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Erlebnisreiche 21 Stunden - oder Effretikon-Paris-retour
Neue Traber braucht das Land - das Anken-Land
(wie der Standort der Allegra-Vierbeiner heisst).
Seit November hat sich unser "Manager"
mit der Suche nach einem neuen Traber befasst. Schliesslich wollen
wir so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Das
Ziel war klar: Ein möglichst braver, regelmässiger Amateur-Traber
mit zu wenig Gewinn im Verhältnis zu seinem Können,
nicht teuer, gesund - kurz, das Traumpferd.
In etlichen Nächten akribischer Recherchierarbeit
(ParisTurf lässt grüssen) ist eine Liste von 10 Namen
entstanden. 2 Davon wurden bereits in die Schweiz importiert.
Da sahen wir Handlungsbedarf - bevor noch mehr dieser Wunsch-Pferde
vor unserer Nase weggekauft werden.
Gone Debérieux
schien uns sehr interessant. Also suchte unser Manager die Telefonnummer
heraus, rief den Besitzer an. Da wir nicht gern Katzen im Sack
kaufen, vereinbarten wir ein Treffen in Paris. "Gone"
war etwa 3 Autostunden nördlich von Paris zu Hause. Definitiv
zu weit weg. Der Zufall wollte es, dass Marcel
Humbert gerade nach Paris flog - und wir (Christian Mettler
als Fotograf und meine Wenigkeit) durften uns "anhängen".
Um 5.15 war Abfahrt in Effi, dann nach "Schwammendingen-les-Bains"
zu Christian "Hitsch" Mettler.
Tollkühne Autofahrt bei munterem Schneetreiben bis Avenches.
Dort umsteigen, zu Marcel Humbert und Sabine. Weiter nach Genf.
Dort warten auf den Flug (ging dann letztlich um 11 Uhr)
Auf der Bahn angekommen stürzte sich Marcel
in die Fahrerkluft und testete Gone Debérieux
auf der Bahn. Der Test fiel sehr gut aus. "Da gibt es wirklich
nichts auszusetzen", lautete der Kommentar von Marcel.
Beine, Rücken, Hufe, Gangwerk. Tipptop. Sicher keiner für
die Elite-Rennen, aber das erwartet ja auch niemand von einem
klassischen Amateur-Pferd mit rund 75'000 CHF Gewinn. Er kann
in vielen Rennen vorne weg laufen, hat in den letzten beiden Jahren
sehr, sehr regelmässig Geld verdient (2002: 24 Starts, 3
Siege, 16 Plätze und mehr als 23'000 CHF Gewinn).
Dann ging der Deal über die Bühne.
Ein absolut fairer Preis. Wir freuen uns mega auf unseren neuen
Vierbeiner. Leider konnten wir ihn nicht gleich mitnehmen - easyjet
hätte uns da ein, zwei Problemchen gemacht.
So steht Gone Debérieux derzeit in einer
Boxe im Trainingszentrum Grosbois, im Stall von Pierre Vercruysse.
Marcel sei Dank, er hat das arrangiert. In den nächsten Tagen
geht ein Chauffeur Traber abholen von Lesly McNaught - dort fährt
Gone dann mit. Nur müssen die Strassen zunächst einmal
halbwegs schneefrei sein.
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