Nur schon einmal an der Tour Européen teilzunehmen mit einem Pferd war für uns ein Traum. Einer, der sich über Jahre nie realisieren liess. Nur in Avenches liefen wir im Prix du Président zwei, dreimal mit (der 6. Platz damals mit GALION D'ARGENT war ein Highlight; die Massenkarambolage, in die PRINCE DU CHEVREL verwickelt war, ein Tiefpunkt) - nun im 2026 ergab sich alles wie durch Zauberhand. GOLD DU RABUTIN hatte Markus angeboten bekommen - wir hatten eigentlich schon genug Pferde, wollten nicht nochmal einen für die Schweizer Elite-Kategorie. Deshalb fragte Markus mehrere andere in der Schweiz an, ohne Erfolg. So läuft GOLD nun halt doch seit Anfang August in Allegra-Farben: Mit dem grossartigen Président-Triumph und drei weiteren Platzierungen im Rahmen der Tour Européen (5. in Wolvega, 4. in Gelsenkirchen und 5. in Mons) zeigte er Mal für Mal starke Vorstellungen. Und das Verrückte ist: Ausser in Avenches, wo die Lücke zum Glück noch rechtzeitig aufgegangen ist, hatte GOLD in jeder Etappe Pech: In Wolvega startete das Pferd vor ihm überhaupt nicht, er verlor mehrere Längen schon am Start. In Gelsenkirchen war das Pferd vor ihm schon früh geschlagen und zog in mit nach hinten. Und gestern in Mons wurde er unverschuldet bis an zweitletzte Stelle durchgereicht, innen eingeklemmt. Jedes Mal stürmte GOLD noch bis fast zu Rang drei. Dies wäre gestern mit gutem Rennverlauf seine Platzierung gewesen. So blieb der fünfte Platz, für den es immerhin noch 2500 Euro Preisgeld gab. Jaap van Rijn gefielt er sehr gut. Besser noch als in Wolvega. GOLD hat sich nochmal entwickelt. Zurück in der Boxe zeigte er sich nicht müde. So quasi nebenbei haben wir wieder in einem neuen Land einen Starter gestellt. Belgien ist nun auch auf unserer Landkarte.
Mit diesem fünften Platz holte GOLD Rang drei in der Tour-Gesamtwertung, hinter zwei Klassepferden (die auch in Mons unangefochten die ersten beiden Ränge belegten). Grosse Ehre für Loris: Er holte sich den dritten Platz in der Trainer-Wertung, hinter Philippe Daugeard und Sylvain-Gérard Dupont! Dafür gab es einen Scheck in Höhe von 3400 Euro.
Noch nie in der Geschichte der Tour Européen hat ein in Schweizer Besitz stehendes Pferd oder ein Trainer mit Schweizer Lizenz es aufs Podium geschafft - ein Novum also, auf das wir mächtig stolz sind. Natürlich im Wissen, dass die Tour bis vor einigen Jahren noch deutlich stärker besetzt war. Aber jeder Sportler kann schliesslich immer nur die Gegner schlagen, die ihm vorgesetzt werden.
Wir freuen uns sehr über diese Ergebnisse und mindestens ebenso auf die kommenden Monate. Im 2027 hoffen wir ebenfalls wieder mit dabei zu sein bei der Tour.
Wir lernen GOLD immer besser kennen. Er mag es nicht, wenn man ihn im Transporter oder in der Boxe auf dem Rennplatz anbindet. So weit, so klar. Dies hatte in Mons zur Folge, dass er sich kurz nach der Ankunft in den Spänen der Boxe genüsslich wallte - die Président-Paradedecke war voller Späne, seine Mähne etc. ebenfalls. Also neue Decke drauf, und tatsächlich das gleiche Spiel nochmal. Vitor, der Bruder von David (der auf Korsika im Einsatz war), hatte uns nach Mons begleitet. Er blieb dann bei GOLD, die beiden sind nun Freunde (siehe Fotos unten... smile).
GOLD hat nun mehrere Möglichkeiten. Wir würden ihn gerne nochmal in Avenches starten. Ein Einsatz am 4. November kommt zu früh, aber am 12. könnte es allenfalls passen. Sonst hat er auch in Frankreich Rennen.
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Nach 29 Erfolgen im 2025 und 26 Volltreffern im 2024, durften wir in der Saison 2026 dank HARPER SEABROOK (2), ALMACADO GREE (2), HIGH NOON (3), BEAU GARS (2), MAMMA PAULO, MAYUMI (4), ESPADA (4), ZARA (4), FANTA, LA FORMIDABLE, GOLD, NANA und IT'S SHOWTIME bisher 27 Siege feiern!
Insgesamt gab es schon 400 Allegra-Siegerehrungen seit der Gründung im Herbst 1999.