| 24. Schweizer St.Leger am 4. September 2005 (update Mi 31.8.) Wie immer der Full-Service hier auf stallallegra.ch... Fotos von Ueli Wild (nimmt gern Bestellungen entgegen: wild@oltnertagblatt.ch )
Wett-Rückblick: Wer "Risiko" einging, hat gewonnen (Mo 5.9.) Wie unten dargelegt, war es schwierig, im St.Leger Geld zu verdienen. Mit der "Risiko"-Variante konnte man trotzdem "vorwärts" machen: Wir hatten geschrieben: "Wer mehr Risiko gehen möchte, kann die 42 Franken auch so anlegen: 1) Tirwanako - Investment Wings - x (Quartier Latin, High M, Suarez - für je 10 Franken) 2) Tirwanako - x - Investment Wings (Quartier Latin, High M. Suarez - für je 4 Franken)." Und die erste Wette traf tatsächlich. Für unsere 42 Einsatz bekamen alle, die das nachgespielt hatten, immerhin 78.- zurück. (Wen es interessiert: Ich persönlich habe drei Wetten gespielt in diesem Rennen: Tirwanako-Investment Wings-Quartier Latin für 50.- dann Tirwanako-Quartier Latin-Investment Wings für 20.- sowie Tirwanako-Investment Wings-High Mountain für 10.- Das gab nach Adam Riese 390 Franken Gewinn bei 80 Franken Einsatz. Gar nicht so übel.
Die grosse St.Leger-Analyse... (Fr 2.9.) Wie schon beim Derby wollen wir hier versuchen, unseren treuen Besuchern einen "pfannenfertigen" St.Leger Wett-Tipp zu geben. Nun, da nur sieben Pferde im Feld sind und nicht gerade viele für den Sieg in Frage kommen, müssen wir uns eine gute Strategie ausdenken. Es nützt unter Umständen nichts, die Dreierwette einfach zu treffen, wenn der erste Favorit vor dem zweiten Favoriten gewinnt mit einem Mitfavoriten auf Rang drei. Aber analysieren wir doch zuerst mal das übersichtliche Siebner-Feld: 1) Tirwanako: Vertritt unbestritten die grösste Klasse im Feld. Hat ein gewisses Stehvermögen bewiesen (in Bordeaux zweiter über 2400 Meter in einem Listed-Race, danach 3. im Derby), auch wenn 3000 Meter natürlich eine ganze Ecke weiter ist. Kämpfte zuletzt in Avenches Soul of Magic nieder - was etwas heissen will. Sein Vater Sin Kiang war nicht der grosse Steher (lief einmal über 2400 Meter, im franz. Derby (Sieger Hernando), wo er immerhin 8. wurde - übrigens 3.5 Längen hinter einem gewissen Badolato, der später das Schweizer St.Leger gewann...). Seine Mutter lief nur einmal weiter als 2000 Meter (4. über 2300 Meter in Durtal). Seine rechte Schwester (Vollschwester) hatte eine Ideal-Distanz von 2100 Meter, lief nur zweimal weiter (beide Male unplaziert). Trotz wohl begrenztem Stehvermögen, ist Klasse genug da: Wer gewinnen will, muss erst ihn schlagen. 2) Kerjouanno: Lief bisher nur zweimal weiter als 1800 Meter. Zunächst im Frühjahrspreis (2000 Meter) wo er als 10. ebenso chancenlos blieb wie später im Derby auf Rang 8. Seine Mutter gewann einmal über 2100 Meter - weiter kam auch sie nicht. Scheint die Lust am schnellen Laufen verloren zu haben und wird als grösster Aussenseiter ins Rennen gehen. Mit fast jeder Garantie. 3) Quartier Latin: Zeigte bei seinem St.Leger-Test über 3000 Meter Ende Juli in Vichy eine gute Leistung. Rang 6, weniger als 3 Längen hinter dem Sieger in einem 20'000 EUR-Rennen. Zuletzt hielt er über 2400 Meter (3. in Avenches) Montefiori nur um Hals in Schach. Stehvermögen ist auch durch seinen Vater Sinndar (Sieger im englischen und irischen Derby sowie im Arc de Triomphe) garantiert. Ein sehr solider Anwärter auf einen Totorang. 4) Montefiori: Bestritt zuletzt zwei Rennen über 2400 Meter. Im Derby war es zu schwer. Dann folgte das oben angesprochene Rennen in Avenches,wo er ganz nah bei Quartier Latin ins Ziel kam. Vater Bering (franz. Derby-Sieger 1986 und 2. im Arc zu Dancing Brave) gibt Stehvermögen grundsätzlich mit, seine Mutter (eine Trempolino-Stute) lief nur drei Rennen (alle über 1200 Meter...). Von seinen Geschwistern brachte kein einziger auf Steherdistanzen etwas zustande. Schien bei all seinen Starts noch etwas grün, was von Steigerungspotential zeugen könnte. Mit Olivier Plaçais das Pferd für die Überraschung - Insbesondere, wenn das Rennen nicht schnell werden sollte. 5) Suarez: Zeigte einige schöne Ansätze, wobei er guten Boden zu bevorzugen scheint. Diesen wird er wohl am Sonntag vorfinden. Distanzmässig betritt der Inländer absolutes Neuland. 2100 Meter (Ende Juni in Avenches, wo er sich nach harter Gegenwehr und gutem Schlussakkord nur um Kopf gegen Forstreet geschlagen geben musste, aber u.a. vor High Mountain blieb) war sein bisher längstes Rennen. Seine Mutter brachte einige gute Galoppierer. Ihm kommt sicher zugut, dass er unkompliziert ist und im Rennen (nach unseren Eindrücken) gut versteckt werden kann. So kann er Kräfte sparen. Darf in keiner Kombination fehlen, ist aber kein zwingendes Bankpferd. 6. Investment Wings: Ist offensichtlich sehr spätreif. Hat erst im April debütiert und verfügt über einiges Stehvermögen. Sein Vater In the Wings (Breeder's Cup Turf etc.) bringt Pferde die meist auf Distanzen um 2200 bis 2400 Meter zu Hause sind. Seine Klasse kann nur schwierig abgeschätzt werden. Sein englisches Handicap, das er nach dem letzten Start (15. August in Yarmouth, 3. über 2800 Meter) erhielt, entspricht umgerechnet 74.5 Kilo. Damit könnte er klassemässig den Favoriten Tirwanako nicht in Bedrängnis bringen - doch bedenken wir, dass er klar aufsteigende Form hat und dass gerade auf solchen Steherdistanzen schon öfters nicht die Klasse entscheidend war. Der Herausforderer, zumal Joe Fanning gerade im St.Leger in Luzern schon brillant geritten ist. 7. High Mountain: Ist ebenfalls spätreif, aber sehr talentiert. Über ihr effektives Stehvermögen wissen wir nicht allzuviel. Doch die Art und Weise, wie sie im Stutenderby auf den letzten Metern angeflogen kam, hat viel Eindruck hinterlassen. Von Mutter-Seite kann sie nicht viel Steherblut mitbekommen haben, lief High Mare doch nur bis 1600 Meter, bevor sie dreijährig in die Zucht ging. High Mountains Halbbruder Honduras (von Daylami und ebenfalls Inländer) belegte aber immerhin in einem hochdotierten 2400-Meter-Rennen in Ovrevoll (Norwegen) auf Rang zwei und kassierte dafür 32'500 Euro. Auch Vater Brief Truce war nicht der Steher (lief nur einmal weiter als über die Meile, wobei er über 2000 Meter auf dem Curragh ein Gruppe-II-Rennen gewann). Sie ist eine seriöse Platzanwärterin - oder sogar mehr? Die letzte Stuten-St.Leger-Siegerin stammte aus demselben Quartier (Soul of Magic)... Der stallallegra.ch-Tipp: Favoriten: Tirwanako, Investment Wings - Aussenseiter: High Mountain, Quartier Latin, Suarez - Überraschung : Montefiori Und wie soll man wetten??? Tirwanako ist unser Bankpferd. Ihn setzen wir auf 1 und 2. Dazu nehmen wir einmal Investment Wings und einmal Quartier Latin. Also folgende Dreier-Wetten: 1) Tirwanako - Investment Wings - x 2) Tirwanako - x - Investment Wings 3) Investment Wings - Tirwanako - x 4) Tirwanako - Quartier Latin - x 5) Tirwanako - x - Quartier Latin 6) Quartier Latin - Tirwanako - x und 7) (pure Intuition): High Mountain - Tirwanako - x Wen sollen wir jetzt als x dazu nehmen. Nun, prinzipiell kommen dafür (neben Quartier Latin und Investment Wings) streng genommen alle anderen in Frage. Weil wir aber oben Kerjouanno praktisch ausgeschlossen haben, bleiben High Mountain, Suarez und mit Abstrichen Montefiori. Falls wir nur High Mountain und Suarez hinzunehmen sparen wir etwas Geld... Sieht dann also so aus:
1) Tirwanako - Investment Wings - x (mit Quartier Latin, High Mountain, Suarez) 2) Tirwanako - x - Investment Wings (mit Quartier Latin, High Mountain, Suarez) 3) Investment Wings - Tirwanako - x (mit Quartier Latin, High Mountain, Suarez) 4) Tirwanako - Quartier Latin - x (mit Investment Wings, High Mountain, Suarez) 5) Tirwanako - x - Quartier Latin (mit Quartier Latin, High Mountain, Suarez) 6) Quartier Latin - Tirwanako - x (mit Quartier Latin, High Mountain, Suarez) und 7) (pure Intuition): High Mountain - Tirwanako - x (mit Quartier Latin, Investment Wings, Suarez) Das macht total 21 Wetten (7 mal 3), also 42 Franken. Und das Gute daran: Wenn neben Tirwanako unsere beiden Bankpferde mit dabei sind, haben wir die Wette nicht nur für 2 sondern für 4 Franken). Ob sich das letztendlich lohnt, wird sich weisen müssen. Wer mehr Risiko gehen möchte, kann die 42 Franken auch so anlegen: 1) Tirwanako - Investment Wings - x (Quartier Latin, High M, Suarez - für je 10 Franken) 2) Tirwanako - x - Investment Wings (Quartier Latin, High M. Suarez - für je 4 Franken). ABER: Logisch, dann muss Tirwanako gewinnen mit Investment Wings auf 2 oder 3. UND: Wenn Montefiori mit in die Dreierwette läuft haben wir verloren. Wenn...
Wie hier vorausgesagt: Ein Siebner-Feld im St.Leger (Mi 31.8.) Wir hatten es an dieser Stelle am Dienstag bereits prophezeit/befürchtet: Es laufen nur 7 Pferde am Sonntag im St.Leger in Luzern. Von den verbliebenen Gast-Kandidaten macht sich lediglich der Engländer Investment Wings auf die Reise in die Innerschweiz. Die Schweizer Kandidaten sind: Tirwanako, Quartier Latin, Suarez, Montefiori, Kerjouanno und die einzige Stute im Feld High Mountain.
Es zeichnet sich erneut ein Mini-Feld im St.Leger ab (Di 30.8.) Leider haben kleine Felder im Schweizer St.Leger Tradition. 6 Pferde letztes Jahr im "Exil" in Avenches (Sieger Workaholic), 9 vor zwei Jahren (Glavalcour) in Luzern, 7 im Jahre 2002 (Soul of Magic), 9 im 2001 (Silver Seraph). Und wieder deutet einiges auf ein kleines St.Leger-Feld hin am nächsten Sonntag. Zwar sind 11 Pferde stehen geblieben. Doch die Hoffnungen auf eine zweistellige Starterzahl ist klein. Denn die letzten 5 "Plätze" in der Liste der Stehengebliebenen nehmen 5 Pferde aus ausländischen Quartieren ein. Diese Reihenfolge wird nach Gewinnsumme festgelegt - die Vermutung liegt sehr nahe, dass für die potentiellen Gäste gar keine Rennleistungen nach Avenches gefaxt wurden und schlicht und einfach vergessen wurde, sie zu streichen... Dies Vermutung erhält vor allem dadurch Nahrung, dass drei Pferde (Barry Grey, Miroir Magic und Fitell) von ein und demselben Trainer (Van Handenhove, der Schwiegersohn von Gerard Collet) sind... An letzter Stelle steht die Bächler-Stute Superbe Melodie (Chappet-Training), die kürzlich gewonnen hat und somit nicht an letzter Stelle stehen dürftet, wenn die Formen geschickt worden wären. Fazit: Wir gehen davon aus, dass 7 oder 8 Pferde am Sonntag die 3000 Meter unter die Hufe nehmen werden.
Favorit wird zweifellos Tirwanako sein. Herausforderer könnte der "Gräff/Johnston" Investment Wings werden. Der zu schätzungsweise 90% aus England anreist. Von den Schweizer Pferden haben insbesondere Quartier Latin und High Mountain schon Stehvermögen bewiesen. Suarez hat auch einige schöne Ansätze gezeigt (vor allem auf gutem Boden). Montefiori und vor allem Kerjouanno würden doch ziemlich überraschen. Die drei Pferde aus Deutschland sind allesamt gestrichen worden. Aus sportlicher Sicht natürlich sehr schade.
Das St.Leger-AUS für Sabelio - kein Start mehr diese Saison! Es geht manchmal schnell im Rennsport, leider, leider. Am Samstag (27.8.) erreichte uns durch Andi Wyss die Mitteilung, dass Sabelio sich verletzt hat und in dieser Saison nicht mehr an den Start kommen wird. Schade für die Entourage mit Besitzer Walter Bieri und Trainerin Gaby Wenisch. Schade aber auch für den gesamten Schweizer Rennsport. Denn auf das St.Leger-Duell mit Tirwanako (die beiden waren im Derby ja nur um einen kurzen Kopf getrennt 3. und 4.) sowie mit Investment Wings, Mount Etna und co. hatten wir uns schon gefreut. Wir wünschen Sabelio natürlich gute Besserung und möglichst vollständige Genesung!
Tirwanako nachgenannt - Investment Wings kommt evtl. aus GB! Es zeichnet sich eines der besten St.Leger-Felder der letzten Jahre ab. Hoffen ist also erlaubt. Nach dem Streichungstermin vom 12. Juli sind 34 Pferde stehengeblieben (von 50 ursprünglich genannten). Dazu kam Tirwanako, der für den vierfachen Einsatz (also 4000 Franken) nachgenannt wurde (Nachnennungstermin war der 22. August). Dies wurde zwar im letzten Rennkalender leider nicht publiziert, doch die Nachnennung ist erfolgt. Sabelio, der seit seinem Derby-Start nicht mehr gelaufen ist, wird gemäss Andi Wyss, dem Lebensgefährten von Trainerin Gaby Wenisch, in diesem Jahr kein Rennen mehr laufen. Aus England könnte der "Gräff/Johnston" Investment Wings anreisen. Er hat zwar kaum ganz die Klasse von Tirwanako, ist aber ein absoluter Steher und hat aufsteigende Form. Ansonsten sehen die noch stehengebliebenen Gäste im Grossen und Ganzen nicht sonderlich gefährlich aus. Einer aber sticht heraus - und wenn der kommt, müssen sich wohl alle relativ warm anziehen: Die Rede ist von Pylamus, einem von Andreas Bolte trainierten Tiger Hill-Sohn, der im Mai immerhin Listed-Vierter zu einem gewissen Nicaron (der spätere deutsche Derby-Sieger) war. Und dies weniger als 6 Längen zurück - wobei Pylamus noch 4 Kilo mehr trug! Der Trainer kennt die Schweiz von seinen häufigen Abstechern mit Standby Dancer bestens. Gut möglich also, dass er kommt... Die drei anderen Deutschen sind entweder noch nie gelaufen (der Schlenderhaner Auguri, ein von Thomas Horwart trainierter Monsun-Sohn, sowie Flying Saucer, ein für das Gestüt Park Wiedingen von Dieter Ronge vorbereiteter Sternkönig-Sohn) oder besitzt wie Flamingo Rainbow (von Rainbow Quest, Trainer ebenfalls Dieter Ronge) kaum das nötige Rüstzeug (GAG 66.5 und wenig berauschende Formen). Und dann sind da aber noch 5 Franzosen (zitiert in alphabetischer Reihenfolge): Barry Grey (GAG 76.5, Trainer van Handenhove), ein Handicapper, dessen Klasse kaum reichen dürfte. Chiaro (letztes Flach-GAG 78, von Hamas aus der Link Diamond), im Besitz von Hans-Peter Sorg, lief zuletzt erfolgreich über Hürden - Stellt sich die Frage, ob Trainer Pelletan tatsächlich gegen seinen Ex-Schützling Tirwanako antreten möchte. Wohl nur, wenn er eine Sieg-Chance sieht... Trainer Van Handenhove hat mit Fitell (GAG rund 76.5 - gute Handicaps in Paris gelaufen) sowie Miroir Magique (GAG "nur" 73, Paris-Erfahrung ohne zählbare Erfolge) noch zwei weitere Pferde drin. Anton Bächler ist mit der "Chappet-Stute" Superbe Melodie vertreten (hat kürzlich in der Provinz gewonnen, GAG umgerechnet unter 70 Kilo). Das wars auch schon von der Gäste-Front. Wir bleiben für Sie dran...!
Wie wird der Boden am St.Leger-Tag...??? Wohl die meistgestellte Frage hinter derjenigen nach dem Sieger. Hier die mögliche Antwort: |