buchungstag (Man bucht ja nicht erst am Freitag/Samstag, wenn man schon am Dienstag/Mittwoch weiss, dass man am Sonntag in der Schweiz reitet...) zu haben (mit easy-Jet nach Basel sogar noch billiger...). So bleiben (nach Abzug von grosszügigen 100 Franken für ein Taxi) rund 600-800 Franken, welche faktisch nichts mit Spesen zu tun haben, sondern als Antritts-Gage betrachtet werden können. Und ob diese gerechtfertigt ist, müssen Besitzer und Trainer entscheiden. Denn es sind ja meist nicht Cracks wie Soumillon, Lemaire, Peslier etc. die hierherkommen... Bezahlen müssen am Ende immer die Besitzer. Und aus diesen Kreisen regt sich jetzt auch Widerstand. Nachdem Trainerin Gaby Wenisch an der alljährlichen Trainer-Versammlung auf das Problem aufmerksam gemacht hatte, von den meisten Kolleginnen und Kollegen jedoch nur Schulterzucken geerntet hatte - das Problem scheint auf Trainersseite offenbar nicht zu existieren oder nicht genug unter den Fingern zu brennen. Bezahlen müssen ja die Besitzer. Wir bleiben dran - denn eine einheitliche Regelung wie in Deutschland oder Frankreich, wo Jockeys für deutlich weniger Geld reiten, wäre vor allem für die sonst schon gebeutelten Besitzer enorm wichtig.
Breeders' Cup: Shirocco mit Soumillon der grosse Regen-Profiteur? (26. Oktober 05) Am kommenden Samstag 29.Oktober blickt die ganze Turf-Welt nach Amerika, wo das Riesen-Spektakel Breeders' Cup ausgetragen wird. Die Europäer hoffen wie so oft vor allem auf den "Breeders' Cup Turf" (2400 Meter, 2 Mio USD), da sie auf Sand (im Breeders' Cup Classic, 2000m, 4 Mio USD) gegen die US-Dirt-Spezialisten des öfteres auf verlorenem Posten stehen. Je mehr es regnet - und je tiefer die Bahn wird - desto weniger gefällt dies der Entourage der europäischen Hoffnungen Azamour oder Bago. Dafür frohlockt Georg Baron von Ullmann. Denn sein Shirocco liebt weiches oder gar tiefes Geläuf. Der Monsun-Sohn hat schliesslich letztes Jahr bei schwerer Bahn (6.5!) das deutsche Derby gewonnen. Sein 4. Platz im Arc könnte ein gutes Omen sein. Sein neuer Trainer André Fabre hatte 1990 mit In the Wings den Breeder's Cup Turf gewonnen - nachdem dieser zuvor im Arc ebenfalls 4. geworden war... Für den Ritt auf Shirocco, der im Moment bei den Buchmachern zu Kursen um 7:1 zu haben ist, wurde Christophe Soumillon verpflichtet. Hier der ultimative Link zur offiziellen Breeders' Cup-Site (mit Biographien, Bildern, Videos - und allem drum und dran...)
Gebrüder Schärer waren im Sport aktuell auf SF2 (update 5.Oktober 05) Der Schweizer Rennsport hatte also mal wieder einen Auftritt im Fernsehen. Rund 4 Minuten. Immerhin. Hier der Link zum Beitrag (mit RealPlayer abspielbar). Und bitte nicht vergessen: Mail an SF-DRS-Sportredaktion senden und das Interesse an Pferderennsport-Berichten kund tun (nicht zwingend darauf hinweisen, dass man aus der Szene kommt. Denn Mails von "neutralen" Zuschauern zählen wohl mehr...) Wir haben bereits einige Kopien von Antwort-Mails von SF-DRS erhalten. Danke vielmal allen die mitmachen! Schweizer Fernsehen: Da wird immer wieder gemäkelt, es gäbe zu wenig Medienpräsenz für den Schweizer Pferderennsport - und doch gibt es ab und zu Lichtblicke! Am Montag 3. Oktober ab 22.20 Uhr bringt SF2 im Rahmen von Sport aktuell einen Beitrag über das Brüder-Paar Andreas und Philipp Schärer. Also Fernseh anschalten und nach dem Beitrag möglichst viele MAILS schreiben an SF-DRS (denn nur was Zuschauer-Echo auslöst, wird auch weiter verfolgt...)
Verwaister Cross-Thron: La Vernusse muss für Maienfeld passen (3.Oktober 05) Am nächsten Sonntag (9. Oktober) ist es in Maienfeld wieder soweit: Die Crössler suchen ihren König. Letztes Jahr gab es mit La Vernusse eine würdige Königin. Doch die charismatische Schimmelstute aus dem Stall Altenburg wird ihren Thron wegen einer Verletzung nicht verteidigen können. "Es ist nichts schlimmes", erklärte Trainer Roland Böhi am Sonntag in Aarau, "aber sie kann dieses Saison einfach nicht mehr laufen."
Somit steht also fest, dass es einen neuen Cross-König (oder eine Königin...?) geben wird. Acht Kandidaten sind gemeldet. Gottschalk dürfte der Kron-Prinz sein, hat er doch letztes Jahr unglücklich agiert und sich dann am zweiten Sonntag eindrücklich revanchiert. Silver Groom hiess der König vor zwei Jahren. Er wurde in Aarau extra geschont und ist natürlich immer fähig, seinen Coup zu wiederholen. Hara France hat sich mit ihrem Aarauer Sieg ins Rampenlicht geschoben. El Turbio darf indes nicht vorzeitig abgeschrieben werden, zumal er rutschiges Geläuf wie in Aarau nicht sonderlich mag. Sehr interessant ist der "Despont" Ipso Facto sowie der starke Steepler Strong Enough, der allerdings sein Cross-Debüt gibt. Auch Harrietville war letztes Jahr im Cross-GP unglücklich und kann sich jederzeit rehabilitieren. Senior Verior ist kaum für den Sieg, aber sicher für ein Platzgeld immer gut genug.
Aufbäumen der CH-Vollblutzucht? - tolles Ergebnis an VSV-Auktion (17.September 05) Licht und Schatten in der Schweizer Vollblut-Zucht am Samstag 17.September in Avenches. Zuerst das Licht: Die Auktion war ein Erfolg, ein echter Aufsteller nach gewissen Darbietungen in den letzten Jahren. Die angebotenen Jährlinge kamen durchwegs gut präsentiert in den Ring, es hatte fürs Auge einige überzeugende Modelle mit dabei. Ganz grosses Lob gehört dem aus Deutschland eingeflogenen Auktionator Daniel Delius, der mit viel Fachkompetenz, Witz und noch mehr Geschick durch die Auktion führte. "Der macht einem selbst ein Eselchen noch schmackhaft!" - so der allgemeine Tenor. Was Delius ablieferte, war in der Tat hervorragend. Und er hat grossen Anteil daran, dass von den 13 präsentierten Jährlingen (Vorjahr 16) mehr als die Hälfte, nämlich 8 Stück (Vorjahr 6) verkauft wurden. Dies zum Durschnittspreis von guten 15'500 Franken (Vorjahr 10'416) , was einen Umsatz von 124'000 Franken ergab. Den Top-Preis erzielte das Gestüt Schloss Berg von Fritz von Ballmoos, der zuvor mit Plusvite den Chance-2005-Sieg feiern konnte. Der noch namenlose Erstling der Dashing Blade-Stute Pocahontas (aus der Familie von Pamir, Paladin, Plusvite, Primadonna) war Karin Suter-Weber (welche die Auktion für einen Interessenten telefonisch kommentierte) 29'000 Franken wert. Der Arazi-Fuchs (nicht weniger als die Hälfte der Jährlinge waren Füchse...) hatte somit schon mit Lot-Nummer 2 den Höchstpreis gebracht. Für 20'000 Franken holte sich der Stall Just For Fun die Arazi-Stute Juruna (aus dem Gestüt Söhrenhof) aus der Jariyha. Die dunkelbraune Halbschwester zu Jurado, Jordao, Januaria, Jamonero und dem für die zuvor gelaufene Chance leider ausgefallenen Mitfavoriten Jago wird demnach zu Karl Klein ins Training gehen. Als doppelte Käufer traten Erich Schmid und Beliar Bloodstock auf. Der Davoser sicherte sich zwei Söhrenhöfler: die Fuchsstute (von Arazi, von wem sonst...) Falinha aus der Wolfhound-Tochter Farinha für 14'000 Franken sowie den ebenfalls von Arazi stammenden Vivaldi aus der Volterra (ist damit Halbbruder zu Pferden wie Vingador, Volturno oder Vicuna). Beliar Bloodstock kaufte zunächst den Zilzal Zamaan-Hengst Tocomatoo (aus der Tikytyboo) aus der Zucht von Filippo Bentivoglio für 9000 Franken und dann noch den von Anton + Vreni Kräuliger angebotenen Henderson-Hengst Andiamo (aus der interessanten Acatenango-Stute Ariola) für 10'000 Franken. Die komplette Liste mit den Verkäufen mit den Anbieter/Käufern (PDF-File, bitte anklicken) Zufriedene Gesichter verständlicherweise bei VSV-Präsidentin Isabelle Chrenka-Klein sowie Dr. Hanspeter Meier, dem Präsidenten der Zuchtkommission. Sie werden den Elan aus dieser Auktion mitnehmen in die tägliche Arbeit im Kampf um eine Zukunft für die Schweizer Vollblut-Zucht. Doch sie allein können es - bei allem Engagement - nicht richten. FAZIT/AUSBLICK: Die Schweizer Vollblut-Zucht erlebte durch die Auktion 2005 quasi ein "Revival". Täuschen lassen darf man sich durch das Resultat allerdings nicht. Dadurch, dass immer weniger Jährlinge angeboten werden, ist eine Preissteigerung ökonomisch gesehen eine logische Folge. Je knapper das Angebot, desto höher die Preise für die interessanten Produkte. Dass das Chance-Rennen 2005 schliesslich mit lediglich 5 Pferden über die Bühne ging, spricht Bände (Hier nochmals die Entwicklung der letzten Jahre: 2001 (Vingador-Sieg in Avenches) 13 Starter, 2002 (Aciento, Dielsdorf) 7 (!), 2003 (La Victoria, Dielsdorf) 12, 2004 (Happy-Boy, Dielsdorf) 8 Pferde). Es muss dringend ein neues Konzept erstellt werden PRO Schweizer Vollblutzucht. Züchter und potentielle Besitzer müssen spüren, dass die Verantwortlichen sie nicht hängen lassen. Es braucht noch mehr interessante Startgelegenheiten in den ersten Jahren, höhere Besitzer- und Züchterprämien (der Fonds, aus welchem diese ausgeschüttet werden, ist durch die geringer gewordenen Erfolge von Inländern in offenen Rennen - denken wir zurück an Zeiten von Coro, Feliciano, Fort Nelson, Lord Alleged und wie sie alle hiessen - nämlich derzeit gut gefüllt). Es kann natürlich nicht unsere Aufgabe sein, so ein Konzept zu erstellen. Aber Anstösse geben, dies wollen wir. So wie hier getan.
Brandaktuelle Fotos aus Aarau - dank Trabrennstall HS und S (5.September 05) Sandra Larcher und Stefan Sonnbauer waren von den Aarauer Hochwasser-Fotos so schockiert, dass sie nach dem Luzerner Renntag einen Abstecher auf den Schachen machten. Hier die Fotos, die das Turfisten-Herz höher schlagen lassen: Aktuelle Aarau-Fotos (auf der empfehlenswerten Homepage des Trabrennstalls HS und S).
Der Teich in Aarau ist übervoll... (Bilder vom 26. August) Hochwasser überall - auch der Aarauer Schachen war betroffen. Wie die Bilder (geschossen von Platzwart Beat Blank) beweisen (übernommen von der Homepage des Aargauischen Rennvereins). Hoffen wir, dass bis am Sonntag der Teich nur noch prall gefüllt - und nicht mehr überfüllt ist...
Steeple-Gipfeltreffen über die schweren Sprünge in Luzern (Do 25.8.05) Die Luzerner Steeple-Bahn ist berühmt-berüchtigt. Schon einige Cracks sind mit den speziellen Sprüngen in der Innerschweiz nicht zurechgekommen. Desperado hat es dort einmal erwischt, dann auch Minet Bleu. Und jetzt macht sich am Sonntag ein ausgeglichenes Achterfeld auf die 4700-Meter lange Reise des längsten Jagdrennens der Schweiz, einem Listed Race mit 40'000 Franken Dotation. Mit dabei Harrietville, einer, der dieses Rennen schon mal gewonnen hat. Dem die schwierigen Sprünge entgegen kommen. Zumal kurz vor dem Ziel eine "Zweierkombination" zu bewältigen ist, die schon so oft in Luzern die Entscheidung gebracht hat. wäre. Josef Tomek kennt den von Hansjörg Speck für Anton und Vreni Kräuliger trainierten "Oldie" in und auswendig. (weiter siehe unterhalb des Fotos...)
Viele Augenpaare werden zweifellos auf die "Neue" gerichtet sein. Die aus Frankreich kommende Divine Royale, die seit kurzem in Dielsdorf bei Karl Klein im Training steht und erstmals in den Farben des Stalles Just for Fun an den Start gehen wird. Schlau, wie der dienstälteste Schweizer Berufstrainer ist, hat er für seine neue Spitzensteeplerin gleich Stéphane Juteau verpflichtet, mit dem Divine Royale ihre letzten fünf Rennen absolviert und zuletzt in Clairefontaine gewonnen hat. Karl Klein ist ohnehin sehr gut vertreten in diesem Rennen, sattelt er doch mit Joy Full (Philipp Schärer) und Great Spain (Christophe Cheminaud) zwei weitere Sieg-Kandidaten. Great Spain macht nach Jagd-Siegen in Frauenfeld und Avenches nun erstmals Bekanntschaft mit richtig schwierigen Steeple-Sprüngen - hat aber längst noch nicht alles gezeigt. Und Joy Full steht als Halbblüter trotz Siegen enorm verlockend im Rennen. Mit einem Duo ist Kurt Schafflützel vertreten. Die beiden "Kessler" Little Lucky und Veteran Minet Bleu sollen es richten. Beide haben grundsätzlich das Zeug dazu, weit nach vorne zu laufen. Und wenn Little Lucky (Andreas Schärer) genügend lange versteckt werden kann (möglichst bis nach dem letzten Sprung...), dann kann er sogar für eine Überraschung sorgen. Minet Bleu hat seine letzten Top-Leistungen vornehmlich auf der wesentlich leichteren Bahn in Avenches gezeigt. Er hat seit dem ersten Mai pausiert (war im Grossen Preis des Kantons Aargau am 29.Mai Nichtstarter). In alter Frische ist der äusserst zähe Kämpfer mit Thierry Steeger vielleicht in der Lage, ganz nach vorn zu laufen. Gaby Wenisch bringt den hochklassigen, aber nicht immer regelmässigen Ibycos an den Start, der in dieser Saison noch nie auf einer Schweizer Rennbahn im Einsatz war. Der Vertreter der Ecurie Mont Vully startete am 10. Juli mit einem vierten Platz in Vittel in seine Saison, konnte sich dann aber am 7. August am selben Ort in einem 14er-Feld (13'000 EUR, 4200m) nicht plazieren. Distanzmässig ist er noch nie weiter als 4300 Meter gelaufen, auch Luzern kennt er noch nicht. Doch er lief letztes Jahr im November 2003 (unter den Fittichen von Gaby Wenisch) in einem 3900-Meter-Hürdenrennen (36'000 EUR!) auf tiefem Boden in Auteuil auf den hervorragenden zweiten Platz - das sagt alles und lässt mit Cyrille Gombeau im Sattel sämtliche Möglichkeiten offen. Last but not least ist auch der Cross-König der Schweiz am Start. Gottschalk hat zwar das unbestritten prestige-trächtigste Cross-Country um den GP von Maienfeld wegen eines Reiterfehlers nicht gewonnen, sich aber mit konstanten Leistungen und etlichen Siegen diesen "Titel" verdient. Er hat auch auf der Jagdbahn einiges zu bieten, wie sein Weile-Sieg in Dielsdorf auf tiefem Boden in einem kleineren Rennen angedeutet hat. Wie in Dielsdorf hat der Baumgartner-Schützling Urs Wyss im Sattel. Fazit für die Wetter: Kein einziges "Streich-Pferd", d.h. es muss viele Kombinationen spielen, wer in diesem Rennen die Dreierwette treffen will. Als Bankpferde bieten sich Joy Full (regelmässig, kann tiefen Boden, gutes Gewicht) und Divine Royale (Klasse müsste reichen) an. Im Rahmenprogramm ist ebenfalls einiges los. Zwei weitere GPs richten sich an die Galopper. Über 1800 Meter ist einiges möglich. So könnten die beiden Zöllig-Frontrunner Moon Star und Jeff le Roi ihren Gegnern die Eisen zeigen. Doch die drei Weiss-Schützlinge Crest of a Wave, Vlavianus und Lamirel geben sich kaum von vornherein geschlagen. Und wer die beiden Dielsdorfer Trainerinnen Carmen Bocskai (vertreten durch Taziria sowie den debütierenden dreijährigen Indian Red River) und Karin Suter-Weber (Rapid Star) kennt, weiss, dass auch Pferde zu beachten sind. Über 3000 Meter gibt es eigentlich nur einen Sieger - wenn, ja wenn es ein wenig Tempo gibt. Denn in Bummelrennen hat King George (wie zuletzt in München) keine guten Karten. Ansonsten ist er hier schwer zu schlagen, zumal er das zu erwartende weiche Geläuf mag. Im Gegensatz zu Brother's Valcour, der zudem auf ungewohnt langer Distanz antritt. Sob darf eine Woche nach seinem überlegenen Dielsdorfer Sumpf-Sieg gleich nochmals "ran". Er ist wie die "Leichtgewichtsstuten" Panama und Dream of Peace für alle Kombinationen vorzumerken. Theodolit sehen wir weniger gefährlich in dieser Gesellschaft. Ganz im Gegensatz zu Unaware, der hier allen gefährlich werden kann. Sein Halbbruder Powerscourt hat kürzlich die Airlington Million gewonnen... Bei den Trabern ist mit Kodex der Rekordhalter dabei - auch wenn die Distanz kurze 1600 Meter ist, spielt die Zeit diesmal garantiert keine Rolle... Quarté-Analyse folgt (etwas seriös soll die Sache ja schon betrachtet werden - und das braucht seine Zeit).
"Divine" neu bei Karl Klein - interessante Steeplerin mit Potential (Di 23.8.05) "Divine" über Hindernisse? Und das in der Schweiz? Eine Sensation! Wäre es, wenn es DIE Göttliche wäre. Statt Divine Proportions heisst die neue Hindernis-Stute im Stall von Karl Klein jedoch Divine Royale. Die bis vor kurzem von Eric Lecoiffier in Frankreich trainierte, fünfjährige Fuchsstute soll am Sonntag im GP Luzern erstmals angreifen. Nach unseren Informationen in den Farben des Stalles Just for Fun. Interessant ist die die Stute aber alleweil. Divine Royale hat bei 17 Hindernisstarts (2 unplazierte Flachstarts) bisher 2 Siege, 8 Plätze und rund 85'000 Franken geholt. Ihren letzten Start am 5. August in Clairefontaine gestaltete sie als 12:1-Aussenseiterin gegen 8 Gegner siegreich, als sie ein mit 30'000 EUR dotiertes Jagdrennen über 4000 Meter mit Nase für sich entschied. Im Sattel sass wie bei all ihren letzten 5 Starts ein alter Bekannter auf Schweizer Bahnen: Stéphane Juteau. Wie sie mit der in Luzern ungewohnt langen Distanz von 4700 Metern zurecht kommt, bleibt abzuwarten. Weiter wie 4000 Meter ist die Stute nämlich noch nie gelaufen. Die härteste Gegenwehr könnte aus dem eigenen Trainingsquartier (Joy Full, Great Spain) kommen - auch wenn natürlich die "Kessler" Little Lucky/Minet Bleu sowie Crössler Gottschalk, GP-Luzern-Sieger-2002 Harrietville und Ibycos allesamt nicht aus Pappe sind.
"Alles im Griff, Bahn gut" + Werbe-Coup - so die News aus Luzern (Do 25.8.05) Was wird nicht alles rumerzählt, Gerüchte gestreut und dergleichen - die Turf-Szene ist und bleibt eine der berüchtigsten Gerüchteküchen... Es entspricht NICHT der Tatsache, dass der See "drückt" und auf der Allmend ein Wasserproblem besteht. Nach Auskunft von Rennchef Andi Lanter ist in Luzern alles bereit. "Die Bahn ist in gutem Zustand", sagt Lanter, "es wird wohl eher weich werden, aber absolut praktikabel." Lanter zeigte sich hoch erfreut über die schönen Felder und freut sich wie die gesamte Crew des Vereins Pferderennen Luzern sehr auf den Sonntag. Auch die Zufahrtswege sind gemäss Präsident Jürg Schneider problemlos befahrbar. "Es kommt jeder auf die Allmend, der kommen will" - und hoffentlich sind das möglichst viele. Die Luzerner haben einen werbemässigen Coup gelandet: Unter Federführung von Präsident Jürg Schneider ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit Ringier und swissturf eine 16-seitiges Programmheft (mit Artikeln zur Geschichte der Luzerner Rennen, Trainer-Portrait, Wettinformationen etc) herauszugeben. Diese ist einerseits als Beilage in der PferdeWoche enthalten und andrerseits - das ist die ganz positive Sache - an sämtliche Haushalte der Innerschweiz (gemäss Schneider: Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri, Schwyz und ein Teil von Aargau) versandt worden. Auflage 200'000 Stück! "Wir hatten letztes Jahr keine Rennen und mussten etwas unternehmen", so Schneider, "zum Glück haben wir einen Sponsor gefunden, der diese Beilage übernimmt." Man stelle sich vor, wenn nur 1-2% der Leser zusätzlich zum "harten Kern" auf die Rennbahn kommen würden... Chapeau, liebe Luzerner! Riesen-Pech für Luzern-Trainerin Angela Casotti: Wasser überall... (Di 23.8.05) Zwei Jahre lang haben sie sich auf den Heimauftritt auf der Luzerner Allmend gefreut (Wegen des Schwingfests konnten die Rennen 2004 bekanntlich nicht stattfinden). Und jetzt dies: Der Stall von Angela Casotti ist praktisch von Wasser umzingelt. Am Dienstag verschärfte sich die Situation. "Wir können gerade noch aus dem Stall mit den Pferden und sie etwas longieren", so die bedauernswerte Trainerin, "an reiten ist nicht zu denken." Unter anderem haben die Wassermassen sämtliche Trainingsbahnen weggeschwemmt. Was jetzt mit den Pferden passiert, wird derzeit noch diskutiert. Hilfsangebote bestehen bereits. Wir drücken Angela Casotti und Ihrer Mannschaft von Herzen die Daumen, dass sich eine für alle gute Lösung finden lässt. Luzerner Allmend NICHT unter Wasser - Chance auf Rennen besteht! (Mo 22.8.05) Wie sieht es wohl in Luzern aus? Wie gross sind die Chancen, dass die Rennen stattfinden können? Dies sind die Fragen, welche die Schweizer Turf-Welt beschäftigen - nachdem der Schock über die Bilder aus der Innerschweiz verflogen ist. Nun, stallallegra.ch hat sich für unsere treuen Leser natürlich sofort auf die Suche nach Antworten gemacht. Les voilà: Gemäss dem Luzerner Präsidenten Jürg Schneider und Rennchef Andi Lanter kann für die Luzerner Allmend vorerst Entwarnung gegeben werden. "Die Allmend ist wassermässig recht gut geschützt", sagt Andi Lanter, "Es liegt derzeit auch kein Wasser, soweit ist also alles in tadellosem Zustand". Und OK-Präsident Jürg Schneider ergänzt: "Es steht alles. Und wenn das Wetter, wie prophezeit, ab Mittwoch besser wird, sollten wir die Rennen durchführen können." Wie ungemütlich es aber im Raum Luzern ist, haben beide am eigenen Leib erfahren. "Um halb zwei in der Nacht musste ich wegen des Hochwassers in die Firma - und jetzt kann ich gar nicht mehr nach Hause. Egal, arbeiten wir halt durch, es sind ja nur etwa die Hälfte der Leute zur Arbeit gekommen", erzählte Jürg Schneider. Und Andi Lanter sagte: "Auf dem Weg ins Geschäft bin ich 2 Stunden im Stau gestanden. Mein Sohn kam zwar bis in die Schule, aber der Lehrer nicht...".
Schöner Herbst? Hoffentlich haben die Muotathaler Wetterfrösche recht! (Mo 22.8. 05) RIED-MUOTATHAL SZ – Der Herbst fängt gut
an. Mit viel Sonne, bestem Ernte- und Wanderwetter. Das prophezeien die
Muotathaler Wetterfrösche. Doch kurzfristig stehen die Zeichen noch
auf Regenwetter.
9.30 Uhr-Update Wetter/Bahn (update So 21.8.05 - 9.30 Uhr) Der TIPP für Frühaufsteher: Um 11 Uhr beginnt auf dem GC-Campus (auf Niederhasli-Boden), gleich vis-à-vis der Rennbahn der Tag der offenen Tür. Dauert bis 13 Uhr. Also ideal als Morgen-Beschäftigung vor den Rennen. NOCH sieht die Bahn gar nicht so übel aus. Bahnchef Urs Clavadetscher war um 9 Uhr überzeugt, dass die Bahn derzeit noch nicht tief ist. Ich bin die Bahn ebenfalls abgelaufen. Fazit: Kein Vergleich mit den beiden Frühlings-Renntagen. Es hat kein stehendes Wasser, die Bahn ist besser zwäg. Aber es hat um 9 Uhr wieder ein Nieselregen eingesetzt - und den hätten wir definitiv nicht gebraucht... Sonntag-Morgen update... (update So 21.8.05 - 8.10 Uhr) Gestern Abend hat es nicht mehr lange und zum Glück auch nicht mehr intensiv geregnet. Seit 20 Uhr hat es keinen Tropfen mehr gegeben (ziemlich verlässliche Angabe, da ich ohnehin kaum ein Auge zugetan habe - hoffe, dass ich beim Speakern heute nicht einschlafe. Bitte Traubenzucker mitbringen - Kaffe mag ich nicht...) Ernsthaft: Es hat insgesamt seit Freitag Abend rund 20 (!) Liter pro Quadratmeter geregnet. Da braucht man kein Prophet zu sein, wie die Bahn nach ein paar Rennen aussehen wird. Aber ich mache mich jetzt dann auf den Weg zur Bahn, um mir vor Ort durch "Ablaufen des Geläufs" ein Bild zu machen. "Resultat" dann wieder hier zu lesen! Die Strassen sind schön trocken (schade, dass wir auf Gras und nicht auf Teer laufen...), es ist bedeckt und praktisch windstill. Dielsdorf Bodenzustands- und Regenverlaufs-Bericht... (update Sa 20.8.05 - 18.15 Uhr) Es hat wieder leicht zu nieseln begonnen. Morgen um diese Zeit ist der Start zum letzten Rennen... Dielsdorf Bodenzustands- und Regenverlaufs-Bericht... (update Sa 20.8.05 - 15.30 Uhr) Mit Bangen wird manch ein Aktiver oder Wetter heute zum Himmel schauen und sich fragen, was wohl das Wetter in Dielsdorf macht. Nun, bis gestern Abend war alles bestens. Um 17 Uhr fand ein "Mini-Rennen" mit 5 (zumeist jungen) Pferden statt. Und die Reiterinnen (darunter die frisch verheiratete Flurina Haidar-Wullschleger und Claudia Wehrly) lobten den Boden als perfekt. Dann so um ca 21 Uhr kam das nasse Unheil. Es goss wie aus Kübeln, nicht lange (um Mitternacht war das Spektakel vorbei), aber sehr heftig (rund 17 Liter pro Quadratmeter). Ein Rundgang heute morgen auf der Bahn (um ca 10 Uhr), leider schon wieder im Regen, liess mich (Markus Monstein) dann aber staunen. Es war subjektiv weit weniger schlimm als noch im Frühling... So um ca 10.30 war dann Schluss mit Regen und jetzt (15.30 ist es immer noch trocken, auch wenn es dicke Wolken hat). Auf dem Internet habe ich immerhin einen Wetterbericht gefunden, der für Regensdorf morgen Sonntag KEINEN Regen voraussagt. Noch nie war das Wort "bedeckt" wohl so freudig zur Kenntnis genommen worden... Der TIPP für Frühaufsteher: Um 11 Uhr beginnt auf dem GC-Campus (auf Niederhasli-Boden), gleich vis-à-vis der Rennbahn der Tag der offenen Tür. Dauert bis 13 Uhr. Also ideal als Morgen-Beschäftigung vor den Rennen.
Doumen-/von Ballmoos-Stute Fujairah mit Sanchez im Stutenderby! (update Mi 17.8. 05) 12 Stuten sind stehen geblieben für das Stutenderby vom kommenden Sonntag, 21. August. Eine bis zwei dürften noch raus gehen. So dass 10-12 am Start sein werden. Eine interessante Gaststute kommt fix: Die von Fritz von Ballmoos (Berg am Irchel) gezüchtete Sri Pekan-Tochter Fujairah ist gemäss stallallegra.ch-Quellen fixe Starterin. Dies hat Trainer François Doumen verlauten lassen - und Fritz von Ballmoos hat es auf Anfrage bestätigt. Die Inländerin Fujairah hat bei bisher 7 Starts noch nichts falsch gemacht, war fünfmal im Geld, verdiente dabei fast 30'000 Franken und ist in Frankreich derzeit mit Valeur 36.5 eingestuft, was umgerechnet 80.5 Kilo GAG entspricht (ihr Top-GAG war 81.5). Sie lief zuletzt in einem Handicap-B-Tiercé in Compiègne Ende Juli über 1800 Meter (57'000 EUR) gegen 17 Gegnerinnen als Vierte ein sehr starkes Rennen (machte sehr gut fertig) und dürfte damit für die hiesige Elite ein echter Gradmesser sein... (Zeit über 1800 Meter: 1:49.1 - Wenn man bedenkt, dass bei uns 1600-Meter-Rennen zum Teil nur einige Sekunden schneller sind.) Fujairah lief bisher nie weiter als 2000 Meter, doch dürfte dies auf der im Verhältnis kleineren Dielsdorfer Bahn durchaus auch bis 2300 Meter reichen. Im Sattel wird Frédéric Sanchez sitzen.
Die von Alexander Pereira genannte Madame Butterfly (Trainerin Jutta Meyer) lief am Montag 15. August in München als Dritte ins Ziel (Link zum Rennen). Sie ist zwar noch nicht gestrichen worden, dürfte aber kaum nur 6 Tage später in Dielsdorf laufen. Zumal ihre Klasse (GAG 58) kaum reichen dürfte. Wir von stallallegra.ch bleiben für Sie dran!
Avenches 17.Juli: Kein Rennen nochmals "offen" (Do 7.7. 05) Wie an dieser Stelle (siehe unten) bereits darauf aufmerksam gemacht: Keines der Rennen für den 17. Juli ist nochmals "offen" für Nachnennungen! Weder Galopp noch Trab. Also auch die Rennen mit 10 oder 11 Nennungen... Rennen gehen nicht mehr automatisch "auf" - immer beim 1. Termin nennen! (Mi 29.6. 05) Einfach einmal nennen, dann schauen wer alles sonst noch genannt hat, und am Montag (falls die Mindestzahl der verlangten Nennungen nicht erreicht wurde) zurückziehen - oder umgekehrt: Bewusst nicht nennen, weil man davon ausgeht, dass das Rennen wegen zu wenig Nennungen sowieso nochmals unverändert neu ausgeschrieben wird - Dies ist ab sofort NICHT mehr möglich! Der Verband der Rennvereine hat an seiner letzten Sitzung, wie im neusten Rennkalender gemeldet wird, entschieden, dass die Rennen, welche die Mindestzahl der Nennungen nicht erreichen, NICHT automatisch neu ausgeschrieben werden. Dies bedeutet:1) Wer laufen möchte, muss beim ersten Termin nennen. Sonst ist das Pferd nicht mit dabei. 2) Wer sein Pferd zurückziehen möchte, kann dies nicht mehr am Montag (gratis!) tun, sondern nur noch zum offiziellen Streichungstermin (in der Regel am Dienstag, wobei dann die 1. Rate geschuldet ist) oder dann am Tag der Starterangabe (Nichtstart). Dies alles kommt erstmals im Hinblick auf den Renntag vom 17.Juli in Avenches zur Anwendung. Also den Montag 4. Juli nicht verpassen zum Nennen... Der Datenkalender 2006 steht - Herbst-Abtausch zu Gunsten Hindernis-Sport (Di 28.6..05) Die Rennvereine haben an ihrer VRV-Sitzung vom letzten Freitag das Datengerüst für die nächste Saison beschlossen. Allegra.ch hat die wichtigsten Punkte analysiert: - Der Aroser Reserve-Tag, dank dem dieses Jahr beide Renntage im Schanfigg durchgeführt werden konnten, wird beibehalten. - Das ganze Frühjahrsprogramm ist um einige Wochen nach hinten verschoben, dies weil Ostern diesmal "erst" Mitte April ist. So findet der GP BMW in Dielsdorf nun wieder erst Ende April (30.4.) und nicht wie dieses Jahr schon am 10.April statt. - Der Rennverein Zürich hat einem lange gehegten Wunsch entsprochen und mitgeholfen, dass im Herbst das Programm der Hindernis-Rennen idealer gestaltet werden kann. Aarau und Maienfeld folgen nun nicht mehr unmittelbar aufeinander. (24. September Dielsdorf, 1.Oktober Aarau, dann am 8.Oktober nochmal Dielsdorf, am 15. und 22. Oktober Maienfeld, das nächstes Jahr sein 50-Jahre-Jubiläum feiert). - Dielsdorf hat zudem seinen ungeliebten Renntag Mitte August (in den Sommerferien) zu gunsten eines zweiten Herbstrenntages aufgegeben. D.h. Zwei Frühlingsrenntage, dann 1 Renntag im August sowie zwei im Herbst. Total 5. HIER alle Renndaten 2006 (provisorisch) in PDF-Format (bitte anklicken)
Nur 13 Jährlinge an der Auktion 2005 - "Chance" und Inländerzucht quo vadis? (Fr 25.6.05) Jetzt schlägts aber 13! Nur noch so viele Inländer-Vollblut-Jährlinge werden am 17. September in Avenches im Auktions-Ring erwartet. Schon seit Jahren ist der Trend stark rückläufig, aufhalten lässt er sich aber nicht - zumal niemand (so scheint es zumindest) sich so richtig dagegenstemmt. HIER: Die 13 Jährlinge (nicht weniger als 8 von Arazi!) - bitte anklicken...! Nachdem schon letztes Jahr die Alarmglocken schrillste Töne von sich gaben, als nur gerade 18 durch den Ring gingen, sind es jetzt also nochmal 5 weniger, ein Rückgang von beinahe 28 %! Die grosse Frage, die sich stellt: Mit wievielen Startern will man in Avenches dereinst die "Chance 2006" durchführen? Die Entwicklung der letzten Jahre spricht Bände: 2001 (Vingador-Sieg in Avenches) 13 Starter, 2002 (Aciento, Dielsdorf) 7 (!), 2003 (La Victoria, Dielsdorf) 12, 2004 (Happy-Boy, Dielsdorf) 8 Pferde. Schon für die "Chance 2005" zeichnet sich wohl ein kleines Feld ab. Wenn von den 18 Pferden, die vor einem Jahr durch den Ring gegangen sind, nur schon die Hälfte nicht so frühreif wäre, dass ein Chance-Start Sinn macht... Wenn sich die Verantwortlichen nicht schleunigst was einfallen lassen, verliert die Schweizer Vollblut-Zucht in sehr naher Zukunft ihre letzte Basis - und der Rennsport damit eine wichtige Legitimation im Hinblick auf die bald einmal doch noch einzuführende PMU-Wette in der deutschen Schweiz.
Fliegender SF-DRS-Reporter berichtet aus Frauenfeld (Fr 17.6.05) Grosser Auftritt für den Schweizer Rennsport
am Sonntag in der Sendung Sportpanorama (Sonntag ab 18.10 Uhr,
Wiederholung um 0.00 Uhr) auf SF-DRS. Der "fliegende Reporter"
Michael Sokoll wird im Rahmen des Derby-Renntages eine seiner spannenden
Hintergrund-Reportagen drehen. Also unbedingt den Video/DVD-Rekorder programmieren,
um ja nicht einen der raren TV-Auftritte unseres geliebten Sports zu verpassen... Der "alte Kämpe" Wildfang lebt nicht mehr (Do 16.6.05) Er war einer der eindrücklichsten und treusten Inländer-Galopper der letzten Jahre: Stall Wehntals Schimmel Wildfang hat in Aarau zum letzten Mal eine Rennbahn betreten. Im Rennen zog er sich eine Fraktur zu. Die deshalb nötig gewordene Ruhepause quittierte das Verdauungssystem von "Wildi" leider mit einer Kolik, die seinen Tod nach sich zog. Wir wünschen den Besitzern Stall Wehntal und Trainer Karl Klein viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.
An alle Haustierhalter: ACHTUNG vor Swiffer-Putztüchern!! (Di 7.6.05) Ursula Herren hat uns den folgenden erschütternden Artikel geschickt, den wir zur Warnung hier gerne publizieren. "Wie wir erfahren haben, musste ein 5jährg.
Schäferhund wegen eines schmerzhaften Leberleidens eingeschläfert
werden. Die Besitzerin hat eine Autopsie veranlasst, da sie keinerlei
Erklärung für dieses Leiden hatte. Der Hund lebte immer im Haus,
wurde nur unter Aufsicht ins Freie geführt und auch dort offensichtlich
ständig beaufsichtigt. Die Autopsie ergab, dass die Leber in einem
fürchterlichen Zustand war, der auf Gifteinnahme zurückzuführen
war. Es wurden alle Haushaltsprodukte überprüft auf Giftanteile.
Bei genauerer Inspektion der Verpackungen von "feuchten Tüchern
Swiffer" stieß man auf das Kleinge-druckte. Hier Braucht es "eiserne Einfänge" bei den Avenches-Hürden? (So 8.5.05) Den wenigen Zuschauern beim zweiten Rennen stockte der Atem - Tigre brach am zweitletzten Hindernis aus und Romain Giller prallte Kopfvoran in den linken Einfang. Glücklicherweise zog er sich keine gravierenden Verletzungen zu (gemäss Info von Denis Roux am Renntag 13.15 Uhr). Was Beobachter dann aber fast noch mehr schockierte, waren die Eisen-Stangen, die im Einfang-Gerüst zum Vorschein kamen. Klar, Avenches ist das einzige Schweizer Hippodrom mit "schwenkbaren" Hürden. Gefährlich scheint uns das trotzdem. Der eigentliche Zweck von einfängen ist ja nur, den Pferden die Richtung zu weisen - sollte ein Pferd durchbrechen, müssten die Einfänge möglichst leicht "brechen", um Mensch und Pferd nicht unnötigen Gefahren auszusetzen. Wir lassen das Fotovon Ueli Wild mal einfach ohne weiteren Kommentar hier stehen.
Wie gut geht es dem Schweizer Rennsport? (Mo 25.4.05) Um DIESEN Artikel geht es (im Tagi vom 23. April - PDF-Format, bitte anklicken) (Autor Markus Monstein) In einem Tages-Anzeiger-Artikel habe ich am letzten Samstag (23.April) auf einen der Hauptgründe (jedenfalls in meinen Augen) für die Stagnation (teilweise gar Abwärtstrend...) im Schweizer Pferderennsport aufmerksam gemacht. X-mal haben wir Journalisten gefragt, weshalb denn nicht alle wichtigen Kräfte zusammen für einen gemeinsamen Öffentlichkeits-Auftritt sorgen können. Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass es ohne gebündelte Werbung nicht geht - man kann nicht nach mehr Medienpräsenz schreien und glauben, diese sei ohne Aufwand zu bekommen. So haben wir von stallallegra.ch auch eine Initiative gestartet, mit dem Ziel diversen Medien klar zu machen, dass die Berichterstattung über Pferderennen einem Bedürfnis entspricht. Die Rückmeldungen von Lesern, die Mails an die Redaktionen geschickt haben, sind ziemlich bescheiden ausgefallen. Vielleicht ist es ja schon zu viel "verlangt", ein simples Mail zu schreiben. Aber zurück zum oben erwähnten Artikel. Wie mir am Sonntag in Dielsdorf richtig bewusst geworden ist, ist dieser einigen Verbandsvertretern (Namen nenne ich bewusst keine) ziemlich sauer aufgestossen. Gut, dass sie kaum begeistert sind, wenn ihnen jemand sich erlaubt, Ihnen den Spiegel vorzuhalten, war mir klar. Aber dass die Reaktionen ("Sie machen den Schweizer Rennsport kaputt"! etc.) so extrem, zum Teil effektiv unter der Gürtellinie ausfallen würden, na ja. Zumal ich von Aktiven am Samstag in Avenches nur positive Feedbacks erhalten hatte. Mir vorzuwerfen, ich mache den Rennsport kaputt. Nun, etwas unsinnigeres hab ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört. Pro Jahr schreibe ich für diverse ("externe", also nicht für den swissturf) Zeitungen (SonntagsZeitung, Tages-Anzeiger, Südostschweiz, Basler Zeitung, Thurgauer Zeitung, Landbote) schätzungsweise 80-100 Artikel (!). Davon sind vielleicht 1-2 kritisch gefärbt. Alle anderen sind plusminus reine Werbeartikel für den Rennsport, der mir enorm am Herzen liegt. (darin nicht eingeschlossen die Arbeit für stallallegra.ch und so weiter). Es ist als Journalist meine Pflicht, auf Probleme hinzuweisen, Dinge zu hinterfragen. Dass dies nicht immer angenehm ist für involvierte Personen, steht ausser Frage. Und so werde ich weiter für unseren Sport kämpfen. Auf die Gefahr hin, dass nicht alle immer mit mir gleicher Meinung sind. Sehr gerne nehme ich Feedbacks (positive wie negative - solange sie aufbauende Kritik enthalten - entgegen. GARANTIERT werde ich hier nichts publizieren, ausser es werde vom Verfasser ausdrücklich gewünscht.) Reaktionen und Meinungen bitte per Mail an mich: manager@stallallegra.ch
DAS ist Royal Island aus England (Mi 20.4.05) Am Mittwoch ist der Gast aus England losgefahren, mit zwei Betreuern wird er 3 Tage unterwegs sein, um dann am Sonntag gegen die Schweizer Elite anzutreten.
Dreijährigen-Gipfeltreffen am Sonntag in Dielsdorf mit englischem Gast (Di 19.4.05) Am kommenden Sonntag 24. April steht auf der Dielsdorfer Parkrennbahn das erste klassische Rennen der Saison auf dem Programm. Im Grand Prix LGT Swiss 2000 Guineas treffen die besten dreijährigen aus hiesigen Quartieren auf Royal Island, einen interessanten Gast aus England. Wie Besitzer Markus Gräff am Montag erklärte, ist der Dielsdorf-Trip für den Trans Island-Sohn fix eingeplant. Der Schützling von Mark Johnston belegte am letzten Freitag bei seinem Saisondebüt in einem Handicap in Newbury (10'268 GBP für den Sieger!) mit Höchstgewicht den 7. Platz in einem 13er-Feld. Für diese Leistung erhielt der erstmals über die Meile angetretene 15:1-Aussenseiter eine Handicap-Einstufung, die umgerechnet einem GAG von 87 Kilo entspricht. Zuvor lief er letztes Jahr auf Listed-Ebene plaziert, gewann zwei mittlere Rennen, hatte auf Gruppe-II- (York, 1200m) und Gruppe-III-Ebene (Goodwood 1000 Meter, 8.25 Längen hinter dem Sieger) dann keine Chance. Seine Top-Einschätzung war umgerechnet starke 90.5 Kilo... Sehr gespannt sind wir aber auch auf das Aufeinandertreffen des Shooting Stars Jeff le Roi (diesmal mit Brigitte Renk!) und dem letztjährigen Zweijährigen-Dominator Sabelio sowie dem Avenches-Sieger Kerjouanno. Und wer weiss, vielleicht hat es ja noch versteckte Cracks im Feld. Zum Beispiel Rainstar, Oarioz oder White Tiger. Bahnchef misst anders als Rennleitung... update (Sonntag 10.4.05 - 11.45 Uhr) Der Boden ist eben doch richtig tief. Die Rennleitung misst nämlich offenbar genauer: Bodenwert durchschnittlich 5.8 (mit Stellen bis zu 8.0)... Bahnzustands-Bericht Dielsdorf: update (Sonntag 10.4.05 - 8.40 Uhr) Wunderschön sieht sie aus, die Parkrennbahn Dielsdorf - die Gräser wie verzaubert mit einem Reif-Schleier nach einer kalten Nacht. Die Bahnbegehung um 8 Uhr zeigte rasch, dass es wohl nicht ganz so schlimm wie befürchtet, aber halt doch weich bis tief werden wird. Die Penetrometer-Messungen von RVZ-Geschäftsführer Urs Clavadetscher ergaben folgende Werte: 4.0 (mehrmals gemessen) bis 5.5 (im Neeracher Bogen grosse Bahn, sowie zu Beginn des Einlaufs). Im Schnitt wohl um 5 herum. Wer die untenstehenden Bilder sieht, wird damit mehr als zufrieden sein... Sonntags-Fotos
Bahnzustands-Bericht Dielsdorf: Es wird tief... (Samstag 9.4.05 - 19.00 Uhr) Es wird tief - soviel steht mal schon fest. In Dielsdorf regnete es seit Donnerstag mit wenigen Unterbrüchen in Strömen. Ich (Markus Monstein) bin am Samstag um die Mittagszeit die ganze Bahn abgelaufen. Es ist nass (logisch) und an gewissen Stellen (insbesondere in der Gegenseite) liegt etwas Wasser. Viiel Wasser hat es im Innenraum - zum Glück gibt es an diesem ersten Renntag kein Jagdrennen. Seit Samstag Nachmittag ca 16 Uhr regnet es nicht mehr. Die Strassen sind jetzt (19.15 Uhr) bereits wieder trocken. Das Gerücht, es werde ohne Startboxen gestartet, entbehrt jeder Grundlage. Ein solcher Entscheid würde ohnehin die Rennleitung fällen. Einzige Problem-Starts bei tiefer Bahn sind gemäss Startboxen-Chef René Stadelmann der 1600er- und der 2500er-Start.
Sportradio.ch mit TV-Première: Live-Fernsehübertragung aus Dielsdorf Zürich – sportradio.ch
bringt den Schweizer Pferderennsport in ein neues Zeitalter: Zum ersten Mal werden in der Schweiz damit nationale Pferderennen gratis
live mit Fernsehbildern zu sehen sein. Nach den gelungenen Radioübertragungen
aus Dielsdorf im letzten Jahr geht sportradio.ch mit der TV-Berichterstattung
in diesem Jahr einen Schritt weiter.
Mehr Medien-Präsenz: Alle können mithelfen! (Start Kampagne 3.4.2005) Der Ruf nach mehr Medienpräsenz wird immer lauter im Schweizer Rennsport. Ausser einem kleinen Grüppchen von Unentwegten (z.B. Journalisten...) tut aber niemand wirklich etwas dafür.
(Fotos: Christian Mettler, Ueli Wild und Nicole Affentranger) Wir vom Stall Allegra haben uns unsere Gedanken dazu gemacht und fordern alle, die diese Zeilen lesen, dazu auf, mitzumachen, mitzuhelfen! Denn jede und jeder kann etwas bewirken. Zusammen sind wir sogar enorm stark. Aber es braucht jede verfügbare Kraft! Also, das Ganze funktioniert wie folgt: 1. Es braucht keinen grossen Aufwand. Mails (oder auch Briefe) zu schreiben reicht! 2. Mails an diejenigen Medien, in denen Berichte über den Pferderennsport erscheinen (da ist wichtig: NICHT schreiben, dass man selbst aus dem Rennsport kommt! Aus Sicht der Redaktionen sind ja nicht die Insider interessante Gradmesser - denen gefällt es ja ohnehin - sondern die breite Masse. Was dort ankommt, ist publikumsfähig...) 3. Mails an jene Medien, in welchen wir gerne mehr Präsenz für unseren Sport hätten (hier am besten auf ein bekanntes Medium hinweisen, das etwas über Pferderennen gebracht hat - z.B. "Im Schweizer Fernsehen ist ein Portrait der Rennreiter-Lehrtochter Astrid Wullschleger erschienen. Das hat mich faszininert. Wäre das nicht auch mal etwas für den Blick..." usw. Am besten gleich Vorschläge machen: Z.B. "am nächsten Sonntag findet in Dielsdorf der Super GP BMW statt, mit den besten Schweizer Galoppern..."). 4. Je mehr Post die besagten Stellen erhalten, desto mehr Publikumsinteresse (Leser, Zuschauer, Hörer...) vermuten sie. 5.Wir veröffentlichen hier laufend Mail-Adressen von Zeitungen/TV/Radios, die für den Pferderennsport wichtig sind. 6.Wer dem Rennsport helfen will, zu mehr Medienpräsenz zu kommen, schreibt ein kurzes Mail an diese Adressen. 7.Bitte eine Vollzugsmeldung nach abgeschicktem Mail an uns schicken (an manager@stallallegra.ch), damit wir einen Überblick haben, wieviele Leute an der Aktion mitmachen. Über den Stand der Dinge werden wir hier dann laufend berichten. Beginnen wir doch gleich mit diesen aktuellen Beispielen: Schweizer Fernsehen: EuroSport:
TagesAnzeiger: Oltner Tagblatt: Zürcher Oberländer:
Zürcher Unterländer:
Mehr Medien folgen... Wer Vorschläge hat, soll diese bitte umgehend melden! (wie immer an manager@stallallegra.ch) Also, wie oben besprochen: Kurzes Mail schreiben ("habe Beitrag spannend/interessant/etc. gefunden" - "würde mich freuen über mehr Geschichten/Hintergrund/Informationen über Rennsport" - bei Zeitungen: "Habe festgestellt, dass die Rennresultate oft gar nicht mehr erscheinen... schade" und so weiter." Und bitte das Vollzugs-Mail an uns nicht vergessen! Wir brauchen wirklich JEDE und JEDEN. Ihr dürft gerne auch Familie, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen miteinbeziehen!
Kommentar zur Suisse Trot GV (11.3.2005) Die Suisse Trot GV vom 26. Februar hat viele Fragen aufgeworfen. Fragen, die nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden dürfen. Wenn eine Nathalie Homberger nach 40 Minuten den Saal verlässt, weil der Präsident seinen Jahresbericht (den er als eine äusserst interessante Standortbestimmung für den hiesigen Trabrennsport angepriesen hat - der aber nicht mehr als eine eher peinliche Lobhudelei, eine Selbstbeweihräucherung der Arbeit des Suisse Trot-Vorstandes ist) nur auf deutsch runterleiert und es nicht für nötig hält, wenigstens eine Folie auf Französisch aufzulegen... Wenn Mitgliedern selbst einfachste Mitspracherechte mit wenig einleuchtenden Argumenten verwehrt werden... Wenn die Suisse Trot-Sekretärin Silvia Lusti von Präsident Fredy Moder mit den Worten "Sie verlässt uns. Aber nicht freiwillig, wir haben sie rausgeschmissen" und "Blumen hab ich keine, weil sie die ja sowieso nur irgendwo liegen lassen würde. Wir werden im kleineren Kreis noch zusammen anstossen" (witzig und kaum bös gemeint; aber trotzdem unverzeihlich) verabschiedet wird... Ja, dann sind einige Gedanken angebracht. Der folgende Kommentar ist (neben einem weiteren Kommentar von Grégoire Gonin sowie einem Leserbrief) auch im swissturf vom 11.März zu lesen: Kaum Rechte, fast nur Pflichten Die Generalversammlung ist oberstes Organ von Suisse
Trot – so jedenfalls steht es in Artikel 13 der Statuten. Wer Ende
Februar an der 62. ordentlichen GV in Avenches dabei war, konnte sich
gut ein Bild von den tatsächlichen Machtverhältnissen machen. Das Wort „Erpressung“ wies man, bevor es einer der „Gegner“ überhaupt in den Mund genommen hatte, weit von sich – faktisch aber lief es genau darauf hinaus: Entweder, liebe Mitglieder, ihr lehnt den Antrag auf mehr Mitbestimmung ab, oder aber wir legen unsere Arbeit nieder. Punkt. Dies die Haltung des Vorstandes, der sich nicht einzeln wählen lassen will, sondern mittels einer Listen-Wahl. Und es „half“. 17 Enthaltungen bei 22 Ja- und 36 Nein-Stimmen deuten darauf hin, dass viele verunsichert waren. Kein Wunder, fiel doch zuvor unter vielen anderen das unsinnige Argument, nur ein Vorstand, in dem alle am gleichen Strick (und in die gleiche Richtung) ziehen, könne überhaupt arbeiten. Diese Ansicht würde sämtliche demokratische Grund-Ideen, auf denen die Schweiz aufgebaut ist, ad absurdum führen. Oder ist etwa unser Bundesrat, der ja weiss Gott nicht aus einem stets einigen Team besteht, regierungs-unfähig? Kann nicht gerade ein Dialog, bei dem nicht alle gleicher Meinung sind, wesentlich konstruktiver und fruchtbarer sein? Dass der Vorstand seinen Mitgliedern nicht mehr Mitspracherecht zugesteht, zeigt vor allem eines: Es ist wenig Vertrauen zwischen Vorstand und Mitgliedern sowie umgekehrt. Schlimmer noch, es herrscht Misstrauen. Das muss zu denken geben. Bevor es zu spät ist. Bleibt zu hoffen, dass sich der Vorstand in der Zwischenzeit – wenn schon nicht an den oben zitierten Artikel 13 – an den Zweckartikel der Statuten hält. Dort steht als zweiter Satz: „Suisse Trot vertritt die Interessen seiner Mitglieder.“ Markus Monstein Der Autor ist sehr interessiert an Feedbacks (aus dem Lager der Aktiv-Mitglieder, der Zuschauer...) - Zuschriften werden streng vertraulich behandelt (sofern nicht ausdrücklich gewünscht wird, dass die betreffende Meinung an dieser Stelle publiziert wird). Meinungen bitte an: manager@stallallegra.ch
Winter zwingt Avenches zur Absage - wie weiter? (28.2.2005) Am nächsten Sonntag hätte der imaginäre Startschuss zur "Grünen Saison" fallen sollen - doch am 6. März werden in Avenches definitiv keine Rennen stattfinden. Die Verantwortlichen fällten diesen Entscheid am Montag, nachdem die Wetteraussichten jegliche Hoffnung zunichte gemacht hatten. Um 14 Uhr kam per Mail die kurze Nachricht: "Die Trab- und Galopprennen vom Sonntag, 06.03.2005 in Avenches wurden aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse abgesagt. Weitere Informationen zum neuen Programm des Monats März 2005 in Avenches folgen." Ähnlich sieht es in Frankreich (wo am Sonntag Angers abgesagt werden musste und auch Auteuil mit grössten Schwierigkeiten kämpft) sowie in Deutschland (wo Köln den Renntag vom kommenden Sonntag frühzeitig abgesagt hat und die Neusser Sandbahnrennen deshalb vom Samstag auf Sonntag geschoben wurden) aus. Was geschieht jetzt mit den abgesagten Rennen? Zunächst machte die Idee die Runde, eine Woche später (also am 12./13.März) einen Doppelrenntag durchzuführen, sämtliche Rennen vom 6.März also einfach um 6 Tage zu verschieben. Die neuste Variante sieht jetzt aber so aus, dass die abgesagten Rennen auf die nächsten Avenches-Renntage verteilt werden. Wir bleiben selbstverständlich am Ball.
Im Westen nichts neues - Suisse Trot macht weiter wie bisher (28.2.2005) Die Kluft zwischen dem Vorstand Suisse Trot und seinen Mitgliedern war deutlich spürbar am Samstag bei der Generalversammlung in Avenches. Kurz-Zusammenfassung: Es bleibt alles, wie es ist. Ausführlicherer Bericht folgt... Alles klar in Avenches - brisante Suisse Trot GV(25.2.2005) Die 5 Trabrennen am Samstag können plangemäss stattfinden. "Die Bahn ist in praktikablem Zustand", erklärte Denis Roux auf Anfrage. Wohl noch interessanter als die Rennen (ohne Wetten) dürfte die anschliessene Generalversammlung von Suisse Trot werden. Unter anderem sind folgende Anträge gestellt worden: 1) Die Vorstandsmitglieder sollen künftig (wie in den allermeisten anderen Vorständen auch...) einzeln gewählt werden, und nicht als "Gesamt-Paket". 2) Dem Vorstand soll die Kompetenz bezüglich Reglements- und Weisungsfragen zugunsten der Generalversammlung entzogen werden. 3) Die Altersbeschränkung für Trabrennfahrer soll angepasst werden: Fahrer ab 70 soll es unter bestimmten Umständen weiterhin möglich sein, Rennen zu bestreiten. 4) Pferde, die alleine qualifiziert werden müssen, sollen ein Begleit- oder Führpferd "mitbringen" können. 5) Inländer-Traber sollen neu bis ans Ende ihrer Karriere einen sogenannten "Bon" erhalten, der sie gegenüber Nicht-Inländern in offenen Rennen bei der Startplatz-Vergabe bevorzugt. 6) In den jährlichen Ausschreibungen für Trabrennen soll der Anteil der Rennen für Trabrennpferde der Schweizer Rasse (CH) ab dem Jahr 2005 auf den Anteil der im Vorjahr gestarteten CH-Trabrennpferde ausgerichtet werden. Insbesondere die ersten drei Anträge werden dem Vorstand Suisse Trot nicht gefallen. Doch stellt sich die Frage, wieviele Mitglieder sich trauen, "ihrem" Vorstand die Stirne zu bieten. Zumal der Vorstand in der Vergangenheit bei solchen "Gelegenheiten" auch schon damit gedroht hatte, geschlossen zurückzutreten.
Keine Rennen in Avenches? (22.2.2005) Es ist durchaus möglich, dass am Samstag keine Rennen stattfinden in Avenches. IENA hat folgendes Communiqué herausgegeben: "IENA wird alles daran setzen, dass die Rennen am 26.02.2005 trotz den schlechten Witterungsverhältnissen durchgeführt werden können. Der Entscheid betreffend die Durchführung der Rennen wird am Freitag, 25.02.2005, 12.00 Uhr gefällt. Sollten die Rennen am 26.02.2005 nicht durchgeführt werden können, werden sie möglicherweise auf Samstag, 05.03.2005 verschoben. Für alle Rennen müsste nochmals genannt und vorgestartet werden." Wir halten unsere Leser selbstverständlich auf dem Laufenden!
Wetter aufgepasst: Sieg-Wett-Tickets nur 5 Minuten lang retournierbar... (18.2.2005) Wer am zweiten St.Moritzer Sonntag sein Wett-Ticket mit Akebono drauf zurückgeben wollte, bevor Harald Kronseder zum zweiten Mal mit dem Vorsonntagssieger antrat, hat höchstwahrscheinlich kein Geld zurückbekommen. Denn seit geraumer Zeit (Sommer 04) können Tickets nur noch innerhalb einer bestimmten Zeit nach der Ausgabe zurückgegeben werden. Bei Siegwetten ist dies genau 5 Minuten der Fall. Wer später kommt, bleibt auf seinem Ticket sitzen. Für alle anderen Wetten hat man immerhin 15 Minuten Bedenkzeit. Dies ist eine neue Regelung aus Frankreich, mit der man dort verhindern will, dass jemand mit einem grossen Einsatz eine Favoriten-Quote runterdrückt (so dass sie für andere unattraktiv wird) und dann kurz vor dem Rennen den Grossteil der Wette wieder zurückzieht (worauf die Quote in die Höhe schnellt - für andere aber zu kurzfristig um nachzuwetten). Schade nur, dass es niemand für nötig befunden hat, die Schweizer Wetter darauf aufmerksam zu machen...! Wichtig: Die Rennleitung
ist nach dieser Regelung noch mehr gefordert. Sie muss
zum Schutz der Wetter unbedingt Pferde ausschliessen,
die nach ähnlichen Vorfällen (wie Akebono...) nicht mehr mit
intakten Chancen antreten können. Oder sie muss die Pferde - wie
in Deutschland oft praktiziert - ohne Wetten laufen lassen. Dann kann
der Besitzer sein Pferd trotzdem laufen sehen, aber das Portemonnaie und
die Nerven der Wetter werden nicht über Gebühr strapaziert. Mehr dazu im aktuellen swissturf. Zudem GP-Schweiz-Sieger Trample All nicht mehr bei Gaby Wenisch...
Ich habe an dieser Stelle ausführlich über den von Cash-TV im Rahmen des White Turf ausgestrahlten Fernseh-Beitrag berichtet. Am Schluss dieses Artikels habe ich das folgende Zitat von Andi Wyss veröffentlicht: "Lieber nichts also so einen Mist". Diese Aussage hat Andi Wyss nur auf die Art und Weise, wie der Beitrag realisiert wurde (Pelzmäntel, Champagner und Geld in Strömen, etc….), bezogen. Nicht aber – und das ist ihm wichtig – auf im Film vorkommende Personen oder deren Äusserungen. Bei Paul Zöllig ist offenbar der Eindruck entstanden, wir hätten etwas gegen ihn. Dies ist aber absolut nicht der Fall. Es steht ja auch ausdrücklich in der Einleitung: „Ohne Paul Zöllig zu nahe treten zu wollen…“ Es ist mir vollkommen bewusst, dass es schwierig ist, sich gegenüber Medien (speziell dem Fernsehen) zu behaupten. Genau das wollte ich ja damit zum Ausdruck bringen: Nämlich, dass es eine zentrale Stelle braucht, welche solche Auftritte koordiniert und die jeweiligen „Hauptdarsteller“ anleitet, ihnen Tipps gibt – damit eben genau so etwas möglichst nicht wieder passiert. Falls ich Herrn Zöllig (der sich betreffend der ganzen Angelegenheit nicht etwa bei mir gemeldet sondern sich bei dritter Stelle „beschwert“ hatte) damit zu nahe getreten bin, möchte ich mich hiermit dafür entschuldigen. Markus Monstein
Der totale Verriss: Cash-TV mit viel Negativ-Werbung für Rennsport (14.2.2005) update und Mails siehe weiter unten! Dieser Schuss ging für den gesamten Rennsport ganz tüchtig nach hinten los. Die löbliche Inititiative eines Stallmanagers (nicht der Schreibende...) hatte das Redaktions-Team von Cash-TV auf die Idee gebracht, einen Beitrag über die Rennen in St.Moritz zu drehen. So weit so gut. Die Auswahl der Besitzer (bzw deren Pferde), die für in der Reportage auftreten sollten, war dann leider etwas weniger glücklich. Ohne Paul Zöllig zu nahe treten zu wollen, er ist schlichtweg nicht der ideale Werbeträger für unseren Sport. So sprach er am Abend vor dem Rennen davon, dass nur schon ein Würfelzucker reichen würde, damit ein Pferd positiv auf Doping getestet würde (was falsch ist!). Dies sagte Zöllig unmittelbar vor den abgeriegelten Boxen, worauf er nachreichte, das Schloss sei schon gut so, weil er ohnehin Angst habe vor Manipulationen. Doping und Manipulationen - Bingo, genau solche Worte braucht der Sport. (Cash-TV verkündete dann noch, ein Dopingfall koste 10'000 Franken. Was so auch nicht stimmt). Ein weiteres Highlight dann die Rennen selbst. Glavalcour lief nun mal nicht so toll auf Schnee, das war keine grosse Überraschung. Doch auch Safin, der nach einer Pause gleich dritter wurde, konnte den Thurgauer Grossbesitzer nicht aufmuntern. Kein Lächeln auf der Tribüne. Dann kam noch Emil Juchli zu Wort. Er kam immerhin sympathisch rüber. Doch dass sein Empireneyev im Skikjöring wohl kaum der ehrlichste sein würde, hatte wohl die ganze Turf-Welt im voraus erahnen können. So war absehbar, dass wieder kein Jubel-Geschrei ausbrechen würde auf der Besitzertribüne. Tatsächlich, Empireneyev hatte früh genung, kam mit Fredi Wolf beinahe im Trab ins Ziel - als Letzter. So konnte die Cash-TV-Crew, die schon am Opening Cocktail gefilmt hatte ("der Champagner fliesst in Strömen") und den WTRA-Präsidenten Ruedi Fopp zu Wort kommen liess ("die Besitzer dürfen am Renntag natürlich nicht in diese VIP-Zelte rein, die sind für die Gäste der Sponsoren reserviert"), das Schlussfazit ziehen: Rennpferdebesitzer zu sein ist ein (zu) teures Hobby - so nach dem Motto "macht das jaaaa nicht". Kein Versuch, die Faszination unseres Sportes zu ergründen. Dafür wurde tüchtig in der Klischée-Kiste gewühlt. Im Abschnitt über Wetten wurden praktisch ausnahmslos Pelzmantel-Trägerinnen und -Träger (!) gezeigt. Die natürlich alle ausgerechnet NICHT gewonnen hatten. Dabei gibt es ja auch Leute die beim Wetten gewinnen - auch damit hätte man die Faszination der Rennen den Cash-TV-Zuschauern (die sich ja explizit für Wirtschaft und Börse interessieren) näher bringen können. Schade, einfach schade. Da haben sich ein paar Exponenten des Rennsports mal wieder selbst ein Bein gestellt - ohne zu wissen, wie ihnen geschieht. Und es zeigt sich einmal mehr, dass der Rennsport dringend eine zentrale Anlaufstelle braucht, wenn es um Marketing und Medien-Auftritte geht. Denn die wenigen Auftritte, die wir "generieren" können, müssen unbedingt professionell und zum Wohle unseres Sportes sein. Zum Schluss noch ein Zitat von Andi Wyss (der sich masslos über den Beitrag geärgert hatte): "Lieber nichts also so einen Mist" Dem ist nichts hinzuzufügen. Nachtrag: Die vielen Mails von Leuten, die gleich empfinden, freuen uns einerseits - sie zeigen aber auch, dass man gemeinsam dagegen vorgehen muss. Also (wie von Dominik Fantoni vorgeschlagen), haut in die Tasten und schickt gleich ein Mail mit Eurer Meinung an Cash-TV. Mail-Adresse cashtv@ringier.ch und eine Kopie an uns, manager@stallallegra.ch (damit wir die Mails hier dann gleich veröffentlichen können - falls gewünscht). update: Nach einem Dreiviertelstündigen Telefonat mit der verantwortlichen Redaktorin von Cash-TV sind mir (Markus Monstein) jetzt ein paar Dinge klarer. So waren gewisse Klischees (wie z.B. Pelzmäntel und Champagner) bewusst gewählt wurden, weil diese beim Normal-Zuschauer schlichtweg so verankert seien. Einige positive Dinge, die ebenfalls im Film vorkamen, wurden offenbar von der Redaktion noch gestrichen. Und es wurde gesagt, dass so ein Beitrag halt keine Werbe-Sendung sei. Man habe die Dinge so zeigen wollen, wie sie an jenem Wochenende waren. Ein paar Auszüge aus Mails zum Thema Cash-TV
Dieser Schuss ging für den gesamten Rennsport ganz tüchtig nach hinten los. Die löbliche Inititiative eines Stallmanagers (nicht der Schreibende...) hatte das Redaktions-Team von Cash-TV auf die Idee gebracht, einen Beitrag über die Rennen in St.Moritz zu drehen. S
Pressetext vom VRV abgeschafft... (12.1.2005) An dieser Stelle haben wir unseren Lesern stets den so genannten "Pressetext" mit Wett-Tipps präsentiert. Der Verband der Rennvereine hat einen solchen jeweils erstellen lassen (meistens hat Journalistin Silvia Lusti diese Aufgabe übernommen) und "zum honorarfreien Abdruck" verschickt, auch via Sport-Information. An der Dezember-Sitzung wurde dieser Pressetext still und heimlich abgeschafft. Sicher, man konnte und musste darüber diskutieren, ob dieser Text in der altbekannten Form noch Sinn macht(e) - aber eines ist klar: Wenn man solche Gratis-Dienstleistungen für Zeitungen abschafft, kann man nicht ständig nach mehr Medienpräsenz schreien. Ins gleiche Kapitel gehört die letztes Jahr schon vorgenommene Klassifizierung der Renntage in Avenches. An den "besseren" gibt es nach wie vor ein Sport-Information-Berichterstattung (mit den Resultaten, die in manchen Zeitungen auszugsweise abgedruckt werden), die "B-Tage" hingegen werden nicht mehr abgedeckt - weil Avenches nicht bereit ist, die Gebühren dafür zu bezahlen. Bleibt zu hoffen, dass das so eingesparte Geld künftig für andere Projekte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und für Werbemassnahmen eingesetzt wird. Es ist allerdings zu befürchten... - lassen wir das!
Renn-Daten 2005 angepasst (18.12.2004) An der VRV-Sitzung von letzter Woche gab es bezüglich Daten-Kalender für die Saison 2005 eine Anpassung: Der erste Avenches-Renntag findet nicht am Sonntag 27. Februar statt (Ausweichdatum St.Moritz) sondern am Samstag 26. Februar. An diesem Samstag findet in Avenches zudem die Generalversammlung Suisse Trot statt (eine Teilnahme dort ist sehr wichtig, da voraussichtlich über die Petition 70+ abgestimmt werden wird (Antrag von Schaggi Butz). Weitere Daten-Anpassungen sind durchaus möglich. So haben die Basler Organisatoren herausgefunden, dass im VRV-Reglement steht, dass bei Daten-Fragen (und -Zwistigkeiten) eine Zweidrittels-Mehrheit im VRV nötig ist, damit ein Entscheid gegen den Willen einzelner Rennvereine gefällt werden kann. Im Falle des strittigen 1.Mai-Renntages (Basler Traditionstag, Avenches möchte trotzdem Rennen an genau diesem Tag veranstalten) war dies seinerzeit nicht der Fall. Es ist in dieser Angelegenheit also kaum schon das letzte Wort gesprochen... affaire à suivre.
Petition 70+ gestartet (12.11.2004) Unter der Federführung von Schaggi Butz ist eine Petition gestartet worden, die es über 70-jährigen Trabfahrern weiterhin ermöglichen soll, ihren Sport auszuüben. Die Petition liegt am letzten Renntag der Saison am 13.November in Avenches zur Unterschrift bereit. Hier der Petitions-Text (deutsch und französisch...) Wie der entsprechenden Mitteilung im Schweizerischen Renn- und Zuchtkalender Nr. 09 vom 3. März 2004 zu entnehmen war, hat der Vorstand Suisse Trot anlässlich seiner Sit-zung vom 28. Februar 2004 beschlossen, § 26 des Trabrenn-Reglementes dahingehend zu ändern bzw. zu ergänzen, dass Antragstellern, die ihr 70. Altersjahr vollendet haben, die Amateur- oder Berufsfahrerlizenz nicht mehr erneuert werden kann. Von dieser Regelung wäre ab 2005 die Traberlegende Yvan Pittet betroffen, welcher sich nicht nur im und um den schweizerischen Trabrennsport mehr als verdient gemacht son-dern auch dessen Bekanntheitsgrad im In- und Ausland erhöht hat. Die nachfolgend unterzeichneten Mitglieder von Suisse Trot oder allgemeinen Freunde und Interessenten des schweizerischen Trabrennsports beantragen hiermit dem Vorstand Suisse Trot, diese Bestimmung in Anlehnung an Deutschland wie folgt abzuändern: § 26 Ziff.3.: "Antragsstellern, die ihr 70. Altersjahr vollendet haben, wird die Amateur- oder Berufsfahrerlizenz nur erneuert, wenn sie (kumulativ) a) im unmittelbaren Vorjahr, Auslandstarts inbegriffen, mindestens 15
Rennen absolviert haben,
Légende du trot, Yvan Pittet, qui a bien mérité de son sport et dont la notoriété en Suisse comme à l'étranger est grande, se trouve concerné dès 2005 par cette réglementation. Les signataires suivants, membres de Suisse Trot, amis ou intéressés par le trot en Suisse d'une manière générale, demandent au comité Suisse Trot de modifier la directive en pre-nant appui sur l'exemple allemand: § 26 chiff. 3 "Les candidats à la licence de driver amateur ou professionnel âgés de 70 ans révolus verront leur licence renouvelée à la double condition a) qu'ils aient disputé au minimum 15 courses au cours de l'année
précédente, Merci Monsieur - Abschied von Yvan Pittet als Trabfahrer (5.11.2004) Am Sonntag fährt Yvan Pittet in Basel sein allerletztes Trabrennen (ausser der Vorstand von Suisse Trot erkennt doch noch, dass die dieses Jahr eingeführte Alterslimite von 70 für Trabfahrer nicht viel Sinn macht...). Scarlett Schär, langjährige Helferin von Yvan Pittet hat uns folgende Zeilen zukommen lassen. Worte, die bewegen. Merci!
Merci Monsieur... "Als ich vor ein paar Jahren in Vincennes Jean-Pierre Dubois fragte ob ich bei ihm ein Stage absolvieren dürfe und dabei darauf hinwies das ich bei Yvan Pittet mithelfe sagte er zu mir: „Yvan Pittet ? C’est un Monsieur !“. Diese Aussage von einem, der in Frankreich selber als «Monsieur» bezeichnet wird, zeigt wieviel Respekt man dort vor diesem aussergewöhnlichen Menschen hat. Leider gilt das bei uns nicht überall. Die Rennleitung letzten Sonntag in Avenches hatte diesen Respekt wohl kaum – wie sonst lässt es sich erklären das sie einem Fahrer, der nächstes Jahr, wegen der neu und wohl eigens für ihn eingeführten Alterslimite, keine Lizenz mehr hat, diese für nächstes Jahr nach den Schneerennen für 1 Tag entzieht ? Waren die Herren von der Rennleitung einmal mehr nicht ganz bei der Sache ? Wieso hat der Suisse Trot Delegierte nicht reagiert ? Ich habe ihn persönlich darauf hingewiesen, er fand das nicht so schlimm, sei ja bloss ein Detail. Für ihn vielleicht... Ich möchte jetzt nicht auf Polemik machen. Das einzige was mir wirklich missfällt an der ganzen Geschichte ist dieser fehlende Respekt. Yvan Pittet kann auf eine grossartige Karriere als Fahrer und Trainer zurückblicken. Er verdankt dies seinem unermüdlichen Einsatz, seinem Talent, seiner Familie und vor allem auch seinen Pferden. Zahlreiche, mittlerweile selber sehr erfolgreichen Profis, haben bei ihm die ersten Schritte im Trabrennsport gemacht: Nathalie Homberger, Marc-André Bovay, Christophe Vulliamy u.v.a. Mehr Respekt als die Rennleitung und als der Vorstand von Suisse Trot bewies Monsieur Kratzer. Für seine schöne Geste mit der Umbenennung des Prix d’Endurance kann man ihm nur gratulieren. Auch die vielen aufmunternden Gesten der Rennbahnbesucher und die von einem Grossteil der Aktiven tun gut. Für mich ist es schwierig und traurig nach über 13 Jahren „Abschied“ zu nehmen – aber ich bin dankbar für das was ich erleben und lernen durfte. Grossartige Pferde wie Volcan Noir, Bona Dea, Volontaire du Pam, Volpone des Barres, Currier and Ives, Joker Rose, Gai Fayen und viele mehr durfte ich begleiten. Die Arbeit mit Yvan war nicht immer einfach aber sie hat mir immer enorm viel Freude bereitet. Dafür möchte ich ihm danken: Merci Monsieur..." Scarlett Schär Hürdenrennen Frauenfeld: Unfall und Speaker-Durchsagen (24.10.2004) Aufgrund diverser Vorkommnisse nach dem Unfall im Hürdenrennen in Frauenfeld sehe ich mich als Speaker zu folgender Klarstellung veranlasst: 1. Direkt nach dem Unfall habe ich um "Regie"-Anweisungen durch die Rennleitung gebeten. 2. Die Idee, die Hürden vor den Verletzten zu stellen stammt NICHT von mir. Als die Pferde Ende der Gegenseite waren, kam Rennleitungspräsident Peter Berner zu mir in die Speaker-Kabine gestürmt und gab die Anweisung: "Sagen Sie, dass sofort die Hürden vor den Verletzten gestellt werden!" Dies habe ich unverzüglich getan. Denn die Rennleitung ist die Instanz, der ich mich als Speaker unterzuordnen habe. Dass dadurch das existierende Rettungskonzept durcheinandergebracht wurde, tut mir leid - ich war in diesem Fall Ausführender und bin mir keines Fehlers bewusst. Als Speaker muss ich mich auf die Aussagen der Rennleitung verlassen können. Die Rennleitung kann viel leichter den Überblick behalten - während ich das Rennen weiterkommentiere. 3. Es ärgert mich, dass ich danach von vielen zu unrecht als "Schuldiger" bezeichnet und in gewissem Sinne "verleumdet" wurde, ohne dass die betreffenden Leute sich bei der Rennleitung oder bei mir nach dem genauen Ablauf erkundigt hatten.
Daten-Knatsch für 2005 - 1.Mai mit Basel und Avenches gleichzeitig! (25.9.2004) Wie wenn der Schweizer Rennsport im allgemeinen und der Verband der Rennvereine (VRV) im besonderen nicht schon genug Probleme hätte, kommt es jetzt zur offenen Konfrontation zwischen Avenches und Basel. Die Basler pochten an der VRV-Sitzung vom Freitag (nach Ansicht vieler Turfisten sicher zu Recht) auf Ihren Traditions-Renntag, den 1. Mai. Weil dieser im 2005 auf einen Sonntag fällt, hat IENA beschlossen, am selben Tag in Avenches auch Rennen durchzuführen. Und zwar Galopp UND Trab. Ein Affront gegenüber Basel, ein Unsinn sondergleichen. Ein so kleines Rennsportland wie die Schweiz mit zwei Parallel-Renntagen! Logistische Probleme für Trainer, Fahrer und Besitzer (was, wenn jemand in Basel und Avenches Rennen für seine Pferde hat?) und auch für die Funktionäre (von denen wir ohnehin zu wenig haben). Mal wieder eine richtig gut durchdachte Entscheidung, die den Rennsport garantiert weiterbringt (nur leider in eine ganz falsche Richtung). Interessanterweise stimmte an der VRV-Sitzung vom Freitag in Zürich die Mehrzahl der anderen Vereine dem Vorhaben von IENA zu (und der Dachverband Suisse Trot mochte sich nicht einmischen...!). Es wäre noch interessanter gewesen, zu schauen, wie die JA-Stimmenden Rennvereine reagiert hätten, wenn ihr eigener Renntag durch Avenches konkurrenziert worden wäre...!! Die Idee, mitten in der Saison für die Galopper nicht eine Pause von zwei Wochen entstehen zu lassen, ist absolut nachvollziehbar, ja sogar hervorragend. (obwohl die Frage erlaubt sei, ob innert drei Wochen mit Auffahrt am 4. Mai und Pfinstsonntag/-Montagrenntagen am 15./16. Mai tatsächlich 6 Renntage innert 3 Wochen nötig und verkraftbar sind.) Doch hätte man mit etwas Goodwill den Avenches-Renntag auch auf den Samstag legen können. Samstag Avenches, Sonntag Basel - und alle wären glücklich gewesen. In Avenches hat es am Samstag ziemlich genau gleich wenige Zuschauer wie an einem Sonntag - denn wie wir alle wissen, ist das Publikum leider im IENA absolut kein Faktor der zählt, ganz im Gegensatz zum Schänzli. Die Organisatoren rund um OK-Präsi Jacques Butz sind denn auch bitter enttäuscht. Wir auch. In der Hoffnung, dass die IENA-Verantwortlichen Ihren Entscheid nochmals zu überdenken, werden wir an dieser Stelle Leser-Kommentare veröffentlichen. Meinungen bitte per Mail an uns! Markus Monstein Siehe auch Forum Stall HS&S Leser-Meinungen zum geplanten Basel-Avenches-Doppelrenntag
Dielsdorf: 70'000 Franken im GP LGT Jockey Club (22.9.2004) Der Rennverein Zürich (RVZ) freut sich, Ihnen mitzuteilen, dass die Gesamt-Dotation im Grand Prix LGT Jockey Club um 10'000 Franken aufgestockt werden konnte (Angabe MIT Gewähr!). Der RVZ dankt in diesem Zusammenhang der LGT Bank (Schweiz) AG, die übrigens Ihren Vertrag mit dem Rennverein Zürich diese Woche um weitere drei Jahre bis in die Saison 2007 verlängert hat, sowie dem Jockey Club unter der Leitung von RVZ-Ehrenpräsident Dr. Ruedi Villiger, ganz herzlich.
Paul Zölligs "Gedanken über das Geläuf in Avenches vom 1.August" (5.8.2004) Mal wieder hat der umtriebige Thurgauer Grossbesitzer Paul Zöllig kräftig in die Tasten gehauen. Der Bahnzustand am Nationalfeiertag gab im gewaltig zu denken. Jetzt hat er seine Gedanken zu Papier gebracht - wie immer kernig und angriffig. Der Leserbrief, der im nächsten swissturf vom 13. August abgedruckt sein wird, liegt stallallegra.ch vor. Wir möchten es unseren Lesern nicht vorenthalten, einige Passagen vorab exklusiv zu publizieren: - "um den überwässerten Stellen auszuweichen, hätte man also Slalom reiten müssen..." - "die Überwässerung wird seitens der Veranstalter auf die Windverhältnisse abgeschoben mit dem Pech, dass der Wind zur Zeit der Bewässerung ruhig war. Der wahre Grund liegt jedoch in der Funktionstüchtigkeit der Bewässerungsanlage. Dazu sind Sofortmassnahmen erforderlich, um weitere gravierende Schäden an der Bahn einzugrenzen. - "Meiner Meinung nach fehlt es an technischem Wissen des zuständigen Personals für den Unterhalt, welches dringend unterstützt werden muss, um das grosse Unbehagen bei Besitzern, Trainern und Reitern zu verdrängen. - "sehr bedenklich war der Bahnunterhalt während der Rennen" ... "dass in Avenches trotz Aufforderung niemand zur Verfügung stand, um die unverantwortlich tiefen Löcher nachzubessern, ist leider sehr schade und darf nicht wieder vorkommen." ... "man denke nur an die Gefahr von Beinbrüchen!" - "Aufgefallen sind mir der grosse Aufwand und die Emsigkeit, welche an der Trabbahn erfolgten. Wenn nur ein Bruchteil davon für die Galoppbahn benutzt worden wäre..." - Paul Zöllig erklärt sich zusammen mit Hanspeter Wyss (Stall Sigma) bereit, für die Kosten einer Expertise an der Bewässerungsanlage aufzukommen. Wir bleiben dran!
3 Trab-Rekorde in Avenches gepurzelt: 12.4 für Kodex! (19.7.2004) Unglaublich, was für Zeiten die Traber in diesem Jahr auf der Rennbahn Avenches laufen. Im Prix de Vitesse verbesserte Kodex den vor einem Jahr aufgestellten Fabel-Rekord von Euro Ringeat um 4 Zehntelssekunden auf 12.4 - die schnellste je in der Schweiz gelaufene Zeit! Also Schweizer Rekord... Dann lief bei den Dreijährigen Niky de St.Barth über die Meile 15.0 - alte Bestmarke von Ludwig du Martza um 1.9 Sekunden pulverisiert! Dreijährigen-Rekord. (Die ersten vier inklusive Nimero Sommer blieben allesamt ebenfalls unter den 1:16.9 von Ludwig du Martza.) Zudem verbesserte Lutin Rose den von Glamour Fighter gehaltenen Avenches-Rekord über 2400 Meter Bänderstart bei den 5jährigen und älteren Inländern auf 17.3 (vorher Glamour Fighter 18.0). Schon im GP d'Endurance verbesserte Gai Fayen seinen eigenen Rekord über 3800m von 19.9 auf sagenhafte 17.7. Ticken die Uhren langsamer, oder werden unsere Traber immer schneller?
Ab sofort gibt es Alkohol-Kontrollen für Reiter und Fahrer (14.7.2004) Was seit einiger Zeit diskutiert wurde, ist jetzt Tatsache: Der Vorstand SPV hat eine Weisung verabschiedet, die besagt, dass Reiter und Fahrer ab sofort auf "unerlaubte Mittel" getestet werden können. Sollte ein Reiter/Fahrer am Renntag positiv getestet werden, wird er für sämtliche Rennen des betreffenden Tages gesperrt und hat mit einer Sanktion zu rechnen. Leider zählt zunächst nur Alkohol zu den nachweisbaren "unerlaubten Mitteln". Die Blutalkoholkonzentration wird mittels Messgerät (Alcolmeter) ermittelt. Für den Nachweis anderer "unerlaubte Mittel", wie zum Beispiel Kokain (das in der Szene bekanntlich weit verbreitet ist), wartet man nach wie vor auf eine Zusammenarbeit mit Swiss Olympic. Was unklar bleibt: Ob Funktionäre auch gestestet werden? Kaum, es hat ja so schon zu wenige.
Avencher Oktober-Renntag verschoben (14.7.2004) Die IENA-Organisatoren haben bekanntgegeben, dass sie den Renntag vom Samstag 9. Oktober um eine Woche verschieben, auf den Samstag 16. Oktober (wir gehen davon aus, dass das Datum 17. Oktober ein Fehler war, denn dann ist Sonntag und damit ein Renntag in Maienfeld...). Dies weil dadurch die Organisation des Renntages evtl. mit einer Military-Veranstaltung gekoppelt werden kann. Flach-Gipfel am 1. August in Sicht... (7.7.2004) Nach der Anpassung der Ausschreibungen für das Galopp-2150-Meter-Listed am Nationalfeiertag in Avenches kündigt sich ein Rennen der Superlative an. Der Vorstand Galopp Schweiz hat gemäss Mitteilung im Rennkalender nach Rücksprache mit der Technischen Kommission die Ausschreibung so geändert, dass auch Dreijährige (interessant wäre insbesondere der Vergleich mit Derbysieger Workaholic, mit seinem Runner-up King George oder Sadler's Flame) mitlaufen können. Zudem ist die ursprünglich zum "Schutz" vor Ausländern gedachte Regelung (nur für Pferde, die seit 1.7.2003 mindestens dreimal in der Schweiz gelaufen sind) mit der Formulierung "Für Pferde, die in der Schweiz trainiert werden, ODER seit ... dreimal in CH gelaufen sind" entschärft worden. Möglich ist jetzt ein Feld mit sämtlichen Cracks der Szene (Glavalcour, Brother's Valcour, Funward, Lattek etc.) sowie mit den Dreijährigen (Workaholic, King George, Sadler's Flame, Moon Star...) und mit dem in dieser Saison noch ungeschlagenen Song Writer (und je nach Abschneiden in Frankfurt wäre es für uns vom Stall Allegra natürlich das Grösste, wenn Guns 'n Roses in diesem Top-Feld auch dabei wäre). Chapeau Galopp Schweiz! Dass dieser Entscheid, der dem Rennsport ein qualitativ noch hochstehenderes und dadurch hoffentlich noch spannenderes Rennen bringt, in so kurzer Zeit getroffen werden konnte, verdient Respekt.
Arte bringt Rennsport-Filme!! (23.6.2004) Am Derby-Abend (Sonntag 20.6.2004) war auf dem Fernsehsender ARTE ein Themenabend mit unserem Lieblingsthema "Pferderennen". Wer das verpasst hat, bekommt Gelegenheit, die Filme doch noch zu schauen - oder seinen Video zu programmieren...! Das ganze findet zu schlaftrunkener Stunde statt... Ourasi, König der Rennpferde (25.Juni 01.45 Uhr) (Titel anklicken für Link mit Vorschau...) Der Scheich und sein Gestüt (28.Juni 02.00 Uhr)
Französischer Geld-Segen für Traber! (9.5.2004) Endlich wieder einmal eine positive Neuigkeit! Suisse Trot kommt unverhofft zu einem wahren Geldsegen. 75'000 EURO für die zweite Jahreshälfte 2004 und gar 200'000 EURO für die nächste Saison. Hier die offizielle Mitteilung der ADEC:
Mitteilung der ADEC
An seiner letzten Sitzung hat der Vorstand der SECF beschlossen, sich an der Finanzierung eines Unterstützungsprogramms in der Schweiz zu beteiligen. Dieses Programm wird aus Trabrennen, reserviert für Pferde der Rasse « trotteurs français », unabhängig davon, in welchem Land sie geboren sind, bestehen. Es wird finanziert durch die ADEC aus dem Gewinn des PMU romand und durch die SECF. Für die zweite Saisonhälfte 2004 werden 75 000 Euro und für die Saison 2005 200 000 Euro zur Verfügung stehen. Höchstwahrscheinlich kann durch dieses Programm die Anzahl der Trabrennen in der Schweiz erhöht werden. Die Ausschreibungen für diese Rennen werden mit Suisse Trot diskutiert und demnächst publiziert."
RVZ geht bezüglich Medienpräsenz völlig neue Wege... (Mittwoch 28.4.2004) sportradio.ch mit fünf stündiger Pferdesport-Show:
sportradio.ch startet seine Berichterstattung zu den Pferderennen in
Zürich-Dielsdorf bereits heute. Die fünf stündige Berichterstattung über den Pferdesport-Nachmittag
in Dielsdorf wird gleich im Anschluss an die Übertragung zu einer
Spezialsendung zusammengeschnitten. Diese ist bereits ab 19 Uhr auf sportradio.ch
zu hören. Nutzung der neusten Technologie dank green.ch Guineas-Preisfrage: Was können die beiden Polen-Hengste? (30.4.2004) Engländer, Franzosen, Deutsche - alle hätten wir besser einschätzen können als die Gäste aus Polen. Was können sie? Weshalb fahren sie ausgerechnet 1300 Kilometer (ein Weg!) von Warschau nach Zürich-Dielsdorf? stallallegra.ch versucht, ein paar mögliche Antworten auf diese Fragen zu geben. Ganczew R. Panczew war bis vor kurzem ausschliesslich Jockey (833 Siege, dreifacher polnischer Champion; soll auch das Derby gewonnen haben). Als Trainer hat er gemäss unseren Informationen "erst" 10 Siege. Bei all ihren Starts (Demograf 4; Elmer bereits 8) hat Panczew die beiden Hengste selbst geritten. Am Sonntag nun vertraut er Demograf dem 457-fachen Siegreiter Emil Zahariev an. Elmer ist bereits 8mal gelaufen, erzielte dabei einen Sieg und sechs Plätze. Einmal war er fünfter, womit er kein Geld verdiente. A propos Geld: Elmer verdiente in seiner Karriere bisher umgerechnet 4665 Franken. Die gelaufenen Rennen sind äusserst schwierig zu beurteilen. Elmer lief ausschliesslich in Warschau. Dies von Ende Juni bis Ende November über Distanzen von 1000 bis 1300 Meter. Die dabei gelaufenen Zeiten lassen darauf schliessen, dass genug Grundgeschwindigkeit vorhanden ist (mehrmals ziemlich genau 60 Sekunden für 1000 Meter). Ob 1600 Meter für Elmer ideal ist, bleibt abzuwarten. Demograf stammt wie Elmer vom irisch gezogenen Ex-Chapple-Hyam-Hengst (aus dem Besitz Magnier/Sangster) Royal Court (von Sadler's Wells), der sich 1997 bei einem Gastspiel in Deutschland auf Gruppe-I-Ebene als 4. zu plazieren vermochte, einen Kopf vor dem Swiss Derby-Sieger 1996 Mongol Warrior. Demograf hat vier Rennen gelaufen in seiner Karriere. Die ersten beiden gewann er über 1200 Meter. Danach lief er in einem besseren Rennen (immerhin 7200 Franken dem Sieger, was für polnische Verhältnisse fürstlich sein muss), das als Listed Race klassiert war, über 1600 Meter (Zeit 1:42.2) auf den guten vierten Rang. Mitte November beendete er sein bislang letztes Rennen in einem 1400-Meter Rennen der offenbar guten Kategorie auf dem 2. Platz. Demograf hat bei seinen vier Rennen bisher umgerechnet 5321 Franken gewonnen. Fazit: Demograf müsste aufgrund der bislang gezeigten Leistungen das bessere Pferd sein. Er lief in den besseren Rennen, ist auch schon mal über die Meile gelaufen - aber sein Trainer hat sich gegen ihn entschieden. allegra.ch hat sogar ein Foto gefunden von Demograf:
Dieses Foto stammt vom letzten Rennen am 16.November 2003. Demograf holte sich dabei eineinhalb Längen hinter dem Sieger den Ehrenplatz. Haben Sie die Siegreiterin erkannt??? Sie ritt schon mal in den 2000 Guineas... Im Jahr 2001 mit Markus Gräffs Dago: Olga Nowak, die dann bei einem Schafflützel-Gastspiel im Frühling Fehraltorf mit Bouncy kein Glück hatte (reiterlos) und schon in St.Moritz gefallen war (Tressor). Weshalb die Polen diese Reise auf sich nehmen, ist schwierig zu sagen (ohne mit ihnen gesprochen zu haben...). Die Saison in Polen beginnt gemäss unseren Infos erst im Mai. Und sollte sich eines der Pferde tatsächlich plazieren, sind die Reisespesen garantiert mehr als nur abbezahlt. Am Freitag Abend sollen Demograf und Elmer in Dielsdorf eintreffen.
Pfingst-Sonntag-Renntag in Avenches auf 26.Juni verschoben (12.4.2004) Wie Denis Roux in Fehraltorf mitteilte, wird der Pfingstsonntag-Renntag vom 30.Mai verschoben auf den Samstag 26. Juni. Bitte in der Agenda anstreichen. „Wahrlich ein Jahr der Superlative“ Pferderennen Maienfeld/Bad Ragaz (GV von Freitag 26.3.2004)
Trab-GV ohne konkrete Geldbereitstellungs-Vorschläge (28.2.2004) Die beiden Trab-GV's (eine ausserordentliche und die ordentliche) vom Samstag 28.Februar brachte keine Klarheit, wie Suisse Trot sich der Herausforderung Mehrwertsteuer stellen will. 77 stimmberechtigte Mitglieder erhielten kaum Antworten, auf die wohl brennendste Frage "wie denn die Mehrwertsteuerschuld von über 400'000 Franken bezahlt werden soll". Nachdem der Basler OK-Präsident "Schaggi" Butz, Rechtsanwalt von Beruf, sowie Urban Gauch in ihren Voten nach Erklärungen verlangt hatten, wurde Ansätze aufgezeigt. Viele Gedanken zur konkreten Bereitstellung des Forderungsbetrags habe man sich im Vorstand allerdings noch nicht gemacht. Vielmehr hoffe man, dass man zumindest den aufgelaufenen Zins nicht bezahlen müsse (rund 130'000 Franken). Sobald der genaue zu bezahlende Betrag feststehe, werde man an die Mitglieder gelangen. Etwas könne z.B. noch aus den Suisse-Trot-Reserven beigesteuert werden können (schätzungsweise 80'000 Franken). Alles in allem können wir es mit Hemingway ausdrücken: Im Westen nichts neues... Soll ein Prozentsatz der Preisgeldsumme für MWSt verwendet werden? (27.2.2004) Eine Variante, die wohl am wenigsten schmerzen würde... (denn wer gewinnt, dem sind Abzüge eher egal. Und wer nichts gewinnt, müsste auch nichts bezahlen) Idee: Von jeder Preisgeldsumme fliesst ein fixer Prozentsatz in die MWSt-Kasse. z.B. 5%. So wäre in der Saison 2002 bei Suisse Trot zum Beispiel rund 90'000 Franken zusammengekommen. In 4-5 Jahren wäre das Ganze ausgestanden... Wobei sich nach wie vor die Frage stellt, wieso man das nicht schon nach 1997 gemacht hatte. Ein privat geführtes Unternehmen hätte längst Rückstellungen bilden müssen. Das Risiko, den Prozess zu verlieren, war ja nicht von der Hand zu weisen. Hätte man, sagen wir von 1999 an jeweils 4 % von allen Preisgelder auf ein MWSt-Rückstellungskonto laufen lassen, hätten wir jetzt mit Zins und Zinseszins die Forderung praktisch zusammen...! Mehrwertsteuer: Innert 30 Tagen heisst es jetzt bezahlen! (25.2.2004) Was Optimisten immer noch gehofft (und bei jeder Gelegenheit vorgetragen) hatten, ist NICHT eingetroffen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht mit dem Grundsatzentscheid zufrieden gegeben und hat den Verbänden Rechnung gestellt. Rund 400'000 Franken bei Suisse Trot, über 500'000 bei Galopp Schweiz. (die ursprünglichen Forderungsbeträge waren klar tiefer: bei Galopp Schweiz 376'000 Franken, bei Suisse Trot 280'000 Franken - aber Zins und Zinseszinsen haben die Summen ansteigen lassen). Die Rechnungen müssen gemäss Bescheid innert 30 Tagen bezahlt werden. Was die Finanzchefs der Verbände vor einige Probleme stellen dürfte. Die Liquidität ist dabei nur ein Problem (das wohl irgendwie gelöst werden könnte). Vielmehr stellt sich die Frage, wer denn die Fehlbeträge letztendlich berappen soll. Pauschal jeder aktive Besitzer? Auf die Gefahr, dass sich dann noch mehr zurückziehen. Eine Art Kopf-Steuer für jedes im Rennregister eingetragene Pferd? Oder sollen die Besitzer, die in den betroffenen Jahren Preisgelder gewonnen hatten, für welche seinerzeit die Mehrwertsteuer nicht korrekt abgerechnet wurde, nachträglich belastet werden? Wie auch immer man das Problem dreht und wendet: Es zeichnet sich keine Lösung ab, die dem Rennsport nicht weh tut. Entweder werden die Besitzer ein weiteres Mal zur Kasse gebeten. Und dies für eine Sache, für die sie nun wirklich nichts dafür können. Oder der Rennsport erleidet einen enormen Image-Schaden (nämlich im Falle eines Konkurses), der gegenüber Sponsoren und im Hinblick auf die Einführung der PMU-Wette in der Deutschschweiz ausgesprochen negativ wäre. Stellt sich die Frage, ob nicht die zum damaligen Zeitpunkt an der Spitze der jeweiligen Verbände gestandenen Personen zumindest für einen Teil der Forderungen geradestehen sollten. So wie Verwaltungsräte in der Wirtschaft bei gewissen Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden können. Wobei: Hier kann den Verbandsspitzen kaum ein Vorwurf gemacht werden. Sie haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Einzig den Einwand, dass viel früher hätten Rückstellungen für die sich abzeichnenden Forderungen gebildet werden sollen (schon vor dem Urteil! lange wurde das Damoklesschwert Mehrwertsteuer verniedlicht, nicht ernst genommen). Fazit: Die Verbandsspitzen werden alles daran setzen, einen Konkurs zu vermeiden! Die Besitzer werden bezahlen müssen. Punkt. Darum geht es konkret: "Alles begann 1997 mit einer (zufälligen)
Revision durch die Eidgenössische Steuerverwaltung, welche formelle
Fehler bei der Rechnungsstellung feststellte. Die Steuerkommissäre
vertreten den Standpunkt, dass die Weitergabe der Preisgelder von den
Rennvereinen an die Besitzer sowie umgekehrt die Nenngelder an die Rennvereine
in der Art und Weise, wie sie 1995 und 1996 abgewickelt wurden, keine
reine Vermittlungstätigkeit durch die Verbände bzw. Sekretariate
sei. Deshalb handle es sich nicht um eine Stellvertretung (ohne Steuerfolge),
sondern um eine mehrwertsteuerpflichtige Dienstleistung. Es ging (und
geht) dabei um formelle Details der Rechnungs-Belege. Revisionsbericht zuhanden der ausserordentlichen Generalversammlung
Alle Blicke auf die Trab-GV am Samstag 28.Februar Im Unterschied zu bisher wird der Trabrennverband Suisse Trot nicht auf den "grossen Bruder" Galopp Schweiz schauen können und dann entscheiden. Am Samstag findet in Kriegstetten eine ordentliche und eine ausserordentliche GV statt. Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt. Hier vorab der Revisorenbericht:
Als Rechnungsrevisoren haben wir die vorliegende Jahresrechnung von Suisse Trot geprüft. Wir bestätigen, dass die Ihnen vorliegende Bilanz und Erfolgsrechnung mit der Buchhaltung übereinstimmen. Ihr Verband hat den Prozess bettreffend die Erhebung der MWST für die Jahre 1995 - 1998 gegen die ESTV vor Bundesgericht verloren. Deshalb wurde die Jahresrechnung 2002 mit einem ausserordentlichen Aufwand von Fr. 412'484.- belastet und Ihr Verband weist dadurch kein Vermögen mehr aus. Es müssen Sanierungsmassnahmen eingeleitet werden. Die Bilanzsumme von Suisse Trot per 31. Dezember 2002 beträgt Fr. 1'135628.57 und das Negativvermögen Fr. 313'975.21. Trotz der vorstehenden Einschränkungen betreffend dem Negativvermögen,
beantragen wir der Generalversammlung von Suisse Trot, die Jahresrechnung
2002 zu genehmigen und dem Vorstand Décharge zu erteilen."
Dank an unsere treuen - immer zahlreicheren - Besucher! (1.1.2004) Die Treue unserer Internet-Besucher erstaunt uns immer wieder von neuem. Dass so viele immer wieder bei uns "reinklicken" freut uns sehr. Nicht weniger als 64'497 Besucher waren es im Jahr 2003 - sie alle sorgten für mehr als 4'264'000 Hits (wie die erste Messgrösse für Internet-Besuchsfrequenz heisst)!! Diese Zahlen geben uns Auftrieb, sie sind der "Lohn" für unsere Online-Arbeit und spornen uns zu weiteren Verbesserungen an. Wer Ideen hat für neue Dienstleistungen, einfach Lob oder auch Kritik soll sich doch bitte per Mail melden. Wir freuen uns über jedes Lebenszeichen...!
Stall Allegra wünscht allen ein glückliches und gesundes 2004! (26.12.2003) Die Festtage nach Weihnachten stehen immer auch im Zeichen des "Bilanz Ziehens". Wir vom Stall Allegra blicken mit Freude, Genugtuung, ein bisschen Stolz aber auch einer Prise Wehmut auf das Jahr 2003 zurück. Freude hatten wir an allen unseren Pferden, am Zusammenhalt in der ständig wachsenden Allegra-Familie und natürlich an den sechs Saisonsiegen (fünfmal Fakir Normand, einmal Gone Debérieux)! Genugtuung bereitete uns die Tatsache, dass die Allegra-Pferde ("trotz" Auslaufboxen und gemischtem Trainingsbetrieb - smile...) allen (auch ewigen Kritikern) bewiesen haben, dass sie schnell laufen können. Dass unser wohl einzigartiges Modell (begonnen bei den Pferden über das Team bis zu den Besitzern und Sponsoren) je länger je besser funktioniert, ist wirklich schön festzustellen. Ein wenig Stolz sind wir darauf, dass uns auch die Zuschauer und Wetter durch die Erfolge ernst nehmen. Dass Fakir als Favorit zur Meisterschaft gestartet war, deutet darauf hin. Dass er sich danach selbst um eine grosse Chance galoppierte, ändert nichts daran, dass wir wohl mit Recht stolz sind auf unseren fünffachen Saionsieger. Und wenn wir schon beim Stolz sind: Dass wir jetzt einen Klassegalopper wie Guns 'n Roses lässt natürlich auch etwas erhoffen... Für die Prise Wehmut sorgen wie jedes Jahr die Pferde, die den Rennbetrieb verlassen. Zu Beginn der Saison haben wir Daktari, den Schnee-König 2002, verabschiedet. Es geht ihm am neuen Ort sehr gut, neben langen Ausritten zeigt er sich auch in der Dressurstunde gelehrig. Im August war die Reihe dann an Naventicum, der sich von seinem Sehnenschaden soweit erholt hatte, dass er jetzt im Wiederaufbau auf eine zweite Karriere als Hobby-Springpferd ist. Wie Navy wird auch Outlaw künftig wohl über Stangen antreten. Springtalent haben die beiden ja zur Genüge. Sportlich gesehen, war das 2003 das bislang erfolgreichste in der erst kurzen Allegra-Geschichte. Unsere Traber erzielten bei 39 Starts 6 Siege und 18 Plätze, was eine Gewinnsumme von 38'122 Franken sowie Rang 14 in der Besitzerstatistik ergab! (Dies vor so renommierten Besitzern wie Urs Sommer, Fredi Fehr, Henri Turrettini oder Club Atoll). In der Trainerstatistik brachte es Claudia gar auf Rang 13 - mit nur 2 Pferden (Daktari lief ja nur 3 Rennen) vor "Profis" wie Urs Sommer oder Philippe Besson, die beide mehr als doppelt soviele Starts hatten. Bei den Amateurfahrern holte sich Claudia den tollen 5. Platz (mit 5 Siegen bei 34 Starts; fast 15 % Siegquote, das kann sich mehr als nur sehen lassen), hinter Evelyne Fankhauser und Renata Fuchs war Claudia die dritterfolgreichste Amateur-Fahrerin. Hinzu kommt ein 3. Platz durch Sévi Fitze im Cup der jungen Fahrer. Bei den Galoppern lief die Saison nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Outi und Lesam brachten es gerademal auf 4 Starts (Ramajana macht ja bekanntlich Baby-Pause, wir freuen uns riesig auf den Frühling und den kleinsten Allegra-Vierbeiner...). So war es schliesslich an "Onkel Tche", die Saison aus Galopp-Sicht für uns "zu retten". Und unser Galopp-Oldie zeigte der jungen Garde mit zwei starken Cross-Auftritten in Maienfeld (2. und 3.) nochmal wo es langgeht. Für die Suche nach einem "Galopp-Crack" hatten wir uns lange Zeit gelassen - mit Guns 'n Roses haben wir Anfangs November unser Wunschpferd gefunden. Fürs kommende Jahr 2004 wünschen wir allen (den treuen Besuchern unserer Seite, den Besitzern, den vielen Helferinnen und Helfern ohne die ein Rennstall in dieser Form gar nicht möglich wäre, den Sponsoren, den "Fans" und last but not least den Vierbeinern) einen fulminanten Start, Gesundheit, Glück und Genugtuung! (Erfolge, wie auch immer man diese für sich selbst auch definiert, kommen dann von ganz allein...)
Weitere neue Trab-Regeln (16.12.2003) Im Rennkalender vom 17. Dezember werden weitere neue Trab-Reglementsänderungen bekanntgegeben. Zum einen betrifft dies wie bereits gemeldet die 15-tägige Sperre für Traber die in drei Rennen in Serie wegen Gangartfehler disqualifiziert wurden. Neu sind strengere Disqualifikationsregeln: Bei mehr als 15 Galopp-Sprüngen (oder Passgang) sowie neu bei mehr als 2 Gangartfehlern pro Rennen. Fahrer dürfen dafür neu im Sommer in einem Kurzarm-Dress starten (falls die Besitzer über ein solches verfügen...) Hier die Änderungen im Detail!
Bleiben Sie am Ball: mit swissturf ! Jetzt für die Saison 2004 den swissturf abonnieren: Telefon 01/908 45 45 Die einzige Schweizer Rennsport-Zeitung.
Dies alles natürlich nur auf www.stallallegra.ch
Surfen Sie von hier aus zur (Galopp-)Formen-Datenbank von swissturf.com (Formen und Resultate anklicken)
Trab-Ausschreibungen 1. Halbjahr 2004 Galopp-Ausschreibungen 2003 (pdf-Format; 1.7 MB.)
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