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Riesen-Pech für überlegenen Jully - Rushi und Michi gute 4.

Montag, 22. Februar 2010 08:11

Was für ein Pech: Jullyannis hatte seine Gegner im PMU-Rennen vom 21.2.2010 in St.Moritz bereits um Längen distanziert, als er aus dem Nichts Eingangs der Zielgeraden galoppierte.

Es hat nicht sollen sein. Jullyannis hat zwar einmal mehr gezeigt, dass er im Normalfall (sprich ohne körperliche oder andere Hindernisse) auf Schnee keinen Gegner zu fürchten braucht. Mit Hilfe unserer Physio-Therapeutin Brigitte Stebler hatten wir Jully auf das wichtigste Schnee-Rennen hin wieder in Top-Form gebracht. Und wie schon im Vorfeld geschrieben, wussten wir aufgrund des letzten Trainings, dass Jully sich fast nur selbst schlagen konnte - dass es nun genau dazu gekommen ist, schmerzt natürlich sehr. Doch immerhin wissen wir - und alle, die dabei waren - dass Jully eben immer noch der Beste ist...

 

Nachdem sich Claudia den "Rücken" von Kiss de Sucé geschnappt hatte, täuschte sie in der Gegenseite einen Innen-Angriff vor, worauf Martin Weber (der zuvor schon etwas "Zickzack" gefahren war...) innen die Lücke schloss - Claudia griff dann aber aussen an und Jully beschleunigte Ende der Gegenseite unwiderstehlich, liess wie schon vor einem Jahr seine Gegner wie Statisten aussehen. Der Sieg schien nur noch eine Formsache. Aus dem Nichts heraus kam dann aber der verhängnisvolle Fehler eingangs der Zielgeraden, der alle Träume vom Hattrick platzen liess. "Keine Ahnung, was passiert ist", war Claudia verständlicherweise niedergeschlagen, "ich hatte ihn ja nichtmal forciert, sondern die ganze Zeit zurückgehalten. Ich bin sehr vorsichtig gefahren, hätte aber nie gedacht, dass Jully nach dem Start galoppieren könnte. Er hat sehr gut gedreht, kein Vergleich zum ersten Sonntag - ich kenne ihn ja so gut."
Ob Jully schlicht zu schnell auf die letzte "Ecke" zugeschossen kam, ob er von einer Bodenunebenheit aus dem Rhythmus geworfen wurde? Wir wissen es nicht, werden es nie wissen. Und es spielt im Endeffekt auch keine Rolle. Die Hauptsache ist, dass Jully wieder gut drauf ist - er war auch nach dem Rennen absolut locker, hat am Abend gefressen wie ein Löwe.

 

Schade einfach, Jully hätte es so sehr verdient gehabt, zum dritten Mal in Serie als Schnee-König gefeiert zu werden. Er hatte, um die Boxersprache zu verwenden, seine(n) Gegner schon stehend k.o., strauchelte dann aber ohne Fremdeinwirkung...

Wir werden nun alles daran setzen, mit Jully auch nächstes Jahr wieder anzugreifen in St.Moritz. Nach dem gestrigen Auftritt gilt unverändert: Wenn Jully in Form ist, muss zuerst einer kommen, der besser ist... Auch mit (dann) 14 Jahren, smile.

 

Im Sprint hatten wir grosse Freude an Rushing Dasher. Dieser vierte Platz, geschlagen nur von drei sehr guten Pferden, ist vielleicht sogar seine beste Leistung dieses Winters. Das Tempo war zu Beginn so horrend, dass Natalie mit Rushi gar nicht richtig mitkam - und das will was heissen bei Rushi. Die beiden kamen als Zweitletzte (!) in den Bogen. Dann zeigte Rushi einen starken Finish. Gegner um Gegner passierte er und kam mit einer schönen Galoppade ins Ziel, verdiente nochmal 3000 Franken Preisgeld. Etwas weniger zwar als sein Voll-Bruder Rolling Home im GP St.Moritz, aber wir sind absolut happy!

 

Von Michigan erhofften wir uns im kleinen Trabrennen ein schönes Platzgeld. Diese Vorgabe setzte Claudia mit unserem Hengstchen denn auch in die Tat um. Mit einem guten Start plazierte sie ihn rasch im Vordertreffen, wo sie ihn dann versteckte und bis Ausgangs des letzten Bogens so ziemlich blockiert war. Als Michigan dann auf freie Bahn kam, beschleunigte er aussen in schöner Manier und holte sich isoliert zwischen den ersten Drei und dem Rest den vierten Platz. Eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Wir sind zuversichtlich, dass er nun auch auf Sand und Gras endlich zeigen kann, was wirklich in ihm steckt.

  

 

 


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