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Kein Playboy-Tag am 12.Juli 2014 in Paris: Verkorkster Rennverlauf, unter Wert geschlagen (UPDATED mit FOTOS)

13.07.2014 01:02:34

Für diesmal hat es nicht sollen sein: Unser Playboy war am Samstag in Paris nach schlechtem Rennverlauf am Ende ohne Chance und wurde nur 10. Dies nachdem er beim Aufwärmen mächtig Eindruck gemacht hatte, bis auf 7.90:1 runtergewettet worden und als dritter Favorit ins Rennen gegangen war.

Pferderennen sind keine Wunschkonzerte - die ebenso alte wie richtige Turf-Weisheit bewahrheitete sich für uns am Samstag, 22.7.2014, in Enghien (leider!) einmal mehr. Wir hatten uns riesig gefreut auf den ersten Paris-Auftritt von Playboy, er war richtig gut drauf und war rasch einmal das grosse Thema vor dem Rennen auf der Bahn. Seine Quote sank immer weiter, obschon er weder im Paris Turf noch bei geny als Mitfavorit oder nur schon als valabler Aussenseiter angegeben war.

 

Der Rennverlauf war dann aber grottenschlecht. Wim hat den Grossteil der "Schuld", wenn man nach einem solchen Rennen dieses Wort überhaupt brauchen darf, sofort auf sich genommen.

 

Aber alles der Reihe nach:

 

Es begann perfekt an diesem Tag. Die beiden Heats von Playboy verliefen hervorragend, Wim war sehr zufrieden und etliche Beobachter auf der Bahn waren beeindruckt. Playboy bewegte sich locker, war die Ruhe selbst und machte Eindruck. So viel, dass seine Quote immer weiter runter kam. Die grossen Zeitungen hatten ihn nirgends erwähnt, aber z.B. im "Tiercé magazine" war er als Zweiter aufgeführt und Matthieu Abrivard hatte ihn in seiner Auswahl gar an erster Stelle.

 


Playboy machte vor dem Rennen Eindruck - Funktionären, Journalisten und Wettern... (Daniel Palmeri)

 

Das Rennen begann wie erwartet. Mit Startnummer 7, in Enghien auf dieser Distanz gemäss neutralen Kennern der Szene ein echter Nachteil (weil der Bogen mit den überhöhten Kurven relativ rasch kommt), musste Playboy schon einen ersten, nicht zu unterschätzenden Effort machen, um nach vorne zu kommen. Wim konnte sich nicht wie gewünscht auf innerster Spur hinter den ebenfalls aus Italien angereisten Romanesque eingliedern. Denn dazwischen war noch ein Gegner. Schade, denn hinter Romanesque wäre die ideale Position gewesen (denn dieser Romanesque trabte bis Eingangs Zielgerade an zweiter Stelle...). Vor der Tribüne wurde das Tempo dann merklich langsamer, Wim wollte sich nicht einklemmen lassen und wechselte auf zweite Spur. Um zu beschleunigen. Just in diesem Moment sah er (zu spät), dass der Favorit Painting Wise, den sein Fahrer kaum im Griff hatte (brannte gewissermassen zum Sieg durch) aussen zügig aufrückte. Natürlich blieb Painting Wise nicht lange aussen (also keine Hoffnung auf einen Rücken), sondern stürmte sofort an die Spitze. Wim versuchte, Playboy in der sich nun wieder auseinanderziehenden Spitzengruppe an den Rails unterzubringen, was einfach nicht gelang. In der letzten Gegenseite versuchte er, zu beschleunigen, um Romanesque zu überholen und endlich die Nase von Playboy aus dem "Wind" zu bekommen. Es gelang nicht - ein weiterer Effort also, der nichts brachte - und schliesslich musste Wim Playboy vor dem letzten Bogen hinter Romanesque zurücknehmen und in dritter Position platzieren. Als dieser Eingangs der Zielgeraden galoppierte, lag Playboy an zweiter Stelle. Diese Position verteidigte er etwa 150 bis 200 Meter, bevor dann der Hammermann definiv kam - und die Gegner ebenfalls. 100 Meter vor dem Ziel stellte Wim seine Bemühungen ein. Dass Playboy als 10. die noch geldberechtigten Plätze 6 (960 Euro) und 7 (480 Euro) trotzdem nur recht knapp verpasste, macht uns Mut. Denn es zeigt, was mit einem besseren Rennverlauf möglich gewesen wäre, und was mit einem vielleicht sogar optimalen...

 


Eine Runde vor Schluss: Statt hinter der 8 (Romanesque) musste Playboy aussen daneben in zweiter Spur traben. Wim wusste hier wohl schon, dass es nichts werden würde. (Foto: Daniel Palmeri)

 

Für Wim war es gewissermassen ein "Horror-Trip", so hatte er sich die Rückkehr nach Paris natürlich nicht vorgestellt. So lange wie nach diesem Rennen hatten wir ihn nie sprachlos erlebt bisher. Doch er analysierte dann rasch: "Das war ein ganz schlechter Rennverlauf, und ich bin schlecht gefahren. Das nehme ich auf mich. Tut mir sehr leid für alle."

 

Nun, wie eingangs erwähnt. Pferderennen sind keine Wunschkonzerte. Wim wusste, was verlangt wird in diesem Rennen. Er hatte ja im Vorfeld gesagt, der Sieger müsse eine Zwölferzeit laufen. Er traute Playboy dies zu. Nun lief er nach schlechtem Rennverlauf 1:13,4 - der Sieger genau eine halbe Sekunde schneller. Wir haben handfeste Gründe, weshalb Playboy nicht vorne um den Sieg mitkämpfen konnte. Deshalb können wir gut damit leben.

 


Playboy (blauer Pfeil...) war am Ende nicht meilenweit geschlagen: rechts in rot der Sieger (Zielfoto).

 

Playboy ist mit Sicherheit keine Zehntelsekunde schlechter als vor dem Rennen. Drei oder gar vier Efforts in einem Rennen schafft kaum ein Pferd. Wir sind deshalb nach wie vor überzeugt, dass er in dieser Klasse mitmischen kann und werden das Abenteuer Paris früher oder später wieder versuchen. Das nächste Programm steht für Playboy noch nicht fest. In den Stunden nach dem Rennen war er so munter, dass er am liebsten eine Stute gedeckt hätte. Im Juli bekommt er nun vermutlich eine Pause, die hat er sich so oder so verdient. 

 

Für uns war Paris mit Playboy auf jeden Fall eine Reise wert (trotz einer unsäglichen TGV-Panne auf dem Nachhauseweg mit 2 Stunden Verspätung) und ein Riesen-Erlebnis. Darum: Wir kommen wieder!

 

 

 

 


Der Tag begann ganz harmlos, 7.30 Uhr in Zürich mit Moni, Nati und Geburtstags-Kind Leni.

 


Mit Jassen und Plaudern verging die Zeit bis Paris wie im Flug (hier kam als 8. Karte beim Pandur-Jass noch der Eggen-Bauer dazu, schaaaaade).

 


Kaum zu glauben, wieviel Flüssigkeit in einem "Caffee Latte" drin ist, wenn man den Grossteil des Bechers im Abteil über den Tisch leert...

 


Zuversichtlich und bester Laune in Paris (Gare de Lyon) angekommen (man vergleiche mit dem Zürich-Foto weiter oben...)

 


Leni hoffte auf ein ganz spezielles Geburtstagsgeschenk. Hoffen war ja erlaubt.

 


Moni (ganz links...) beobachtet Playboy, Claus und Wim auf dem Weg zum Rennen. Markus ganz im Hintergrund...

 


Nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Wim, Markus und Leni (v.r.n.l.)

 


Playboy wird von Claus reisefertig gemacht, ihm geht es bestens. (Fotos: Nathalie Vorburger)

 

 

Hier gibt es ALLE Fotos
(von A bis Z von Nathalie Vorburger, Renn-Fotos von Daniel Palmeri) 


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