Allegra-Trip nach Paris 2.Februar 2003

Impressionen: eingefangen von Hitsch Mettler

 

 

Erlebnisreiche 21 Stunden - oder Effretikon-Paris-retour

Neue Traber braucht das Land - das Anken-Land (wie der Standort der Allegra-Vierbeiner heisst).

Seit November hat sich unser "Manager" mit der Suche nach einem neuen Traber befasst. Schliesslich wollen wir so wenig wie möglich dem Zufall überlassen. Das Ziel war klar: Ein möglichst braver, regelmässiger Amateur-Traber mit zu wenig Gewinn im Verhältnis zu seinem Können, nicht teuer, gesund - kurz, das Traumpferd.

In etlichen Nächten akribischer Recherchierarbeit (ParisTurf lässt grüssen) ist eine Liste von 10 Namen entstanden. 2 Davon wurden bereits in die Schweiz importiert. Da sahen wir Handlungsbedarf - bevor noch mehr dieser Wunsch-Pferde vor unserer Nase weggekauft werden.

Gone Debérieux schien uns sehr interessant. Also suchte unser Manager die Telefonnummer heraus, rief den Besitzer an. Da wir nicht gern Katzen im Sack kaufen, vereinbarten wir ein Treffen in Paris. "Gone" war etwa 3 Autostunden nördlich von Paris zu Hause. Definitiv zu weit weg. Der Zufall wollte es, dass Marcel Humbert gerade nach Paris flog - und wir (Christian Mettler als Fotograf und meine Wenigkeit) durften uns "anhängen".

Um 5.15 war Abfahrt in Effi, dann nach "Schwammendingen-les-Bains" zu Christian "Hitsch" Mettler. Tollkühne Autofahrt bei munterem Schneetreiben bis Avenches. Dort umsteigen, zu Marcel Humbert und Sabine. Weiter nach Genf. Dort warten auf den Flug (ging dann letztlich um 11 Uhr)

Auf der Bahn angekommen stürzte sich Marcel in die Fahrerkluft und testete Gone Debérieux auf der Bahn. Der Test fiel sehr gut aus. "Da gibt es wirklich nichts auszusetzen", lautete der Kommentar von Marcel. Beine, Rücken, Hufe, Gangwerk. Tipptop. Sicher keiner für die Elite-Rennen, aber das erwartet ja auch niemand von einem klassischen Amateur-Pferd mit rund 75'000 CHF Gewinn. Er kann in vielen Rennen vorne weg laufen, hat in den letzten beiden Jahren sehr, sehr regelmässig Geld verdient (2002: 24 Starts, 3 Siege, 16 Plätze und mehr als 23'000 CHF Gewinn).

Dann ging der Deal über die Bühne. Ein absolut fairer Preis. Wir freuen uns mega auf unseren neuen Vierbeiner. Leider konnten wir ihn nicht gleich mitnehmen - easyjet hätte uns da ein, zwei Problemchen gemacht.

So steht Gone Debérieux derzeit in einer Boxe im Trainingszentrum Grosbois, im Stall von Pierre Vercruysse. Marcel sei Dank, er hat das arrangiert. In den nächsten Tagen geht ein Chauffeur Traber abholen von Lesly McNaught - dort fährt Gone dann mit. Nur müssen die Strassen zunächst einmal halbwegs schneefrei sein.

Marcel Humbert und Markus Monstein in Genf Noch ist der "Manager" frohen Mutes...
Noch nie eine Allegra-Jacke gesehen???! Trotz Verspätung gut gelaunt.
Letzte Vorbereitungen für die Testfahrt in Vincennes Schon mal Freundschaft schliessen...
Gone Debérieux läuft brav in Richtung Bahn Noch immer keine Spur von Hektik, 10 m vor der Bahn
Der Kerl marschiert seelenruhig los Die Beobachter suchen sich einen guten Platz
Die Vincennes-Tribüne menschenleer - fast! Ganz genau beobachtet: Der "Manager" wills wissen
Da kommt er... ...und läuft und läuft....
Ein ganz passables Gangwerk Und kein falscher Tritt - obwohl Marcel ihn fordert
"Ha, gefalle ich Euch??" Nur nicht zu euphorisch - wie soll sonst der Preis...
...gedrückt werden können?? Trocken Führen auf nassem Sand.
Fragen zu einzelnen Rennen - Analyse à trois "Gone" mit Ex-Besitzer (links) und Begleiter
"Dieses Bild will ich dann unbedingt auch..." Keine Feier ohne Chamagner. Grund haben wir ja.
Marcel gewinnt mit Wetten - todsicherer Tipp Alte Decke verschwitzt - umdecken und strahlen.
Ob Gone Debérieux ahnt, was sich da abspielt? Der Beweis: Christian Mettler war auch in Paris
Endlich eine Box in Grosbois gefunden Bei Pierre Vercruysse - zuerst Boxe einstreuen
Um 11 Uhr endlich in Genf Die Heimfahrt wird zum Kampf - Wach bleiben!
 
Hitsch schafft es, den Chauffeur aufzumuntern