Arthroskopie im Tierspital, Februar 2004

Exklusiver gehts nicht mehr...!

Wie sich inzwischen bestimmt in der Schweizer Turf-Szene herumgesprochen hat, haben wir unseren Guns 'n Roses wegen eines Problems am Fesselkopf vorne links nicht auf Schnee laufen lassen. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir das Bein von Guns 'n Roses im Tierspital durch-checken lassen. Die Ultraschall-Bilder waren "perfekt", auf den Röntgenbildern war ein kleiner weisser Punkt am Knochen (Gelenk) zu sehen. Bei einem Reitpferd wäre das Ganze höchstwahrscheinlich medikamentös behandelt worden (Entzündungshemmend). Weil Guns 'n Roses aber ein Hochleistungssportler ist, rieten uns die Tierärzte zu einer Arthroskopie, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Eine solche haben wir denn auch machen lassen. Und dank Hitsch Mettler konnten wir mit Professor Jörg Auer eine Live-Übertragung organisieren, an der wir natürlich gern alle Leser unserer Internet-Seite teilhaben lassen. Solche Bilder haben die allermeisten bestimmt noch nie gesehen... Danke Hitsch!

Quintessenz der Operation, die keine 20 Minuten dauerte (Vorbereitungszeit mit Narkose mehr als doppelt so lange): Unser "Crack" hat sich in der letzten Arbeit (die eigentlich als zweitletzte vor St.Moritz vorgesehen war...) höchstwahrscheinlich einen Schlag verpasst oder ist in ein Loch getreten. Professor Auer fand eine Stelle mit lädiertem Knorpel und einen Punkt mit geronnenem Blut. Beides konnte er mühelos entfernen. Auf dem Monitor sah das alles riesengross aus. In Wirklichkeit war der "Defekt" schätzungsweise 5 Quadratmillimeter gross.

Weitere Schritte: Guns 'n Roses darf Anfang Woche nach Hause. Er kann dann sofort geführt werden und darf in ca 2-3 Wochen wieder traben. Bald kann dann also wieder mit dem Training begonnen werden. Die "defekte" Stelle wird gemäss Professor Auer von selbst wieder mit Knorpelgewebe überlagert. Er lobte unsere Einstellung, ein Pferd nur laufen zu lassen, wenn es topfit ist - etwas das offenbar bei Bündnern so sei. Erich Schmid mache das auch so...

Wir alle freuen uns natürlich, unseren Guns 'n Roses bald schon wieder so zu sehen...! (dann aber in Allegra-Farben!)

Foto: Frank Sorge

 

Fotos von Christian "Hitsch" Mettler (Mail an Hitsch Mettler; hier klicken)

Der Fotograf (mit Ramajana)

Ein Riesen-Gerät für Narkose/Überwachung Der "Manager" darf selbst Kamera-Regie führen!
GnR auf dem OP-Tisch - mulmiges Gefühl im Bauch Hier wird operiert...
Das Team: 7 Leute im OP - grosser Aufwand... Das zu operierende Bein wird vorbereitet
Alles muss steril abgedeckt sein Sooo, noch eine Abdeckung darüber
Professor Auer macht sich bereit... Dann wird der Zugang für die Kamera gelegt
Der "Gang" muss gross genug sein... Jetzt ist alles in der richtigen Position
Auf dem Monitor kann alles mitverfolgt werden Das Gelenk wird laufend gespühlt (rot: Kamera-Licht)
Mittels Joystick kann herumgezoomt werden... So sieht der Übertragungsraum aus
Volle Konzentration, um ja nichts zu verpassen Dann die Besprechung mit Professor Auer
Die Hufe werden gut verpackt, damit sich... ...Guns 'n Roses beim Aufwachen nicht verletzt
Und dann gehts ab in die Aufwach-Boxe Er bekommt einen Kopf-Schutz (wie ein Boxer...)
Sitzt der Katheder auch richtig? Die Anästhesistin prüft nochmal alles
Durch den Schlauch gibts direkt Sauerstoff Prof. Auer zeigt uns die Instrumente
Na ja, hier muss man viel Übersicht haben Sooo klein sind die Werkzeuge, die auf dem Monitor...
...wie Bagger-Schaufeln ausgesehen haben Am Monitor kann die Aufwachbox überwacht werden
Christian Mettler bei Guns 'n Roses ...und auch der "Manager" posiert mit
Erklärung der OP am Modell Das sind die zwei klitzekleinen Störefriede

Beim Aufstehen war Guns'n Roses verständlicherweise recht wackelig. Darum haben wir auf Blitzlicht-Aufnahmen verzichtet.

Herzlichen Dank an Prof. Jörg Auer und sein Team!

Das war ein einmaliges Erlebnis.

Danke auch im Namen aller Besucher unserer Page...

So, jetzt musst Du nur noch aufstehen GnR...