Enorm starkes 10er-Feld im 30. Grand Prix LGT - Jockey Club (21.9.05)

Was für eine knifflige Knacknuss diese Jubiläums-Ausgabe des Grand Prix LGT Jockey Club! 10 Pferde - und für alle lassen sich gute Argumente finden...

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Weiter unten der allegra.ch - WETT-Tipp

Foto N.Affentranger

LGT-Jockey-Club-Sieger 2002 und 2004: Standby Dancer

Pferd/Reiter/Besitzer/Handicap - Einschätzung

Pferd Reiter Trainer Gewicht/Hcp Einschätzung
Standby Dancer J. Palik A.Bolte 61 - 81 (D) Der Vorjahressieger trifft es eindeutig schwieriger als bei seinen letzten Dielsdorfer Auftritten. Zuletzt hatte er gegen Quiron keinen Stich. Mit Höchstgewicht wird es schwierig, zumal er kaum den von ihm geliebten weichen oder gar tiefen Boden finden wird. Aussenseiter.
Glavalcour O. Plaçais K.Schafflützel 60 - 86.5 Hat nach seinem BMW-Sieg fünf Monate pausiert - kam gleich mit einem souveränen Erfolg zurück (allerdings in einem langsamem Rennen, mit einem Steigerungslauf auf den letzten 300 Metern). Wenn er vorne ungestört marschieren kann, muss er erst geschlagen werden. Favorit.
Quiron W.Panov A.Wöhler 60 - 86 (D) Solides Ausgleich-I-Pferd, das einen schönen Strich galoppieren kann. Wer in Baden-Baden auf Ausgleich-I-Ebene so mitmischen kann (geschlagen nur von einem 8 Kilo weniger tragenden Seriensieger, der demnächst Gruppe-III läuft), muss sehr ernst genommen werden. Distanz und Boden passen. Favorit.
Le Royal F.Sanchez K.Schafflützel 59 - 86.5 (D) Klassemässig bislang noch einen Tick stärker als Quiron, hat mehrere Listed-Plazierungen in seinem Palmares. Lief zuletzt in Baden-Baden unerklärlich schwach und war meilenweit hinter Quiron (2.) und Standby Dancer (4). In dieser Form wird es hier nicht reichen. Mit seiner Klasse trotzdem Mitfavorit.
Pauillac J.-M. Breux U.Suter 58 - 75 (D) Ein solider Galoppierer. Letztes Jahr in Longchamp noch vierter auf Listed-Ebene über 2400 Meter. Zuletzt stets auf kürzeren Distanzen unterwegs. Und in Baden-Baden in einem Ausgleich-II Ende August völlig enttäuschender 10. (und damit Zweitletzter). Müsste sich demgegenüber stark steigern, um hier Geld zu verdienen. Aussenseiter
King George M. Kolb M.Weiss 58 - 82 Zeigte seine 2 bislang besten Leistungen in Dielsdorf, letztes Jahr als dritter im Jockey Club und dieses Jahr mit derselben Platzierung im BMW. Die Gegner sind nun allerdings eine Ecke stärker. Ein Platzgeld liegt drin, auch wenn er kaum weiches Geläuf vorfindet. Mitfavorit
Tirwanako G. Bocskai C.Bocskai 57.5 - 86.5 Wie stark ist der St.Leger-Sieger? Die Luzerner Leistung kann nicht als Masstab genommen werden, zu überlegen war er dort gegen klar schwächere Gegner als hier. In Avenches kam ihm Soul of Magic bedrohlich nahe. Tirwanako soll sich seit jenem Start deutlich gesteigert haben - dies ist auch nötig. Denn die dreijährigen haben es im Jockey Club traditionell nicht einfach (nur zwei Dreijährigen-Siege in den letzten 10 Jahren). Favorit.
Collow D. Sweeney M.Weiss 57 - 75 Für den Lando-Sohn sieht es nach letzten Eindrücken hier schwierig aus. Zwei einfachere Aufgaben löste er in Frauenfeld und Dielsdorf zwar souverän, doch als es gegen die Elite ging, strich er im Einlauf früh die Segel (6. von 7). Hier wird doch einiges mehr verlangt. Die Klasse wäre vorhanden, der Kampfgeist aber wohl nicht (mehr). Klarer Aussenseiter.
Soul of Magic B. Renk K.Suter-Weber 55.5 - 82 Die beste Stute im Land und die einzige im Feld. Kommt stets enorm günstig ins Rennen, hat Kampfgeist und ein riesiges Herz. Im BMW als Zweite zu Glavalcour bravourös gelaufen, muss hier stark beachtet werden. Für den Sieg dürfte es - so verdient er wäre - jedoch wieder nicht reichen. Mitfavoritin.
Mount Etna S. Hamel M.Weiss 55.5 - 86 Eines der grossen, spannenden X des Rennens. Im Derby als 6. ordentlich gelaufen, bestritt danach drei Frankreich-Starts, von welchen er den letzten in Lyon gegen starke Gegner von der Spitze aus gewann. Allerdings bei strömenden Regen, als man den 20:1-Aussenseiter aus der Schweiz wohl nicht wirklich ernst nahm und ihn (zu) lange gewähren liess. Kann er diese Leistung auf dem zu erwartenden guten Geläuf wiederholen müsste er rein rechnerisch gar um den Sieg mitreden können. Favorit

Der stallallegra.ch-LGT-Jockey-Club-Tipp

Favoriten: Glavalcour - Tirwanako - Quiron - Mount Etna

Mitfavoriten: Soul of Magic - Le Royal - King George

Aussenseiter: Standby Dancer

Schwierig: Pauillac - Collow

 

 

Royal Island wohl eher nicht im LGT-Jockey Club (20.9.05)

An zweiter Stelle figuriert auf der Liste der Stehengebliebenen der 2000-Guineas-Sieger Royal Island. Unsere Erkundigung bei Markus Gräff hat allerdings ergeben, dass der Engländer wohl nicht nach Dielsdorf reisen wird. "Der Entscheid ist noch nicht gefallen", erklärte Markus Gräff am Dienstag Nachmittag, "aber wir tendieren zu einem nächsten Start in England. Die Distanz ist für ihn halt schon an der obersten Grenze und er müsste 2 Kilo mehr tragen als Tirwanako."

 

Kräuliger kauft Fährhofer Quiron! (20.9.05)

Das Aufrüsten im Schweizer Rennsport geht erfreulicherweise weiter. Anton Kräuliger hat am Montag den GP LGT Jockey Club-Starter Quiron gekauft! Der vierjährige Fährhofer, ein Dester King-Sohn aus einer Gruppe-III-Zweitplazierten Surumu-Stute, wird von Andreas Wöhler trainiert. Quiron war zuletzt in Baden-Baden in einem Ausgleich-I über 2200 Meter nur um Kopf geschlagen, blieb dabei aber fast acht Längen vor dem deutlich weniger tragenden Standby Dancer sowie meilenweit vor dem neuen "Weissenstein" Le Royal. Quiron hat ein GAG von aktuell 86 Kilo. Er wird nach dem Jockey Club eine Boxe bei Carmen Bocskai beziehen.

"Es wird wohl eines der besten Jockey Club-Felder seit Jahren", freut sich Anton Kräuliger, "Quiron habe ich in erster Linie im Hinblick auf die Schneerennen gekauft. Aber natürlich erhoffe ich mir auch schon am Sonntag in Dielsdorf etwas. Brother's Valcour wird hingegen nicht im Jockey Club sondern über 1800 Meter laufen."

 

Song Writer läuft NICHT im GP LGT Jockey Club (18.9.05)

Wie an dieser Stelle bereits angekündigt, wird der derzeit beste Galopper der Schweiz am nächsten Sonntag (25.9.) in Dielsdorf nicht im GP LGT Jockey Club antreten. Der Crack von Paul Baumgartner hat eine Woche später in Mailand ein Gruppe-III-Rennen über 2200 Meter (Gesamtdotation 89'100 EUR, davon 40'500 für den Sieger) im Visier. Wie Trainerin Carmen Bocskai erklärte, gibt es mehrere Gründe für das "Auslassen" des LGT Jockey Clubs. Zum einen hat Song Writer auf seiner Heimbahn Dielsdorf schon mehrmals nicht seine gewohnte Leistung gebracht. Zudem besteht die Gefahr, dass das Geläuf wieder tief wird. Und gegen die angekündigten starken Gegner reiche eben nur eine Top-Leistung. Carmen Bocksai hat ja mit St.Leger-Sieger Tirwanako nach wie vor ein heisses Eisen im Feuer...

 

Wieder einer MEHR im GP LGT Jockey Club:

"Weissenstein" Le Royal nachgenannt! (12.9.05)

Nach dem Out des deutschen Derby-6. Albarino ist jetzt wieder ein Pferd mehr "drin" im Pool der Kandidaten. Der vom Stall Weissenstein neu gekaufte Le Royal, der von Hans-Jürgen Gröschel ins Quartier von Kurt Schafflützel gewechselt hat, wurde nachgenannt. Dies zum fünffachen Einsatz (also 7000 Franken)... Der Royal Solo-Hengst (aus einer Nebos-Stute) lief auf Ausgleich-I bis Listed-Niveau regelmässig nach vorne, hatte Anfang Jahr ein GAG von 89.5 - inzwischen steht er drei Kilo tiefer.

 

Der Fährhofer Quiron gilt als fixer Starter! (12.9.05)

Ein starker Gast aus Deutschland gilt gemäss gut informierten Quellen als fixer Starter im Grand Prix LGT Jockey Club. Quiron, ein fünfjähriger Dester King-Sohn aus einer Gruppe-III-Zweitplazierten Surumu-Stute, wird von Andreas Wöhler trainiert und läuft in den bestens bekannten Farben seiner Zuchtstätte Stiftung Gestüt Fährhof. Quiron war zuletzt in Baden-Baden in einem Ausgleich-I über 2200 Meter nur um Kopf geschlagen, blieb dabei aber fast acht Längen vor dem deutlich weniger tragenden Standby Dancer sowie meilenweit vor dem neuen "Weissenstein" Le Royal. Quiron hat ein GAG von aktuell 86 Kilo

 

Albarino verletzt out (5.9.05)

Aus dem Start des deutschen Derby-6. Albarino wird nichts. Der von Christian Freiherr von der Recke trainierte Platini-Sohn hat sich gemäss uns vorliegenden Informationen am 2. September in Baden-Baden verletzt (niedergebrochen). Somit sind noch 18 Pferde "drin".

Bei einem weiteren Deutschen sieht es nicht nach einem Jockey-Club-Start aus. An Orange Blue waren mehrere Schweizer Interessenten "dran", doch soll sich das Interesse inzwischen (nach medizinischen Untersuchungen) merklich abgekühlt haben. Und jetzt wurde Orange Blue beim Direktorium in Köln sogar als "nicht aktives Rennpferd" gemeldet sowie alle Nennungen (u.a. in Gruppe-Rennen) storniert.

Die Stehengebliebenen für den GP LGT Jockey Club (bitte anklicken) nach dem 1. Streichungstermin vom 30. August 05

 

Noch 19 im GP LGT Jockey Club:

"Aga Khan" Akram, Bansha und Guns 'n Roses raus (30.8.05)

Die Stehengebliebenen für den GP LGT Jockey Club (bitte anklicken) nach dem 1. Streichungstermin vom 30. August 05

Drei Pferde wurden beim ersten Streichungstermin gestrichen: Es sind dies er "Aga Khan" Akram, die von Urs Suter trainierte Inländerin Bansha und Guns 'n Roses. Bleiben noch 19 zum teil hochkarätige Pferde.

 

3 Nachnennungen für den GP LGT Jockey Club:

Kommt der 6. aus dem deutschen Derby?? ( 15.8.05)

Die endgültigen Nennungen für den GP LGT Jockey Club (bitte anklicken)

Der Entscheid, das Rennen nochmals zu öffnen, hat sich für den RVZ fürs erste voll ausbezahlt. Drei Nachnennungen sind zu verzeichnen: Mit der Schweizer Top-Stute Soul of Magic (Trainerin und Besitzerin Karin Suter-Weber) sowie den beiden deutschen Spitzen-Pferden Albarino (Besitzer Stall Weissenhof, Trainer Christian Freiherr von der Recke) und Orange Blue (Besitzer Martin Ernst Veeck, Trainer Peter Remmert) ist das potentielle Feld nicht nur quantitativ (jetzt 22 Pferde) sondern auch qualitativ stärker geworden.

Albarino ist kein Geringerer als der 6. aus dem diesjährigen deutschen Derby (allerdings schon deutlich geschlagen). Der Platini-Sohn hat bei 7 Starts zweimal gewonnen und 3 Plätze geholt.

Orange Blue ist ebenfalls dreijährig und hat ein GAG von 88 Kilo. Der Laroche-Sohn fand sich im Derby als 11. nicht zurecht, belegte zuvor aber auf Gruppe-III-Ebene einen dritten und einen vierten Rang. Er ist interessanterweise noch sieglos - besitzt Nennungen für 2 Gruppe-III-Rennen sowie eines auf Gruppe-II-Ebene in Deutschland.

 

Jockey-Club wegen "Formfehler" nochmals offen" ( 8.8. 05)

Der Rennverein Zürich (RVZ) hat entschieden, die Nennfrist für den Grand Prix LGT Jockey Club nochmals neu anzusetzen (auf Montag 15. August, 13.30). Dies weil die Rennkalender-Verantwortlichen in Avenches vergessen hatten, im offiziellen Publikationsorgan auf den Nennungstermin hinzuweisen (wie dies für sämtliche Rennen gemacht wird). Die 19 genannten Pferde bleiben buchstäblich "im Rennen", sofern ihre Nennungen nicht zurückgezogen werden.

 

Grand Prix LGT Jockey-Club international:

- Nennungen aus Deutschland, Frankreich, England und Irland

- Aga Khan-Pferd genannt... (update 8.8. 05)

Es ist das sportlich wichtigste Schweizer Rennen für dreijährige und ältere Galopper, und es kündigt sich wieder ein wahres Gipfeltreffen an für den 25.September auf der Parkrennbahn Zürich-Dielsdorf.

Ein erster kurzer Überblick über die Nennungen (hier klicken für die Liste im PDF-Format):

Aus England sind drei "Gräff-Pferde", alle bei Mark Johnston im Training genannt. Der dreijährige Royal Island (2000-Guineas-Sieger, 2.Frühjahrspreis, Derby-5.) ist bestens bekannt, hat kürzlich in Haydock als einziger Dreijähriger ein gutes Handicap gewonnen. Der fünfjährige Akash, letztes Jahr BMW-Zweiter zu Moonjaz, lief zuletzt in Handicaps, wobei er seit seinem Dielsdorf-Abstecher Ende April 2004 in 6 Rennen keinen Cent mehr verdient hat. Der dritte im Bunde ist der dreijährige Investment Wings (In the Wings - Superb Investment), der bei seinem erst dritten Lebensstart zuletzt in Newmarket mit einem vierten Platz über 2400 Meter einiges Stehvermögen angedeutet hat..

Aus Deutschland wurden ebenfalls drei Nennungen abgegeben. Vorjahressieger Standby Dancer (Trainer Andreas Bolte) hat sich seit seinem BMW-Ausrutscher (6.) zweimal auf Ausgleich-I-Ebene versucht und dabei einen 5. Rang erzielt. Dadurch ist er im Handicap auf 81.5 kg rückgestuft worden (Anfang Jahr 84.5). Trainer Andreas Wöhler hat den Fährhofer Quiron (von Desert King aus einer Surumu-Stute) genannt. Der Vierjährige hat zuletzt in Hamburg einen Ausgleich-I überzeugend gewonnen (aktuelles GAG 86). Der dritte Deutsche heisst Adios Amigos (von Acatenango aus einer Arazi-Stute (!))und wird in München von Wolfgang Figge betreut. Der Dreijährige hat zwei von der Dotation her kleinere Rennen sehr überzeugend gewonnen, hatte es im österreichischen Derby (8.) wohl zu schwer. Müsste sich noch etwas steigern, seine Handicap-Marke von aktuell 74 kg dürfte hier kaum reichen.

Die Frankreich-Nennungen hat Trainer Urs Suter gleich im Alleingang bestritten. Für französische Besitzer ist der Weg in die Schweiz wohl zu weit, gemessen am Preisgeld, das im Vergleich zu den Gegnern nicht so lohnend scheint. Es könnte zu einem Wiedersehen kommen mit Bansha (Gold-Trophy-Siegerin aller drei Läufe im 2003. Sie gewann zuletzt in Montier-en-der ein kleineres Rennen. Die zweite Suter-Nennung heisst Pauillac - als Favorit im GP-St.Moritz (7.) untergegangen. Aber natürlich ein richtiger Galoppierer (letztes Jahr noch Listed-4. in Longchamp).

Aus Irland hat kein geringerer als John Oxx eine Nennung für seine Hoheit den Prinzen Aga Khan abgegeben. Akram heisst der Dreijährige (von Night Shift aus einer Gruppe-2-plazierten Mutter). Er hat seine letzten beiden Rennen gewonnen und insbesondere beim letzten Start in Galway (9234 Pfund, 1700 Meter) mächtig beeindruckt.

Die Schweizer werden angeführt vom Duo infernale Song Writer und Glavalcour. Ob es jetzt zum Duell kommt? Nicht mit dabei ist die Top-Stute Soul of Magic, die sich gleichentags in Köln in einem Listen-Stuten-Rennen versuchen soll (2400m, 20'000 EUR, 3jährige und ältere). Der Derby-Dritte Tirwanako hat wie der letztjährige Jockey-Club-3. King George eine Nennung, ebenso der unverwüstliche Brother's Valcour. Die dreijährigen Mount Etna und Boyscout könnten vom tiefen Gewicht profitieren. Vervollständigt wird das Nennungs-Aufgebot vom letztjährigen Derby-Sieger Workaholic und den beiden Lando-Söhnen Collow und Guns 'n Roses.